Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Liegenschaften;
Kinderzentrum Am Stadion;
Neubau Kinderzentrum;
Antrag des Stadtratsmitglieds Lena Huppertz, Die Linke, vom 09.01.2021 auf Wiedereinplanung von Räumlichkeiten (Proberaum Jugendorchester und multifunktionaler Mehrzweckraum)

BezeichnungInhalt
Sitzung:21.01.2021   StR/008/2021 
Vorlage:  I/004/2021 

Der Antrag wurde am 13.01.2021 in das Gremieninfo eingestellt. Der Sitzungsleiter führte den Tagesordnungspunkt aus.

 

Die Stadträtin Frau Lena Huppertz, Die Linke, hat am 09.01.2021 folgenden Antrag bei der Stadt Grafing b.München eingereicht:

 

Kinderzentrum Am Stadion: Wiedereinplanung von Räumlichkeiten

DIE LINKE Grafing beantragt für die Maßnahme „Neubau Kinderzentrum Am Stadion“ das Raumprogramm entgegen den Empfehlungen der 2. Vorentwurfsplanung nicht zu ändern und die zuvor geplanten Räume „Proberaum Jugendorchester“ und „multifunktionaler Mehrzweckraum“ wieder fest miteinzuplanen.

 

Begründung:

Der Bau von solchen Räumlichkeiten innerhalb des Kinderzentrums Am Stadion ist aus Perspektive einer familienfreundlichen Infrastruktur absolut unabdingbar, um Kinder mit Angeboten wie die Musikschule zu fördern und Erwachsene mit VHS-Kursen zu bilden.

 

Auch aus der Perspektive der Klimakrise sind Räumlichkeiten vor Ort, die niedrigschwellig mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen sind, unabdingbar.

 

Zudem mag in Zeiten der Coronakrise zwar das Gebot der Einsparungen vorherrschen, der jetzige Verzicht auf die beiden Räumlichkeiten wäre aber langfristig für Grafings Jugend- und Kulturleben folgenschwer. Um Grafing als lebenswerte Stadt zu präsentieren und dadurch weiterhin struktur- und wirtschaftsstark zu bleiben, muss auch in ihre Attraktivität für ihre Bürgerinnen und Bürger investiert werden. Grafing braucht daher also umso dringender neue, nachhaltig gebaute Räumlichkeiten für Kunst und Kultur, zumal die Stadthalle trotz Sanierungen auf lange Sicht dafür nicht mehr zur Verfügung stehen wird.

 

In der anschließenden Diskussion erläuterte die Antragstellerin zunächst ihre Gründe für den Antrag. So müsse sich die Gemeinde überlegen, wo sie in 10, 20 Jahren stehen will. Momentan gebe es für Kunst und Kultur viele Übergangslösungen wie den Haschlerturm und die Stadthalle. Die beantragten Räumlichkeiten würden zur Attraktivität der Stadt Grafing beitragen. Sie sollten daher eingeplant werden, auch wenn dann wo anders gespart werden muss.

Der Sitzungsleiter stimmte zu, dass es eine Investition für die Zukunft wäre. Diese sei momentan aber nicht finanzierbar.

 

Die Vertreterin der Verwaltung erläuterte, dass für den Kindergarten und den Hort genug Räume zur Verfügung stehen. So gebe es beispielsweise einen Bewegungsraum. Der entfallene Multifunktionsraum wäre für andere, wie das Jugendorchester, gedacht gewesen. Es wäre aber noch Fläche da, um solche Räume später unterzubringen, wenn Geld vorhanden ist.

Ein Stadtrat ärgerte sich darüber, dass nur über die Fläche gespart wird.

 

Eine Stadträtin betonte, dass sie einen multifunktionalen Mehrzweckraum auch gerne hätte. Ein solcher sei vor 15 Jahren schon einmal Thema gewesen. Sie appellierte daran zu versuchen, diesen Raum hinzukriegen, da sowieso gebaut wird.

Der Sitzungsleiter entgegnete, dass das Jugendorchester Räume in der Rotter Straße 8 und in der Mensa der Grundschule hat. Diese seien jedoch nicht optimal, da die Instrumente dort nicht aufbewahrt werden können. Die Stadt möchte gerne versuchen, einen Mehrzweckraum zu errichten. Das Ziel eines solchen Raumes in einem Kindergarten, dass er mehrfach genutzt werden kann, sei wegen den aktuellen Hygienevorschriften aber nicht mehr so einfach.

 

Eine Stadträtin war der Meinung, dass die Stadt schon viele Räume hat. So könnte die Schulaula beispielsweise ab dem späten Nachmittag benutzt werden. Man müsse vernünftig sein, da das Geld momentan nicht da sei.

Dem wurde entgegengehalten, dass nicht nur die Kindergärten, sondern auch die Mittagsbetreuung im Winter Räume benötigen. Wenn die Stadt jetzt was macht, dann soll sie es auch richtig machen. Es sollte jetzt investiert werden, da in fünf Jahren auch nicht mehr Geld da sein wird.

Der Sitzungsleiter erläuterte, dass ein Kindergarten eine Pflichtaufgabe der Stadt sei, ein Mehrzweckraum sei freiwillig.

 

Ein Stadtrat führte aus, dass man es nicht zu jedem Preis richtig machen sollte. Der Aufwand für einen solchen Raum in einem Hanggebäude sei zu groß. Bei anderen Grundstücken hätte man bessere Chancen. Dem fügte ein Stadtrat hinzu, dass eine Aufstockung aus technischen Gründen verworfen worden ist. Die Stadt habe auch gute Optionen mit der Rotter Straße 8.


Nach Sachvortrag und Diskussion lehnte der Stadtrat gegen vier Stimmen den Antrag des Stadtratsmitglieds Frau Lena Huppertz, Die Linke, vom 09.01.2021 auf Wiedereinplanung von Räumlichkeiten (Proberaum Jugendorchester und multifunktionaler Mehrzweckraum) ab.

 

 

Anwesend: 24

Der Stadtrat Herr MdL Thomas Huber ist erschienen.