Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Klimaschutz,
Vorstellung eines Konzeptes für eine Freiflächen Photovoltaikanlage

BezeichnungInhalt
Sitzung:06.10.2020   StR/005/2020 
Vorlage:  I/022/2020 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Vom Ersten Bürgermeister wurde der anwesende Herr Dr. Henle, Geschäftsführer der EBERwerk GmbH & Co. KG begrüßt und ihm das Wort zur Vorstellung des Projektes übergeben. Dieser stellte das Projekt zur Errichtung einer Photovoltaikanlage in Nettelkofen mit einer Präsentation vor, die am 30.09.2020 in das Gremieninfo eingestellt wurde.

 

In der anschließenden Diskussion erklärte Herr Dr. Henle auf Nachfrage, das 1,7 ha die Untergrenze ist. Darunter bräuchte man gar nicht anfangen, eine Photovoltaikanlage zu errichten.

Ein Stadtrat wollte wissen, ob unter der Photovoltaikanlage Schafe grasen könnten. Dem wurde entgegnet, dass dies möglich wäre, da die Anlage einen Mindestabstand zum Boden von 80 cm aufweist. Es gebe allerdings zur Beweidung zeitliche Begrenzungen durch die Untere Naturschutzbehörde. Daher ist eine aktive Beweidung durch Schafe nur eingeschränkt möglich. Eine Beweidung durch andere Tiere, wie beispielsweise Hühner, sei gar nicht möglich.

Auf den Einwand eines Stadtrates, dass auch für den Winter Energiequellen wie Windräder benötigt werden, entgegnete Herr Dr. Henle, dass keine Energie weggeworfen werden sollte. Er sicherte zudem zu, dass beim Kauf der Module auf faire Arbeitsbedingungen geachtet wird.

 

Da die Errichtung der Photovoltaikanlage in der Nähe der Bahngleise vorgesehen ist, fragte ein Stadtrat, ob dadurch der Schall der Züge reflektiert wird. Dem wurde entgegnet, dass sich subjektiv nichts ändern wird. Eventuell wird die Anlage aber ein bisschen den Bahnlärm dämpfen, da die Fläche dann bebaut ist.

Eine Stadträtin lobte dieses Projekt und fragte, ob die Bahn Einwände dagegen hat. Herr Dr. Henle erläuterte, dass die Bahn, den ersten Gesprächen nach zu urteilen, keine Einwände dagegen hat. Sie verlangt allerdings ein Blendgutachten, um sicherzustellen, dass die Zugführer durch die Anlage nicht geblendet werden. Die Bahn selbst wird die Energie der Photovoltaikanlage nicht nutzen können, da dies technisch für den Zugbetrieb nicht möglich ist.

 

Betont wurde im Stadtrat auch der Beitrag zur Reduktion klimaschädlicher Treibhausgase. Außerdem gebe es keine negativen Auswirkungen auf die Vegetation, da diese unter der Photovoltaikanlage in Ruhe gelassen wird. Auf die Frage, wer die Erschließungskosten trägt, entgegnete Herr Dr. Henle, dass das EBERwerk die Kosten übernimmt. Die Anlage wird zudem nur gebaut, wenn sie sich wirtschaftlich rentiert. Es wird allerdings auch eine Öffnung für eine Bürgerbeteiligung geben.

Positiv aufgenommen wurde auch der Standort, der die Anwohner nicht groß beeinträchtigen wird.

 


Nach Sachvortrag und Diskussion nahm der Stadtrat einstimmig die Ausführung zur Kenntnis. Er befürwortete das Projekt und unterstützt die weiteren Schritte des EBERwerks zur Einleitung eines Bauleitplanverfahrens: Flächennutzungsplan-Änderung und Bebauungsplan.