Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Bürgerfragestunde (15 Minuten) gemäß § 25 Abs. 2 der Geschäftsordnung

BezeichnungInhalt
Sitzung:06.10.2020   StR/005/2020 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Grafinger Mauerbau

Mehrere Bürger meldeten sich zum sogenannten Grafinger Mauerbau zu Wort.

So betonte ein Bürger, dass der Abriss der Berliner Mauer ein Meilenstein in der Deutschen Geschichte ist. Das Aufstellen einer Mauer im Grafinger Stadtpark sei unmöglich und den Toten gegenüber, die durch den Bau und Fall der Berliner Mauer gestorben sind, beschämend. Der Bürgermeister sollte die Mauer im Stadtpark daher wieder abreißen.

Der Bürgermeister entgegnete, dass in Erinnerung an 30 Jahre Mauerfall vier Bäume gepflanzt wurden. Dazu sollten die Namen der Beteiligten an einem Stein angebracht werden. Die Idee zur Aufstellung einer kleinen Mauer sei sehr kurzfristig entstanden. Er betonte, dass der Umgang mit der Berliner Mauer in Grafing eine lange Geschichte hat. So ist bereits im Jahr 1997 ein originaler Mauerteil zum Grafinger Gymnasium gebracht worden. Der Sitzungsleiter kritisierte, was für ein Shitstorm im Netz durch die Aufstellung ausgelöst wurde, an dem sich auch Landkreispolitiker beteiligt haben.

 

Zu der Beschwerde einer Bürgerin, dass dies nicht im Voraus im Stadtrat behandelt wurde, entgegnete der Erste Bürgermeister, dass es ein Geschäft der laufenden Verwaltung gewesen sei. Der Stadtrat müsse dafür nicht eingebunden werden. Er sah jedoch im Nachhinein ein, dass der Stadtrat moralisch hätte eingebunden werden müssen. Dieses Thema wird auch noch im Stadtrat behandelt werden, da über die Zukunft der Mauer entschieden werden muss.

Anstoß erregte auch, dass die Einladung zu dieser Veranstaltung mit CSU-Logo über das Vorzimmer des Bürgermeisters verschickt wurde. Darin sei zudem nur von der Baumpflanzung die Rede gewesen. Diese Mauer sei in jeder Hinsicht undemokratisch. Hierzu erläuterte der Sitzungsleiter, dass die Sache im Vordergrund stehe. So sollte damit Hermann Huber gewürdigt werden.

Ein Bürger fragte zudem, warum diese Mauer steht und nicht liegt. Die Mauer am Gymnasium Grafing liege auf dem Boden. Der Erste Bürgermeister erläuterte, dass es eine Betonstele sei. Es sei nicht darüber nachgedacht worden, ob sie liegend oder stehend aufgestellt werden soll.

 

Im Gegensatz dazu sah eine Bürgerin in der Aufstellung dieser Mauer ein gutes Zeichen, da so an die Berliner Mauer und die menschenunwürdige DDR erinnert wird. Sie schlug vor, die eine Seite der Mauer von der Jugend mit Graffiti besprühen zu lassen, auf der anderen Seite sollte dargestellt werden, wie viele Menschen an der Grenze gestorben sind.

 

Sanitäranlage im Eisstadion

Ein Bürger kritisierte die öffentlichen Sanitäranlagen im Eisstadion als untragbar. Es gebe beispielsweise kein warmes Wasser. Er fragte, ob die anderen Sanitäranlagen von den Bürgern benutzt werden können. Der Erste Bürgermeister erläuterte, dass in der Vergangenheit schon einmal die Anlagen der Mannschaften und Schiedsrichter mitbenutzt worden seien. Über eine grundsätzliche Öffnung für die Öffentlichkeit müsse man noch reden.

 

 

Anwesend: 24

Der Stadtrat Herr Christian Kerschner-Gehrling ist erschienen.