Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport auf dem Grundstück Fl.Nr. 336/11 der Gemarkung Grafing (Bürgerlingstraße 18)

BezeichnungInhalt
Sitzung:21.04.2020   BWUA/066/2020 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Vorgestellt wurde der Tagesordnungspunkt durch den Verwaltungsvertreter.

 

Eingangs wurde darauf verwiesen, dass der Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport auf dem Grundstück Fl.Nr. 336/11 der Gemarkung Grafing (Bürgerlingstraße 18) als Dringlichkeitsentscheidung durch die Erste Bürgermeisterin erledigt wurde. Aufgrund des Sitzungsausfalls (Coronakrise) am 17.03.2020 wäre die zweimonatige Friktionsfrist (§ 36 BauGB) bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung abgelaufen, womit die Voraussetzung der zeitlichen Dringlichkeit vorlagen.

 

Der Verwaltungsvertreter stellte das Bauvorhaben kurz und anhand von Bauplänen dem Gremium vor: Das bestehende Wohnhaus wird durch den Neubau eines Einfamilienhauses ersetzt, mit den Maßen 11,66 m x 11,20 m, einer Wandhöhe von ca. 6,35 m und einer Firsthöhe von ca. 8,20 m.

 

Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des einfachen Bebauungsplanes (gemäß § 173 BBauG des übergeleiteten Baulinienplanes), der lediglich Festsetzungen zu den überbaubaren Grundstücksflächen (Baugrenzen, Baulinien) trifft. Hinsichtlich dieser Regelungen beurteilt sich die Vorhabenszulässigkeit nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes, im Übrigen nach dem Einfügungsgebot (§ 30 Abs. 3 BauGB) i.V.m. § 34 BauGB).

 

Festsetzungswidersprüche ergeben sich mit dem Baulinienplan, der eine Baugrenze festsetzt, die durch das Einfamilienhaus um 6 Meter überschritten wird. Aufgrund der bereits vom bisherigen Baubestand erfolgten Überschreitung der Baugrenze lässt sich eine Befreiung für die erhebliche Abweichung städtebaulich rechtfertigen, die mit 6 m sehr weitgehend ist. Aufgrund der besonderen Lagesituation und der Einhaltung der auch im übrigen Plangebiet geltenden Abstände zur Straßengrenze lässt sich das Vorhaben abgrenzen (Atypik) und sind Planungsgrundzüge nicht berührt.

 

Das Bauvorhaben fügt sich hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung (Bauhöhe, absolute Grundfläche) und der verbleibenden Freiflächen im Verhältnis zur Umgebung uneingeschränkt in die Eigenart der näheren Umgebung ein (§ 34 Abs. 2 BauGB). 

 

Das gemeindliche Einvernehmen wurde bereits erteilt, eine Entscheidung des Gremiums ist nicht erforderlich. Der Bauantrag liegt dem Landratsamt Ebersberg vor.

 


Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss nahm den Bauantrag zur Kenntnis.