Tagesordnungspunkt

TOP Ö 12: Verkehrsplanung;
Antrag der CSU (Ortsverband und Stadtratsfraktion) vom 27.11.2019 zur Überprüfung der Auswirkungen eines möglichen Ausweichgleises auf der Bahnstrecke Grafing-Wasserburg bei Wiesham

BezeichnungInhalt
Sitzung:17.12.2019   BWUA/062/2020 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Das Antragsschreiben wurde am 09.12.2019 in das Gremieninfo eingestellt. Die Sitzungsleiterin stellte den Sachverhalt vor. Zur weiteren Ausführung des Inhalts übergab die Erste Bürgermeisterin das Wort an den CSU-Fraktionsvorsitzenden Graf von Rechberg.

 

Antrag:

Im Antrag des CSU Ortsverbandes und der CSU Stadtratsfraktion vom 27.11.2019 zur Überprüfung der Auswirkungen eines möglichen Ausweichgleises auf der Bahnstrecke Grafing-Wasserburg bei Wiesham heißt es:

 

„Die CSU Grafing begrüßt die seitens des Landrats initiierte Prüfung eines Ausweichgleises zwischen Grafing und Ebersberg. Wie bereits vor einiger Zeit im Stadtrat auch seitens der CSU gefordert, soll im Zuge der Ergebnisse dieser Machbarkeitsstudie der Bahn zu einem möglichen Ausweichgleis in Wiesham geklärt werden, inwieweit sich eine Taktverbesserung der Bahnen durch Grafing auf den städtischen Straßenverkehr auswirkt. Sollte das Ausweichgleich im Bereich Wiesham tatsächlich realisiert werden, ist davon auszugehen, dass auf der bestehenden S-Bahntrasse weit mehr Züge fahren, als heute. Schon jetzt kommt es in Grafing zu Berufsverkehrszeiten häufig zu Rückstaus durch geschlossene Bahnübergänge; bei einer Taktverdichtung würden diese weiter zunehmen. Hier muss frühzeitig gegengesteuert und geprüft werden, welche (baulichen) Maßnahmen ergriffen werden können und müssen. Es wäre verheerend, wenn beispielsweise Notärzte und Feuerwehren nicht mehr zum Einsatzort kommen, weil sie vor verschlossener Schranke stehen.

 

Die Stadtverwaltung möge daher im Zuge der Planungen zum Ausweichgleich Wiesham mit geeigneten Mitteln und Stellen prüfen, inwieweit sich eine Takterhöhung der Bahnen durch Grafing auf den städtischen Verkehr auswirkt.

 

Die Stadtverwaltung möge weiterhin prüfen, ob sich durch straßenbauliche Maßnahmen, beispielsweise Unter- und Überführungen die Verkehrsbelastung bei häufiger geschlossenen Bahnübergängen reduzieren ließe. Möglicher Anpassungsbedarf und die Chancen auf eine Realisierung sollen mit allen Beteiligten von Bahn und Straßenbaulastträgern abgestimmt werden.

 

Des Weiteren soll frühzeitig mit den betroffenen Grundstückseigentümern das Gespräch gesucht werden, damit diese nicht erst aus der Zeitung erfahren.

 

In der anschließenden Diskussion wurde festgehalten, dass es sich um die Überprüfung der technischen Möglichkeiten zur Verkürzung der Schließzeiten der Schranken handelt, aber eben auch um den möglichen Bau von Unter- oder Überführungen.

 

Die Verwaltung wies darauf hin, dass es bereits eine Machbarkeitsstudie für einen zweigleisigen Ausbau und für Begegnungsgleise gab. Das Fazit: Die Kreuzung in der Bahnhofstraße lässt sich durch keine bauliche Lösung höhenfrei gestalten. Die größte Chance besteht an der Münchener Straße durch Absenkung der Bahnstrecke und eventuell einer Brücke darüber (Kosten teilen sich voraussichtlich Bund und Bahn).

 

Die Stadt teilt die Meinung, dass der lange Schließtakt an den Bahnübergängen zu lange ist und ein großes Ärgernis darstellt. Seit einem tragischen Unfall vor rund zwanzig Jahren hält die Deutsche Bahn (Eisbahnbundesamt) an dem Langsam-Fahrgebot und dem langen Schließtakt fest. Da mit einer Umstellung außerdem ein enormer hoher technischer Aufwand verbunden ist, hat sich die Bahn bislang noch nicht zu einer Schließtaktverkürzung umstimmen lassen.

 

Im Anschluss an die Diskussion rief die Sitzungsleiterin zur Abstimmung auf.

 


Nach Sachvortrag und Diskussion beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, wie folgt:

 

Die Stadtverwaltung soll im Zuge der Planungen zum Ausweichgleich Wiesham mit geeigneten Mitteln und Stellen prüfen, inwieweit sich eine Takterhöhung der Bahnen durch Grafing auf den städtischen Verkehr auswirkt.

 

Die Stadtverwaltung möge weiterhin prüfen, ob sich durch straßenbauliche Maßnahmen, beispielsweise Unter- und Überführungen die Verkehrsbelastung bei häufiger geschlossenen Bahnübergängen reduzieren ließe. Möglicher Anpassungsbedarf und die Chancen auf eine Realisierung sollen mit allen Beteiligten von Bahn und Straßenbaulastträgern abgestimmt werden.

 

Des Weiteren soll frühzeitig mit den betroffenen Grundstückseigentümern das Gespräch gesucht werden, damit diese nicht erst aus der Zeitung erfahren.