Tagesordnungspunkt

TOP Ö 8: Trachtenverein Straußdorf;
Räumlichkeiten für den Trachtenverein Straußdorf

BezeichnungInhalt
Sitzung:10.12.2019   StR/069/2020 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Beschlussvorlage wurde am 05.12.2019 in das Gremieninfo eingestellt. Vorgestellt wurde der Tagesordnungspunkt durch die Vertreterin der Verwaltung.

 

Derzeit nutzt der Trachtenverein Straußdorf zusammen mit der VHS die angemieteten Räume der Grafinger Straße 40. Dies ist ein Saal von 105 m² und ein Vorraum mit Küchenzeile und angrenzenden Toiletten von ca. 28 m².

 

Die Nutzung dieser Räume durch die VHS und die Nutzung durch den Trachtenverein überschneidet sich zeitlich wenig, trotzdem entstehen Probleme bei Extraproben. Es kommt jedoch immer wieder zu Unstimmigkeiten bei der Lagerung von Ausrüstung und der Aufstellung von Möbeln, die den Betrieb beider Nutzer wechselseitig stören.

 

Aus diesem Grund ist der Trachtenverein schon seit mehreren Monaten in enger Abstimmung mit einer Vertreterin der Verwaltung und der Bürgermeisterin auf der Suche nach einer neuen Örtlichkeit. Der Trachtenverein benötigt nicht nur einen Übungsraum, sondern auch die Möglichkeiten für gemeinsame Treffen oder Vereinssitzungen. All dies könnte der denkmalgeschützte, im Eigentum der Kirche befindliche Pfarrstadel bieten, dessen Umbau, Renovierung und Nutzung durch Straußdorfer Vereine jedoch noch verhandelt wird.

 

Mehrere Möglichkeiten wurden geprüft:

 

1.       Kuhstall Voglherd

 

Der Umbau eines nicht mehr genutzten Kuhstalls in sehr schöner Lage in Voglherd wurde vorgeschlagen. Wobei die Stadt evtl. als Mieterin aufgetreten wäre. Dieser Vorschlag wurde aber seitens des Landwirts aufgrund der hohen Umbaukosten wieder fallen gelassen.

 

2.       Weitere Räume Grafinger Straße 40

 

Des Weiteren wurde der Stadt die Anmietung weiterer, derzeit noch ungenutzter, Räume in der Grafinger Straße 40 vom Eigentümer, wie folgt, angeboten:

 

Durch Umbaumaßnahmen würde eine Nutzfläche von ca. 250 m² entstehen. Die veranschlagten Baukosten in Höhe von 230.000 EUR umfassen Kosten für den Neubau sanitärer Anlagen, einer Küche, eines Lagerraums und eines großen Raums zur Nutzung für Tanzveranstaltungen und Vereinsaktivitäten.

 

Der Eigentümer bietet grundsätzlich einen 10-Jahres-Mietvertrag mit zwei Optionen an. Die Kaltmiete wäre 9 EUR/m² (rund 27.000 EUR/a), wenn die Stadt die Bodenbeläge (incl. Vorarbeiten) einbauen und die gesamten Malerarbeiten übernehmen würde. Der Eigentümer übernähme die Trockenbauarbeiten und den Einbau der sanitären Anlagen.

 

Die zweite Alternative ist eine Kaltmiete in Höhe von 10 EUR/m² (rund 30.000 EUR/a). Hier würde der Eigentümer die Kosten des gesamten Umbaus in Höhe von ca. 230.000 EUR übernehmen.

 

Selbst bei der Anmietung dieser weiteren Räume bleibt das Problem fehlender Stellplätze. Die Stellplätze im Hof reichen für eine Nutzung für VHS und Trachtenverein nicht aus. Der Eigentümer würde zwar einen Zugang zu den Räumlichkeiten im Westen erstellen. Das angrenzende Feld befindet sich jedoch im Außenbereich, mit der Folge, dass die Erstellung von Stellplatzflächen nicht möglich ist. Eine baurechtliche Genehmigung für das Anlegen eines Parkplatzes kann nicht erteilt werden.

 

3.       Wiederbezug der Grafinger Straße 18 1.OG

 

Eine weitere Alternative wäre der Wiederbezug der Räume im 1. OG der Grafinger Straße 18. Die Kindermöbel müssten entfernt, könnten aber in anderen (neuen) Einrichtungen verwendet werden. Der Raum wurde neu hergerichtet; der Bodenbelag ist neu.

Nach einer Renovierung des Pfarrstadels und dem Bezug durch Straußdorfer Vereine könnten diese Räumlichkeiten dann auch wieder als Kindergarten-Gruppenraum genutzt werden.

 

Der Trachtenverein steht dieser Option sehr offen gegenüber. Doch bittet er um alleinige Nutzung der Räume im 1. OG.

 

Laut Aussage der Kindertagesstätten-Aufsicht wäre der Verlust dieses Bewegungsraums zumutbar. Die Leiterin des Kindergartens sieht im Kellerraum, der als Jugendraum genutzt wird (und derzeit saniert wird), genügend Platz für einen zusätzlichen Bewegungsraum für die Kinder.

 

Beschlussvorschlag der Verwaltung:

Der Stadtrat beschließt, die Räume der Grafinger Straße 18 im 1. OG dem Trachtenverein zur alleinigen Nutzung wieder anzubieten.

 

In der Debatte erteilte die Sitzungsleiterin dem Vorsitzenden des Trachtenvereins das Wort. Dieser erklärte, dass ausdrücklich nach einer langfristigen Lösung gesucht werde.

Man könnte sich vorstellen, dass die Proben wieder in den Räumlichkeiten des Kindergartens stattfinden. Allerdings wurden Zweifel geäußert, wenn die sanitären Kinderanlagen (und der neue Linoleumboden) nicht entfernt werden. Ist dann der Verein in zwei Jahren wieder obdachlos, weil doch eine Kindergartengruppe etabliert werde?

 

Die Erste Bürgermeisterin brachte den Pfarrstadel als neue „feste“ Heimat des Trachtenvereins erneut in die Diskussion ein. Doch der Trachtenvorstand nahm davon Abstand. Bislang konnte in keine Baupläne eingesehen werden. Es wird vermutet, dass der Pfarrsaal durch seine sechs Säulen ungeeignet für die Bedürfnisse des Trachtenvereins ist.

 

Der Stadtrat Herr Ernst Böhm stellte den Antrag zur Geschäftsordnung den Tagesordnungspunkt 8 zu vertagen. Die Mehrheit konnte dem Vorschlag folgen.

 


Nach Sachvortrag und ausführlicher Diskussion beschloss der Stadtrat gegen vier Stimmen, die Entscheidung über die Räumlichkeiten für den Trachtenverein Straußdorf zu vertagen.