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TOP Ö 7: Informationen

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Sitzung:17.10.2019   KUSS/016/2019 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Der Vertreter der Verwaltung stellte dem Gremium das Präventionskonzept auf dem Grafinger Volksfest vor sowie die Erfolge die damit erzielt wurden.

 

Die Ausgangslage

Im Vorfeld erschienen in den Medien Veröffentlichungen wie „Macht das Grafinger Volksfest endlich zu“. Darauf wurde reagiert und verschärfte ordnungsrechtliche Maßnahmen eingeleitet.

 

Ordnungsrechtliche Maßnahmen

·      Bauzaun als sichere Grenze zu den S-Bahn-Gleisen

·      Alkoholverbot auf Zubringerstraßen und öffentlichen Plätzen rund ums Volksfestgelände

·      Mobile Polizeiwache in der Stadthalle, erhöhte Polizeipräsenz im und um das Gelände

·      Im Vorfeld Platzverbote/Betretungsverbote

·      Koop mit Bundespolizei und Bahnsicherheit

·      Infobrief an den Einzelhandel durch das Ordnungsamt

·      verstärkt Testkäufe

 

Außerdem wurde ein Runder Tisch gebildet mit dem Jugendpfleger der Stadt Grafing, der Caritas Fachambulanz für Suchterkrankungen, dem HaLT-Projekt, mit Jugendbeamten der Polizeiinspektion Ebersberg und dem KJA Team Jugendhilfe im Strafverfahren/Präventive Jugendhilfe. Gemeinsam wurde ein Präventionskonzept erarbeitet.

 

Mit dem Präventionskonzept auf dem Grandauer Volksfest soll erreicht werden,

·      mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen Volksfestbesuchern ins Gespräch zu kommen,

·      ihre Konsummuster insbesondere bzgl. Alkohol kritisch zu reflektieren,

·      sie über die Gefahren insbesondere von übermäßigem Alkoholkonsum aufzuklären,

·      damit auch eine gewisse Warnung zu verbinden,

·      sich um solche jungen Volksfestbesucher zu kümmern, die bereits erkennbar betrunken ankommen oder gebracht werden.

 

Umsetzung

Es wurde ein Vortreffen mit der Bürgermeisterin, Ordnungsamt, Festwirten, Vertretern der Schausteller, Freiwillige Feuerwehr als Barbetreiber, Brauerei, Polizei, KJA und der Sicherheitsfirma organisiert.

 

Darüner hinaus wurde ein Elterbrief versandt. Er ging an 805 Familien und dabei wurden ca. 1.400 Kinder und Jugendliche im Alter von 12–17 Jahren erreicht. Dies entspricht etwa 10% der Einwohner/innen von Grafing.

 

Ein Container mit Bistrocharakter – als Anlaufstelle für Jugendliche vor dem Volksfest –wurde organisiert durch die Jugendpflegern aus Grafing, Ebersberg und Vaterstetten. Beteiligt waren außerdem das Jugendforum, KJA, JuHIS, JuSch, Gesundheitsamt, Schülercafe Chaxter sowie eine Suchtpräventionsfachkraft und HaLT-Mitarbeiter.

Besonderes Augenmerk wurde auf folgende Tage gelegt: Anstich/Eröffnung, Abend vor dem Vatertag und auf den Freitag vor dem letzten Wochenende.

Der Container mit Bistrocharakter war an diesen drei Tagen von 16:00–23:30 Uhr durchgehend belegt. Es gab kostenfreie Getränke, Süßigkeiten und Brotzeiten. Dazu außerdem Freichips, Give-Aways und Präventionsmaterial.

 

Es standen drei Alkomaten mit 300 Mundstücken zur Verfügung.

 

Fazit zum Container

 

·      Besucher*innen wurden zu Multiplikator*innen.

·      Container wurde zur festen Anlaufstelle!

·      Beratung auch zu anderen Themen, z. B. Liebeskummer.

·      Praktisch keine Schlägereien mehr.

·      Sehr wenige alkoholbedingte Ausfälle (1).

·      Fast keine Spirituosen zum Vorglühen.

 

In der anschließenden Diskussion wurde darum gebeten die Kosten für das Projekt dem Stadtrat vorzulegen.