Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Stadtwerke Grafing b.München als Eigenbetrieb,
Gewinn-/Verlustverwendungsbeschluss für Vorjahresverluste

BezeichnungInhalt
Sitzung:08.10.2019   StR/066/2019 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Beschlussvorlage wurde am 30.09.2019 in das Gremieninfo eingestellt. Der Stadtkämmerer erläuterte den Sachverhalt.

 

Bei den Stadtwerken sind gemäß § 8 Abs. 2 der Eigenbetriebsverordnung (EBV) Verlustvorträge, die nicht durch zwischenzeitlich erwirtschaftete Gewinne getilgt wurden, nach 5 Jahren auszugleichen.

 

Vorjahresverluste können, soweit sie nicht aus Haushaltsmitteln der Stadt ausgeglichen werden, durch Abbuchung aus den Rücklagen vorgenommen werden. Hierzu muss eine entsprechende Eigenkapitaldeckung vorhanden sein. Konkret geht es hier um einen Verlustausgleichsbetrag von 128.409,01 EUR. Eine Abbuchung von den Kapitalrücklagen wäre bei den Stadtwerken Grafing mit der Kapitalrücklage von 9.850.231,67 EUR, bei einem Gesamtkapital von 11.856.610,29 EUR einfach möglich.

 

Der Verlustausgleichsbetrag von 128.409,01 EUR setzt sich wie folgt zusammen:

 

·     Wirtschaftsjahr 2007   Ergebnis     –35.920,72  Verlustvortrag €   35.920,72

·     Wirtschaftsjahr 2008   Ergebnis  € –106.608,68  Verlustvortrag € 142.529,40

·     Wirtschaftsjahr 2009   Ergebnis     +47.270,61  Verlustvortrag €   95.258,79

·     Wirtschaftsjahr 2010   Ergebnis     –31.683,34  Verlustvortrag € 126.942,13 

·     Wirtschaftsjahr 2011   Ergebnis       –1.466,88  Verlustvortrag € 128.409,01

 

Der Jahresgewinn des Wirtschaftsjahres 2009 in Höhe von 47.270,61 EUR wurde bereits vollständig zur Tilgung von Verlustvorträgen verwendet.

 

Die Verwaltung schlägt vor, den aus dem Jahre 2011 verbleibenden Verlustvortrag von 128.409,01 EUR durch Abbuchung von der Kapitalrücklage auszugleichen.

 

In der anschließenden Diskussion kritisierte der Stadtrat die verspätete Abgabe der Jahresabschlüsse. Der Stadtkämmerer betonte, dass die Wirtschaftsprüfer seit Jahren unter einem Personalnotstand leiden.

 

Die spätere Abgabe der Jahresabschlüsse wirkt sich nicht auf die Gebühren  aus. Der Stadtrat ermahnte die Verwaltung, die Organisation zum Jahresabschlüsse schneller zu erstellen.

 


Nach Sachvortrag und Diskussion beschloss der Stadtrat einstimmig, den Ausgleich des nach Abzug von Folgegewinnen verbleibenden Verlustvortrags aus dem Jahre 2011 in Höhe von 128.409,01 EUR von der Kapitalrücklage im noch offenen Wirtschaftsjahr 2017 vorzunehmen.