Tagesordnungspunkt

TOP Ö 6: Antrag von B90/Die Grünen, Ortsverband Grafing zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vom 21.05.2019

BezeichnungInhalt
Sitzung:30.07.2019   StR/064/2019 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin stellte den Tagesordnungspunkt vor.

 

Antrag von B90/Die Grünen (Grafing) zur Verbesserung der Verkehrssicherheit vom 21.05.2019

Immer mehr Menschen in Grafing nutzen Alternativen zum Auto und wir GRÜNE wünschen uns Verbesserungen bezüglich der Verkehrssicherheit von Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrern, aber auch Fußgängerinnen und Fußgängern.

Folgende Punkte gilt es zu verbessern:

1. Das Linksabbiegen ist für Radfahrer auf der Aiblinger Straße fahrend in Richtung Haidlinger Weg / Am Feld sehr gefährlich. Die Sicht auf entgegenkommende Fahrzeuge ist durch die scharfe Rechtskurve in Verbindung mit dem zukünftigen Lärmschutzwall stark eingeschränkt.

Wir beantragen:

Die Entschärfung der Gefahr beim Linksabbiegen Aiblinger Straße in Haidlinger Weg / Am Feld für Radfahrer durch geeignete verkehrstechnische Maßnahmen wie beispielsweise eine Linksabbiegespur oder Verkehrsinsel (eventuell in Kombination mit Punkt 2).

2. Das Überqueren der Aiblinger Straße vom neuen Baugebiet Aiblinger Anger aus zur gegenüberliegenden Bushaltestelle ist gefährlich. Das Überblicken beider Fahrtrichtungen ist wegen der Kurvensituation in Verbindung mit der gefahrenen Geschwindigkeit nahezu unmöglich.

Wir beantragen:

Eine Herabsetzung der Geschwindigkeit und die Installation einer Querungshilfe zwischen Neubaugebiet Aiblinger Anger und Bushaltestelle.

3. Mehrere Stellen im Gemeindegebiet, an denen eine Ausfahrt oder Straße einen Radweg kreuzt sind für Radfahrer sehr gefährlich, da sie von Autofahrern oft übersehen werden und ihnen dann die Vorfahrt genommen wird.

Wir beantragen:

Den Rad- und Fußwegen folgend farbige Markierungen in Kreuzungsbereichen zu Aus- und Einfahrten von Parkplätzen und in Kreuzungsbereichen zu Straßen im gesamten Gemeindegebiet. Fahrradsymbole und Warnschilder sind ebenfalls an geeigneter Stelle anzubringen. Als Beispiel hierzu ist die Ausfahrt ALDI-Parkplatz oder Ausfahrt Rotter Straße 8 zu nennen.

Außerdem möge die Verwaltung prüfen, ob bei den Straßen, die herabgestuft wurden, beziehungsweise in Zukunft herabgestuft werden, eine Fahrbahn-Markierung/Linie (Fahrradstreifen oder gestrichelter Fahrradbereich) angebracht werden kann.

4. Die Verkehrsführung der Kreuzung Bahnhofstraße/Jahnstraße ist kompliziert und für alle Verkehrsteilnehmer fehlt eine Markierung zur eindeutigen Einordnung. So ist das Linksabbiegen für Radfahrer aus der Jahnstraße in die Bahnhofstraße sehr gefährlich, da es keine Einordnungshilfe oder Haltelinien gibt, an denen der Radfahrer sicher die Verkehrssituation überblicken kann. Ebenso ist das Linksabbiegen von der Bahnhofstraße in die Jahnstraße betroffen. Besonders für die Schüler*innen des Gymnasiums ist der Schulweg an dieser Stelle sehr gefährlich.

Wir beantragen:

Eine eindeutige Markierung von Haltelinien, eine eventuelle Fahrrad-Linksabbiegespur und eine Markierung zur Abgrenzung der Bushaltestelle.

5. Beim Warten vor den Bahnschranken sind Radfahrer*innen in der Regel irgendwo zwischen den wartenden PKWs nicht gut sichtbar aufgestellt. Eine deutliche Aufstellfläche und die Vorfahrt beim Starten nach dem Öffnen der Schranken helfen, die Radfahrer*innen zu schützen.

Wir beantragen:

Vor jeder Schranke an den drei Bahnübergängen in Grafing abmarkierte Aufstellflächen für Radfahrer*innen anzubringen.“

 

Mit Schreiben vom 21.05.2019 beantragten der Ortsverband und die Fraktion der Grünen in Grafing verschiedene Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit für Radlfahrer und Fußgänger.

 

Der Antrag umfasst Maßnahmen, die rein verkehrsmäßige Maßnahmen sind:

             auf der Aiblinger Straße,

             verschiedene Ausfahrten, die über Radlwege führen,

             die Prüfung auf Fahrradstreifen

             die Verkehrsführung an der Kreuzung Bahnhofstraße/Jahnstraße

             eine Aufstellfläche für Radfahrer vor Bahnschranken.

 

Der Antrag wird in der Verwaltung derzeit noch geprüft. Gespräche mit der Polizei und Ortsbegehungen haben bereits stattgefunden. Viele Fragen sind jedoch noch offen. Deshalb wurde der Tagesordnungspunkt auch Wunsch der Ersten Bürgermeisterin und ohne Diskussion verschoben.

 


Der Stadtrat beschloss auf Antrag der Ersten Bürgermeisterin, Angelika Obermayr einstimmig, den Tagesordnungspunkt auf eine Sitzung des Bau-, Werk- und Umweltausschusses nach der Sommerpause zu verschieben. Das städtische Ordnungsamt wird die verkehrsrechtlichen Maßnahmen bearbeiten und prüfen.