Tagesordnungspunkt

TOP Ö 9: Bauantrag zum Anbau eines Einfamilienhauses an ein bestehendes Wohnhaus auf dem Grundstück Fl.Nr. 628/12 der Gemarkung Nettelkofen (Wiesenweg 4)

BezeichnungInhalt
Sitzung:25.06.2019   BWUA/056/2019 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Antragsunterlagen und den Sachverhalt stellte der Vertreter der Verwaltung in der Sitzung dem Gremium vor.

 

Beantragt wird die Errichtung eines Einfamilienhauses als Anbau an ein bestehendes Gebäude.

 

Das Grundstück liegt im unbeplanten Innenbereich, der Antrag beurteilt sich daher nach § 34 BauGB. Die Umgebungsbebauung entspricht einem Allgemeinen Wohngebiet, die beantragte Wohnbebauung ist daher nach der Art der baulichen Nutzung zulässig (§ 34 Abs. 2 BauGB i.V.m. § 4 BauNVO).

 

Das Wohnhaus mit den Grundmaßen von 7,53 m × 12 m erreicht eine Grundfläche von 90 m² und gemeinsam mit dem Baubestand (bauliche Einheit) von 198 m². Das Vorhaben fügt sich damit auch in der notwendigen rechtlichen Gesamtbetrachtung hinsichtlich der verbleibenden Freiflächen im Verhältnis zur Umgebungsbebauung noch ein.

 

Die Wandhöhe beträgt 6,10 m und die Firsthöhe 7,47 m und bleibt damit innerhalb des Einfügungsrahmens.

 

Die Dachneigung von 20 Grad entspricht nicht der Dachgestaltungssatzung, die eine Mindestneigung von 22 Grad vorschreibt. Hier kann aber aufgrund der besonderen Situation, dem Anbau an ein eingeschossiges Gebäude, eine Befreiung erteilt werden.

 

Plangemäße Erschließung

Das Grundstück liegt im Geltungsbereich des übergeleiteten Straßenführungsplanes Schammach. Dieser setzt entlang der östlichen Grundstücksgrenze Straßenflächen mit einer Breite von 8,0 m fest, tatsächlich sind nur öffentliche Straßenflächen mit einer Breite von 3,0 m vorhanden. Die plangemäße Erschließung ist nur gesichert, wenn die Vorgaben des Straßenführungsplanes eingehalten werden.

 

Da im Geltungsbereich des Planes aber bereits von der festgesetzten Trassenführung abgewichen wurde und die geplante Schaffung einer Straßenverbindung zum Elkofener Weg nicht mehr beabsichtigt ist, reicht die Schaffung einer aus Gründen der Verkehrssicherheit (Rettungssicherheit) unverzichtbaren Mindestbreite von 4,50 m aus. Die plangemäße Erschließung setzt damit zumindest die Abtretung bzw. Zustimmung zur Widmung für einen 1,50 m breiten Grundstücksstreifen entlang der Ostgrenze des Grundstücks voraus.

 

Unter der Voraussetzung der Sicherung der Wegefläche auf die dargestellte Mindestbreite von 4,50 m wird die Befreiung von den Festsetzungen des Straßenführungsplanes hinsichtlich des Umfangs der straßenmäßigen Erschließung erteilt.

 

Hinweis:

Für das Einfamilienhaus sind 2 zusätzliche Stellplätze notwendig. Diese werden als offene Stellplätze nachgewiesen.

 


Nach Vorstellung der geplanten Baumaßnahme beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig dem Bauantrag zum Anbau eines Einfamilienhauses an ein bestehendes Wohnhaus auf dem Grundstück Fl. Nr. 628/12 der Gemarkung Nettelkofen (Wiesenweg 4), das gemeindliche Einvernehmen unter folgenden Maßgaben zu erteilen:

Abtretung eines ca. 1,5 m Straßengrundstücksstreifens bzw. Zustimmung zur Widmung zur Sicherung der plangemäßen Erschließung