Tagesordnungspunkt

TOP Ö 15: Kindertageseinrichtung;
Umbau einer Gewerbehalle zur Kinderkrippe;
Maßnahmenbeschluss

BezeichnungInhalt
Sitzung:25.06.2019   BWUA/056/2019 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin stellte den Tagesordnungspunkt in der Sitzung dem Gremium vor.

 

Rückblick

Lange Zeit wurde überlegt bis zur Fertigstellung des Kindergartens an der Forellenstraße eine Interimslösung zu schaffen. Die Überlegung gingen in Richtung Modullösung auf dem Forellenstraßen-Grundstück oder in der Aiblinger Straße beziehungsweise in Oberelkofen. Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss sah die Modullösung als ungeeignet und zu teuer an.

 

Anmietung einer Gewerbehalle in Grafing-Bahnhof

Stadtrat Josef Pollinger brachte schließlich die Idee ein, eine Gewerbehalle in Grafing-Bahnhof anzumieten und diese zu einem Kindergarten umzubauen. Eigentümer und Verpächter ist Familie xxx.

 

Im Erdgeschoss befindet sich ein Beerdigungsinstitut.

 

Im ersten Stock befindet sich eine leerstehende Fläche von 500 Quadratmeter. Heizung ist bereits vorhanden, ebenso WCs und verschiedene Räumlichkeiten. Es besteht die Möglichkeit, insgesamt drei Gruppen unterzubringen. Außerdem bietet sich Platz für Schlafräume, drei sanitäre Blöcke, Mehrzweckraum, Büro, Küche, Lager und Garderobe. Ein großer Garten ist vorhanden. Im Innenhof, rechts am Gebäude vorbei bieten sich viele Parkplätze. Der Bahnhof ist zu Fuß zu erreichen.

 

Die Verwaltung hat die Räumlichkeiten zusammen mit einem Träger (BRK) besichtigt und für geeignet befunden.

 

Umgebaut werden müsste darüber hinaus der Zugang. Bislang führt dieser über eine Wendeltreppe in den ersten Stock. Die Wendeltreppe ist jedoch für einen Kinderkrippenbetrieb ungeeignet. Deshalb müsste eine weitere Treppe mit integriertem Lift gebaut werden. Damit stehen zwei Fluchtwege zur Verfügung.

 

Die ersten Planungen wurden bereits durch ein Architekturbüro vorgenommen.

 

Standort als Dauerlösung

Da die Kosten des Umbaus höher liegen als gedacht, wird angeraten, keine Übergangslösung, sondern eine Dauerlösung in den Räumlichkeiten zu schaffen.

 

Ein weiteres Argument für eine Dauerlösung: Der Elisabeth-Kindergarten ist gefördert für vier Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen. Aber die tatsächliche Belegung ist: drei Krippengruppen und drei Kindergartengruppen. Damit müsste die Förderung zurückgezahlt werden, in Summe 200.000 EUR. Um das zu umgehen, müsste der Elisabeth-Kindergarten umstrukturiert werden in die ursprünglich geförderte Version: vier Mal Krippe und zwei Mal Kindergarten.

 

Diese Variante würde durch den neuentstehenden Kindergarten am Standort Grafing-Bahnhof möglich.

 

Kosten des Projekts

Erste Kostenschätzung für das Projekt „Umbau einer Gewerbehalle zur Kindertageseinrichtung“: 1,2 Millionen.

 

Weiteres Vorgehen

Die Verwaltung empfiehlt dem Bau-, Werk- und Umweltausschuss einen Maßnahmenbeschluss zur Umsetzung. Der Mietvertrag wird im nicht öffentlichen Teil der Sitzung besprochen.

 

Die Verwaltung stellt weiterhin den Bedarf fest und klärt die Machbarkeit mit der Kindergartenaufsicht. Eine Förderung muss beantragt werden.

 

In der anschließenden Diskussion wurden die Immobilien, sowie insbesondere deren Standort Grafing-Bahnhof als sehr gute Lösung gelobt.

 

Ein Ausschussmitglied wies darauf hin, dass der Verkehr in Grafing-Bahnhof zunimmt. Da der Spielplatz des geplanten Kindergartens eben genau an einer stark frequentierten Straße liegt, müsse über entsprechende Lärmschutzmaßnahmen nachgedacht werden.

 

Außerdem wurden Fragen nach der rechtlichen Konstruktion des Vertrags aufgeworfen: Mieten? Pachten? Erbpacht? Laufzeiten? Da die Stadt Grafing in fremden Grund investieren will, gilt es außerdem eine eventuelle Rückbauverpflichtung abzuklären.

 

Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss bat um einen Kostenvergleich: Was kosten der Umbau der Gewerbehalle, der Umbau Haseilthaus, der Neubau Forellenstraße und der Umbau Oberelkofen pro Quadratmeter Nutzfläche/pro Kind.

 

Sowohl die Investitionen, wie auch die laufenden Kosten sollen berücksichtigt werden.

 


Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss nahm die Vorplanungen zum Umbau einer Gewerbehalle zur Kindertageseinrichtung, sowie die Kostenschätzung in Höhe von 1,2 Mio. Euro zur Kenntnis und empfiehlt folgendes zum Beschluss:

 

Dem Vorhaben wurde einstimmig zugestimmt und die erforderlichen Maßnahmen zur Umsetzung sollen unverzüglich eingeleitet werden. Die Stadtverwaltung wird beauftragt, eine Trägerschaft zu verpflichten und die Erste Bürgermeisterin wurde ermächtigt, die notwenigen Architekten und Sachplaner-Leistungen stufenweise zu beauftragen.