Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Kulturkonzept Grafing im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung der Stadthalle – vorgestellt von Sebastian Schlagenhaufer

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.03.2019   KUSS/014/2019 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilte dem Leiter der Stadthalle, Herrn Sebastian Schlagenhaufer, das Wort. Dieser stellte den Tagesordnungspunkt dem Gremium vor.

 

Zunächst gab er einen Überblick über die momentane Situation in der Stadthalle. Mit 160 Veranstaltungen im Jahr sei die Auslastung gut. Geboten werden anspruchsvolle Kulturveranstaltungen, die dem Bildungsanspruch einer städtischen Einrichtung entsprechen. Momentan sind es nahezu ausschließlich professionelle Aufführungen.

 

Für die weitere Entwicklung der Kulturstätte unterstrich der Leiter zwei wichtige Kernpunkte: Die Stadthalle will sich künftig mehr für Vereine öffnen. Dazu soll die Gebührenordnung der Stadthalle geändert werden, um Vereinen eine Vergünstigung bei der Anmietung der Räumlichkeiten gewähren zu können. Ziel sei eine bessere Auslastung der Stadthalle.

 

Gleichzeitig soll es mit der neuen Gebührenordnung aber für kommerziellen Anbieter teurer werden, um eine höhere Kostendeckung bei Fremdveranstaltungen zu erreichen.

 

Der Stadthallenleiter wies darauf hin, dass es zur besseren Koordinierung aller Grafinger Veranstaltungen sinnvoll sei, ein Kulturbüro zu etablieren.

 

Die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Stadthalle wurden vom Gremium mit großem Interesse aufgenommen. So erkundigten sich einige Ausschussmitglieder nach Details zur Einbindung der Vereine und zur Etablierung eines Kulturbüros. Die weitere Planung dahin gehend läuft jedoch noch. Vorgeschlagen wurde, dass der Leiter der Stadthalle an der Kartellsitzung der Vereine im November künftig teilnimmt.

 

In der weiteren Diskussion wurde nach den laufenden Unterhaltskosten und den geplanten Investitionen in der Stadthalle gefragt. Die Erste Bürgermeisterin erklärte, dass wieder rund 200.000 EUR im Haushalt 2019 für die Stadthalle eingeplant sind. Die Ausgaben umfassen vorwiegend Personalkosten und Instandsetzung. Große Investitionen mit Umbauten seien nicht geplant.

 

Anlass zur Kritik gaben die sanitären Einrichtungen und die Elektrik in der Stadthalle. Besonders die Künstlertoiletten wurden von einigen Ausschussmitgliedern bemängelt. Ebenso die fehlende Barrierefreiheit in der Stadthalle, insbesondere im Hinblick auf die Fluchtwege. Ein Stadtrat schlug vor, die Sachlage weiter im Bau-, Werk- und Umweltausschuss zu beraten. Die Erste Bürgermeisterin gab jedoch zu bedenken, dass keine weiteren finanziellen Mittel etwa für eine Toilettensanierung zur Verfügung stünden.

 

Hinsichtlich der Bilanz der Stadthalle konstatierte ein Ausschussmitglied, dass Veranstaltungen, die mehrere tausend Euro Defizit brächten, künftig nicht mehr stattfinden dürften. Der Stadthallenleiter erklärte, dass seit seiner Amtszeit keine solchen Veranstaltung mehr angenommen und durchgeführt worden seien.

 

Darüber hinaus erkundigte sich ein Mitglied des Kultur-, Schul-, Sport- und Sozialausschusses nach den Möglichkeiten, im Dach der Stadthalle städtischen Wohnraum einzurichten. Dies jedoch sei nicht möglich. Im Übrigen werde auch das Dachgeschoss bei Veranstaltungen genutzt.

 

Abschließend wurde darum gebeten, dass die Stadthalle ihre Tore auch für Flohmärkte, Gemäldeausstellungen, Töpfermarkt etc. öffne.