Tagesordnungspunkt

TOP Ö 6: Liegenschaften;
Freibad Grafing;
Errichtung eines Anbaus an das Technikgebäude (Maßnahmenbeschluss)

BezeichnungInhalt
Sitzung:29.11.2018   BWUA/049/2018 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilte dem Stadtkämmerer das Wort.

Dieser erläuterte die am 21.11.2018 zur Verfügung gestellte folgende Beschlussvorlage:

 

Nach einer Begehung im Freibad Grafing durch das Ingenieurbüro für Arbeitssicherheit hat der zuständige Herr Weber Sicherheitsmängel im Freibad Grafing festgestellt. Sie wurden der Stadtverwaltung mit Schreiben vom 11.01.2018 zur Kenntnis gebracht.

 

Darin wurden folgende Dinge beanstandet:

1.    Säuren und Laugen werden nicht in getrennten Behältern gelagert. Es ist nur eine Auffangwanne vorhanden.

2.    Der Technikgang wird durch abgestellte Arbeitsgeräte stark eingeschränkt.

3.    Es gibt keinen Erste-Hilfe-Raum. Auf der vorhandenen Liege im Arbeitsraum wird aus Platzmangel Material, Arbeitskleidung, Privatkleidung und der Rettungsrucksack gelagert. 

4.    Aufgrund fehlender Lagerflächen müssen Arbeitsgeräte und Materialien auf Verkehrswegen und im Aufsichtsraum gelagert werden.

5.    Es ist kein WC vorhanden, das sich im Bereich des Aufsichtsraumes befindet. Außerdem fehlt es an einer wirksamen Lüftung.

6.    Der Wasserkocher im Aufsichtsraum ist aus Brandschutzgründen auf eine nicht brennbare Unterlage zu stellen.

7.    Es gibt keinen Pausenraum und keinen Umkleideraum für das Personal. Im Freibad sind 4 Frauen und 2 Männer beschäftigt. Bis zu 5 Mitarbeiter sind ständig vor Ort. Umkleide, Pause und Erste Hilfe erfolgen im Aufsichtsraum. Mitarbeiter werden während der Pause und beim Umkleiden im Aufsichtsraum von Besuchern gestört.

 

Die Mitarbeiter im Freibad bemängeln diese Situation bereits seit dem Umbau 2008. Es wurde aber bis dato keine Verbesserung vorgenommen. Sie favorisieren einen Anbau an das bestehende Gebäude mit einer damit verbundenen Vergrößerung der Aufenthalts- und Lagerfläche.

 

Bisherige Situation:

 

Der Anbau sollte auf der Nordseite erfolgen und eine Größe von 15 m x ca. 3 m haben. Als statisch vorteilhaft wird gesehen, dass sich unter dem Anbau der Keller befindet, in dem sich die Technik befindet.

 

Das technische Bauamt hat sich der Sache angenommen und nach einer Ortsansicht einen Vorschlag erarbeitet, der eine Lösung ohne Anbau vorsieht. Dabei würde das Behinderten-WC in den Bereich der WCs in den Umkleiden verlegt und damit wird mehr Platz im bestehenden Aufsichtsgebäude frei. Dies würde Kosten und Planungsaufwand sparen.

 

Dazu müsste die Anzahl der normalen Toiletten in den Umkleideräumen verringert werden. Bei den Damen wären nur noch zwei WC-Kabinen und bei den Herren nur das Behinderten-WC als Kabine vorhanden. Bei den Herren gäbe es außerdem vier statt 6 Urinale.

 

Vorschlag: 

WC Anlagen/Umkleiden:                                                           Aufsichtsbereich:

 

Allerdings sprechen die KOK-Richtlinien für den Bäderbau 2013 gegen diesen Vorschlag der Verringerung der normalen WCs. Danach müssen pro 1.000 m² Wasserfläche vier Sitze für Damen, zwei für Herren und zusätzlich 4 Urinale als WC-Anlagen vorhanden sein.

 

Danach ist dieser Vorschlag nicht umsetzbar und man muss doch über einen Anbau nachdenken. Bei einer weiteren Ortsansicht bestätigte Herr Stautner als leitender Mitarbeiter nochmals den Raumbedarf und den notwendigen Anbau. Auch die anwesenden Mitarbeiterinnen des Freibadteams unterstrichen die notwendige Verbesserung der sanitären und räumlichen Situation im Aufsichtsbereich des Freibads.

 

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Für den Umbau, der im Haushaltsjahr 2019 stattfinden soll, muss ein Maßnahmenbeschluss gefasst werden.

 

In der anschließenden Diskussion wurden die Baukosten mit voraussichtlich ca. 200.000 EUR beziffert.

Das Gremium regte an, dass die Verwaltung eine billigere Lösung (z.B. Container als „dauerhafte Übergangslösung“) prüfen solle

 


Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss beschloss einstimmig, den notwendigen Anbau an das Technikgebäude im Freibad im Haushaltsjahr 2019 umzusetzen. Das technische Bauamt wird mit der Umsetzung und der Prüfung einer „Container-Lösung“ beauftragt.