Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Kinderbetreuung;
weitere Enttwicklungsmöglichkeiten bei den Kinderbetreuungen

BezeichnungInhalt
Sitzung:09.10.2018   KUSS/014/2018 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilte dem Vertreter der Verwaltung das Wort.

Dieser erläuterte die folgende zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Für das Jahr 2018/2019 war es eine große Herausforderung, ausreichend Krippen- und Kindergartenplätze zur Verfügung zu stellen. Im Bereich der Schulkinderbetreuung gab es keine Probleme.

 

Um die Gruppenaufteilung für das Kinderhaus Forellenstraße gemeinsam mit allen Trägern von Kinderbetreuungseinrichtungen in Grafing zu planen, hat Bürgermeisterin Obermayr die Träger zur Kindergartenkonferenz am 19.09.2018 ins Rathaus Grafing geladen. Bis auf die Vertreterin der Katholische Kirche waren alle vertreten.

 

Anwesend waren:

Frau Obermayr, Herr Bauer, Frau Dierauff von der Stadtverwaltung

Herr Knöchel vom der Evangelischen Kirche

Herr Althoff und Frau Wolf vom BRK

Frau Klaffl von den kleinen Strolchen

Frau Fögler von der Waldinsel

 

Mit der Vertreterin der Regionalstelle der Katholischen Kirche werden dann noch eigens Gespräche geführt.

 

Ausgangssituation

Zum Schluss der Anmeldefrist wurden in diesem Jahr ein Bedarf für 38 Kindergartenkinder und 24 Krippenkinder festgestellt. Davon blieben 9 Kindergartenkinder mit dringendem Bedarf. Alle Krippenkinder mit dringendem Bedarf konnten untergebracht werden.

 

1.         Kindergartenkinder

 

Alle Kindergartenkinder mit dringendem Bedarf konnten zum September 2018 untergebracht werden, da nach Intervention des Landratsamtes 5 weitere Plätze in Katholischen Kindergärten aufgetan wurden (zwei in „St. Elisabeth“, zwei in „Maria Stern“ und einer in „St. Margareth“), ein weiterer Platz wurde durch einen Wegzug in der Rappelkiste frei.

 

Vier weitere Kinder können bis zum Jahresanfang 2019 warten. Zwischenzeitlich wurde ein Gruppenraum in Straußdorf im 1. OG des alten Schulhauses geschaffen. Dort soll die Einrichtung der Katholischen Kirche „St. Magareth“ um eine Gruppe erweitert werden, wobei hier aber noch die Gespräche mit der katholischen Regionalstelle abgewartet werden sollen.

 

Im Herbst 2019 möchte die Stadt einen Kindergarten mit zwei Gruppen in Oberelkofen eröffnen. Träger wird die Evangelische Kirche sein. Dort können 48 Kinder untergebracht werden. Darunter auch einige Kinder unter zwei Jahren.

 

Mitte des Jahres trat der Bebauungsplan für das Kinderhaus Forellenstraße in Kraft. Die Gebäude-Planungen haben bereits begonnen, mit einer Fertigstellung der Einrichtung ist bis 2022 zu rechnen. Die Trägerschaft wird das Bayerische Rote Kreuz übernehmen, wobei man als ideale Einrichtung ein Kinderhaus mit zwei Krippengruppen, zwei Kindergartengruppen sowie einer Hortgruppe sieht. Damit wäre der Bedarf von rund 70 Kindern gedeckt. Auch eine Einrichtung mit insgesamt 6 Gruppen ist denkbar.

Insgesamt gibt es derzeit in Grafing 407 Kindergartenplätze. Außerhalb von Grafing sind weitere 40 Kinder untergebracht.

Durch die Schaffung von Plätzen für Über-3-Jährige in Oberelkofen und Straußdorf können 2019/20 weitere 73 Kinder untergebracht werden. Mit Fertigstellung der Forellenstraße werden dann nochmals 50 Plätze geschaffen, so dass eine Anzahl von 520 Kindergartenplätzen erreicht wird.

Mit der Netz-für-Kinder-Einrichtung der „Kleinen Strolche“ wurden Gespräche geführt über einen Umzug in den Doblweg 23. Hier könnten eine Kindergarten- und eine Krippengruppe entstehen.

 

Durch diese Maßnahmen kann der Bedarf laut den Berechnungen des Hildesheimer Modells gedeckt werden.

 

 

2.         Krippen

 

Bei den Krippen wird ab 2019 mit einem Bedarf von 3 Gruppen  gerechnet, der dann auf diesem Niveau stagniert.

 

In Grafing gibt es bereits 104 Krippenplätze. 15 Kinder im Alter von unter drei Jahren werden vom Tage-Eltern-Service betreut. Nach dem Anmeldeschluss bestand schon für 2018/2019 ein höherer Bedarf, wobei Kinder in Einrichtungen außerhalb Grafings einen Platz gefunden haben bzw. Eltern ihre Anmeldung zurückgezogen haben. Trotzdem muss die Stadt hier tätig werden.

 

In St. Elisabeth wurde nach der Eröffnung eine Krippengruppe zu einer Kindergartengruppe umfunktioniert. Dies wiederspricht den Zuwendungskriterien der Regierung von Oberbayern und wurde nur vorübergehend geduldet. Die ursprünglich genehmigte Gruppenaufteilung mit vier Krippengruppen und zwei Kindergartengruppen muss wiederhergestellt werden. Auch das erhebliche Defizit könnte mit dieser Maßnahme sinken.

 

Dadurch würde sich die Anzahl der Kindergartenplätze um 25 verringern. Der Bedarf laut Hildesheimer Modell liegt aber im Bereich des Kindergartens mit 473 benötigten Plätzen ohnehin unter dem dann verfügbaren Angebot. Nach Fertigstellung der Forellenstraße würden dann noch 505 Plätze zur Verfügung stehen. Dies ist ca. eine (1) Gruppe mehr als notwendig.

 

Nachdem die Stadt das Haus am Dobelweg 23 gekauft hat, besteht hier die Möglichkeit, im Erdgeschoss eine weitere Krippengruppe einzurichten. Im Obergeschoss wäre Platz für eine zweite Kindergartengruppe.

 

Damit wäre der Bedarf von zwei der drei benötigten Krippengruppen gedeckt (1 St. Elisabeth, 1 bei den kleinen Strolchen und 1 bei einer weiteren Einrichtung, mit der noch Gespräche geführt werden müssen)

 

 

 

3.         Schulkinderbetreuung

  

Bisher gibt es drei Hortgruppen im Kinderhaus „Alte Villa“. Herr Knöchel vom Träger Evangelische Kirche kann sich den Hortbetrieb in der Wasserburger Str. weiter gut vorstellen und sieht die Entfernung von der Schule nicht als Nachteil. Pädagogisch sinnvoll ist auch ein durchgängiger Besuch der Krippe, des Kindergartens und des Hortes in der Wasserburger Straße. In dieser Einrichtung können 70 Kinder betreut werden.

 

Außerdem hat die Stadt noch ein Belegungsrecht von 10 Plätzen im Waldhort in Ebersberg, bei dem sich die Stadt bei der Einrichtung beteiligt hat und auch den Transport zum Hort finanziert.

 

Insgesamt können also 80 (70 + 10) Grundschulkinder bereits jetzt den Hort besuchen. Mit einer weiteren Gruppe in der Forellenstraße werden es 105 Kinder sein. 130 Kinder besuchen die Mittagsbetreuung, die vom Verein für die Grundschule Grafing betrieben wird. Diese wird mit dem Umbau der Grundschule ins Dachgeschoss der Grundschule ziehen.

 

Weitere 100 Kinder werden in den gebundenen Ganztagsklassen betreut. Zumindest auf einen Platz in einer offenen Ganztagsbetreuung sollen Kinder im Grundschulalter laut den Vorstellungen der Politik einen Anspruch bekommen.

 

Momentan werden also 310 der 450 Grundschulkinder nachmittags betreut. Allerdings werden nach den Prognosen die Schülerzahlen in der Grundschule steigen und aus Gesellschaftspolitischen Gründen der Betreuungsbedarf quantitativ zunehmen.

 

 

In der anschließenden Diskussion wurde nach dem angedachten und sicherlich teuren Umbau einer Krippengruppe in Maria Stern gefragt. Hier wurde seitens der Verwaltung argumentiert, dass man sich die katholischen Kindergärten als Träger genau überlegen müsse wegen der Personalkosten und dem sehr hohen Defizit. Außerdem herrsche bei der Regionalstelle permanenter Personalwechsel. Hier müsse dringend mit den Verantwortlichen geredet werden.

Ferner könne man seitens der Stadt mit einer Wohnungsvermittlung die bestehenden Probleme bei der Betreuer/innen-Personalakquise lindern.