Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Vereinswesen;
Antrag des Spielmannszug Grafing auf Übernahme der Kosten für die Belegung in der Lagerhausstr. 17

BezeichnungInhalt
Sitzung:09.10.2018   KUSS/014/2018 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilte dem Vertreter der Verwaltung das Wort.

Dieser erläuterte die folgende zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Mit Schreiben vom 09.04.2018 hat sich der Spielmannszug an die Stadt gewandt und beantragt die Übernahme der im Benutzungsvertrag mit der Stadt festgelegten Kosten für die Nutzung der Räume in der Lagerhausstraße 17.

 

Die Mutzungen der Lagerhausstraße 17 wurden im Frühjahr dieses Jahres erstmals durch Benutzungsverträge geregelt. Die einzelnen Vereine erhielten deswegen Vertragsentwürfe, die dann noch auf die Bedürfnisse der einzelnen Vereine abgestimmt wurden. So bezeichnen sich die Nutzer des Gemeinschaftsraums im 2. OG – Spielmannszug, Alpenverein und Stadtkapelle –, in Bezug auf die Belegung des Gemeinschaftsraums als Nutzergemeinschaft.

 

Die Lagerhausstr. 17 wird von folgenden Vereinen genutzt:

  1. Der Alpenverein nutzt die Kletterhalle (Dach), ein Büros (1. OG) und den Gemeinschaftsraumes (2. OG) sowie einen Archivraumes im Keller.
  2. Der Spielmannszug nutzt den Gemeinschaftsraum (2. OG)und einen Kellerraum.
  3. Die Stadtkapelle nutzt den Gemeinschaftsraum (2. OG)und einen Kellerraum.
  4. Die Liedertafel nutzt den Vereinsraumes im 1. OG.
  5. Die Grafinger Veteranen nutzen ebenfalls den Vereinsraum im 1. OG.
  6. Der Burschenverein nutzz den Vereinsraum im 1. OG. (Dieser hat die Nutzung zwischenzeitlich wieder aufgegeben)
  7. Der Vdk nutzt ebenfalls den Vereinsraum im 1. OG

 

Weitere Nutzer sind

die Jugendpflege (Chaxter),

die Tauschzentrale (hier bleibt das Mietverhältnis im EG bestehen)

und die VHS mit einem Archivraum im Keller.

 

Bei der Nutzung der Jugendpflege ist die Stadt selbst Nutzer, für die Nutzung der VHS im Keller muss noch ein Benutzungsvertrag erstellt werden.

 

Insgesamt befinden sich 7 Vereine, die Jugendpflege, die Tauschzentrale und die VHS in diesen Räumen. Die Lagerhausstraße wurde nach und nach renoviert und wurde ein richtiges Haus der Vereine. Früher hat sich in den Räumen eine Backstube befunden, die aber insolvent war. Gekauft wurde das Haus als Ruine im Zuge der Renovierung des Bahnhofsplatzes.

 

Im Benutzungsvertrag wurde den Vereinen die Verkehrssicherungspflicht übertragen, was diese aber zumindest beim Winterdienst nicht regeln können. Deswegen übernimmt der Bauhof den Winterdienst. Dies wird im Benutzungsvertrag insoweit berücksichtigt als die Verkehrssicherungspflicht auf das Gebäude beschränkt bleibt.

 

Spielmannszug, Stadtkapelle und Alpenverein haben Stühle und Tische gekauft und ein Beamer unter der Decke mit Steuerungseinheit eingebaut. Auch einige Umbauten in dem Gemeinschaftsraum sowie die Kletterhalle im Dachgeschoss wurden selbst finanziert.

 

Der Alpenverein übernimmt die Reinigungskosten im Treppenhaus und für die Kletterhalle sowie den Gemeinschaftsraum im 2. OG. Auch das sonstige Verbrauchsmaterial wie  Handtücher werden vom Alpenverein besorgt.

 

Weiter betreibt die Firma Rothmoser im Keller ein BHKW mit 2 Gasmotoren und einer Trafostation auf einer Fläche von 90 m². Der Vertrag wurde 2003 auf 25 Jahre abgeschlossen. Der Mietzins beträgt 225 € pro Monat. Die Miete wird durch einen kapitalisierte Einmalzahlung in Höhe von 30.053,65 € (RBWF 14,093945) abgegolten.

 

Seit dem Kauf im Jahre 2004 wurden 391.761,– € in den Ausbau der Lagerhausstraße investiert. 

 

Durch die Benutzungsverträge werden die Nebenkosten der Lagerhausstraße auf die Nutzer umgelegt. Den größten Anteil trägt davon die Tauschzentrale, die auf einer Fläche von 130 m² im Erdgeschoss Kleidung von Bürgern annimmt und sie günstig zum Kauf anbietet. Die abgebende Person erhält 90% der Einnahmen 10% verbleiben bei der Tauschzentrale, die am Jahresende für soziale Zwecke spendet.

 

Früher war die Tauschzentrale in einer ehemaligen Schreinerei in der Frühlingstraße untergebracht. Die Miete haben sich damals die Stadt und die Elterngemeinschaft als Träger der Tauschzentrale geteilt. Den auf die Elterngemeinschaft entfallenden Mietkostenanteil zahlt der Verein nun an die Stadt.

 

Auf den Spielmannszug entfallen 50,– € pro Monat, also 600,– € pro Jahr. Diese kann der Verein nach eigenen Angaben nicht aufbringen. Man finanziert sich durch die Gagen für die Auftritte und einem alle zwei Jahre stattfindenden Südtiroler Weinfest. Von der Stadt erhält der Verein einen jährlichen Zuschuss von 250,– €. Auch beim Volkstrauertag ist der Verein vertreten.

 

Der Verein wurde 1953 gegründet und nimmt seitdem am Einzug zum Oktoberfest teil. Mitgliedsbeiträge werden nicht erhoben. Kleidung und Instrumente werden aus den Gagen finanziert und den Vereinsmitgliedern zur Verfügung gestellt. Der Verein investiert viel Energie in seine Jugendarbeit.

 

Die Verwaltung hält den Verein für einen wichtigen Bestandteil des kulturellen Lebens in Grafing. Der Verein hat 2002 einmal einen Zuschuss für die Neuausstattungen mit Uniformen in Höhe von 2.500 € beantragt. Deswegen soll der Mietanteil als Zuschuss übernommen werden.

 


Der Kultur-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss beschloss einstimmig, dem Spielmannszug Grafing einen Zuschuss für die Vereinsarbeit in Höhe von künftig jährlich 600 € zu gewähren.