Tagesordnungspunkt

TOP Ö 8: Erweiterung des Gewerbegebietes Schammach;
Erschließungsmaßnahmen Straße, Wasser, Abwasser;
Mehr- und Nachtragskosten

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.06.2018   BWUA/045/2018 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilte der Vertreterin des technischen Bauamtes das Wort.

Diese erläuterte die folgende am 18.06.2018 zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Der Stadtrat beschloss in seiner Sitzung am 06.03.2018 die Bauleistungen an die Firma Zosseder GmbH mit einer Vergabesumme von insgesamt 2.050.754,86 EUR brutto zu vergeben. Grundlage war die Entscheidung des Bau-, Werk- und Umweltausschusses vom 20.02.2018 für die Erschließung des Gewerbegebietes Schammach II und das Angebot der Firma Zosseder vom 05.05.2018.

 

Weiterhin beschloss der Stadtrat die Vergabe des Nachtrags 1 für das Absetzbecken an die Firma Zosseder gemäß Nachtragsangebot vom 02.03.2018 in Höhe von brutto 32.442,14 EUR. Zudem kam es bei der Ausführung zu Änderungen im Bereich der Dimensionierung der Regenwasserhausanschlüsse (Nachtrag 2):

 

Nachtrag 2 – Änderung RW Hausanschlüsse                                                                   24.090,18 EUR

Minderkosten – Hauptauftrag                                                                                              24.319,01 EUR

Summe gesamt für NT 2 (brutto)                                                                                            –228,83 EUR

 

Damit stellt sich die aktuelle Auftragssumme wie folgt dar:

 

Hauptauftrag                                                                                                                        2.050.754,86 EUR

Nachtrag 1 (Absetzbecken)                                                                                                  32.442,14 EUR

Nachtrag 2 (RW HA)                                                                                                                      –228,83 EUR

Beauftragte Auftragssumme (brutto)                                                                        2.082.968,17 EUR

 

Während der Bauausführung haben sich weitere Änderungen ergeben, die folgende Mehrkosten verursachen:

 

1. Wasserhaltungskosten

 

Bei den Ausgrabungen für den Kanal wurde entgegen der Angaben des Bodengutachtens, Grundwasser angetroffen. Dieses musste während der Ausführung des Kanals abgepumpt werden und verbrauchte bereits 480 Pumpenstunden. Es wird geschätzt, dass für die noch ausstehenden tiefen Ausgrabungen nochmals ca. 500 Pumpenstunden benötigt werden. Damit erhöht sich die Pos. 01.02.130 von 10 Pumpenstunden auf 1.000 Pumpenstunden.

 

990 h x 6,06 €/h = 5.999,40 EUR (netto)

Massenerhöhung Wasserhaltung (brutto)                                                                        7.139,29 EUR

 

2. Bodenarbeiten

 

Auf Grundlage des Bodengutachtens wurde angenommen, dass aus den neuen Versickerungsgräben brauchbarer Kies gewonnen werden könne, der für Auffüllzwecke im Straßenbereich verwendet werden könne (= Pos. 4.3.30, – 2.000 m³).

Nach dem aktuellen Stand kann der Kies leider nicht wiederverwendet werden, weil er zu bindig ist und deshalb abgefahren werden muss (= Pos. 4.3.10, + 2.000 m³). Diese 2.000 m³ fehlen nun in der Straßenauffüllung und müssen zugeliefert werden (= Pos. 3.3.160, + 2.000 m³).

 

Pos. 3.3.160 Zus. Lieferung                                      2.000,00m³ x 19,76 =                      39.520,00 EUR

Pos. 4.3.10   Zus. Entsorgung                                  2.000,00m³ x   8,20 =                      16.400,00 EUR

Pos. 4.3.30   Einbau                                                     2.000,00m³ x   5,86 =                    –11.720,00 EUR

Mengenverschiebungen Auffüllung (netto)                                                                  44.200,00 EUR

Mengenverschiebungen Auffüllung (brutto)                                                                 52.598,00 EUR

 

3. Entsorgungskosten (NUR Anmeldung des Tatsache)

 

Die Beprobung des ausgebauten Bankettmaterials der neuen Linksabbiegerspur ergab eine Belastungsklasse DK 0 (Deponieklasse 0). Die Firma Zosseder, welche selbst einen Entsorgungszweig betreibt, kann derzeit kein Angebot für die Entsorgung des Materials anbieten, da im Umkreis aktuell alle Deponien keine DK 0-Aushubmassen annehmen.

 

Die Entsorgungskosten können damit im Moment nicht genau beziffert werden. Aus Erfahrungswerten kann lediglich grob abgeschätzt werden:

 

150 t. x 60,00 EUR = ca. 9.000,00 EUR brutto

 

Damit ergibt sich eine Summe für den Nachtrag 3 von

 

Wasserhaltung                                                                                                                              7.139,29 EUR

Bodenarbeiten                                                                                                                            52.598,00 EUR

Entsorgungskosten                                                                                                                      9.000,00 EUR

Summe Nachtrag 3 (brutto)                                                                                                   68.737,29 EUR

 

Die Hauptauftragssumme erhöht sich um 4,9 v.H. in Summe über alle Nachträge und Mehrkosten, wie folgt:

 

Hauptauftrag                                                                                                                         2.050.754,86 EUR

Nachtrag 1 (Absetzbecken)                                                                                                   32.442,14 EUR

Nachtrag 2 (RW HA)                                                                                                                      - 228,83 EUR

Nachtrag 3                                                                                                                                     68.737,29 EUR

Neue beauftragte Auftragssumme (brutto)                                                             2.151.705,46 EUR

 

 

Abschließend wurde von Seiten der Verwaltung erläutert, dass es entsprechend dem Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz vom 19.06.2018 zu einer Änderung der Zuordnungswerte für Chlorid und Sulfat gekommen ist. Damit wird der Aushub wohl nicht in die Kategorie DK 0 fallen und es werden sich die Entsorgungskosten wahrscheinlich verringern.

 


Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss beschloss einstimmig, den Nachtrag Nummer 3 in Höhe von brutto 68.737,29 EUR und die damit verbundene Auftragserhöhung auf brutto 2.151.705,46 EUR an die Firma Zosseder GmbH aus 83549 Eiselfing zu vergeben.