Tagesordnungspunkt

TOP Ö 18: Gemeindliche Abwasserbeseitigung (Stadtwerke);
Sanierung / Erneuerung der Abwasserpumpstation bei Schammach;
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von Planungsalternativen und ggf. Änderung des Maßnahmenbeschlusses

BezeichnungInhalt
Sitzung:24.04.2018   BWUA/043/2018 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Beschlussvorlage lag den Stadtratsmitgliedern vor. Von der Vertreterin des technischen Bauamtes wurde das Wesentlichste kurz erklärt.

 

In der Sitzung des Bau-, Werk- und Umweltausschusses vom 24.10.2017 wurde das technische Bauprogramm zur Erschließung des Gewerbegebietes Grafing-Schammach II vorgestellt. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen, gemeinsam mit den Baumaßnahmen für die Erweiterung des Gewerbegebietes auch die Trinkwasserdruckerhöhungsanlagen und die Abwasserpumpanlage östlich des Gewerbegebietes Grafing-Schammach I zu sanieren bzw. zu erneuern.

 

Hierbei handelt es sich um bestehende Anlagen der gemeindlichen Entwässerung bzw. der gemeindlichen Trinkwasserversorgung, die unter anderem auch für die Ver- und Entsorgung des bestehenden Gewerbegebiets erforderlich sind. Altersbedingt steht eine Sanierung/Erneuerung dieser Anlagen an, die aus Gründen der Wirtschaftlichkeit möglichst zeitgleich mit den Erschließungsarbeiten für die Erweiterung des Gewerbegebietes erfolgen sollen.

 

Optional zur Sanierung/Erneuerung der Abwasserpumpanlage wurde die Errichtung eines Verbindungskanals zum bestehenden Freispiegelkanal im Schammacher Weg (neuer Bauhof) untersucht. Soweit eine Leitungsführung außerhalb der Straßenflächen (Schammacher Straße) möglich ist, wäre im Wirtschaftlichkeitsvergleich der Kanalbau vorteilhafter. Gelingt das nicht, wurde wegen der Mehrkosten beim Bau im Straßenkörper (Bauwasserhaltung und Entsorgung des Straßenaufbruchs) die Sanierung der Abwasserpumpanlage als wirtschaftlich günstigere Lösung ermittelt.

 

Nachdem keine Einigung mit den Eigentümern der Grundstücksflächen für die Leitungsführung des Verbindungskanals außerhalb der Straßenflächen erreicht werden konnte, wurde diese Variante nicht mehr weiterverfolgt.

 

Die Stadt Grafing b.M. hat mit Beschluss vom 28.11.2017 den Landkreis Ebersberg zum Umbau der Schammacher Kreuzung (Kreisstraßen EBE 8/EBE 13) mit einem Kreisverkehrsplatz ersucht. Nachdem vom Staatlichen Bauamt Rosenheim die Forderung eines Außendurchmessers von 40 m für den Kreisverkehr erhoben wurde, hat das Auswirkungen auf die Trinkwasserdruckerhöhungsanlagen und die Abwasserpumpanlage. Der vorhandene Schaltschrank müsste versetzt werden. Gleichzeitig ist die Lage des Pumpschachtes bzw. die Schachtabdeckung ungünstig im Straßenraum gelegen. Die Kosten für die Änderung der Ver- und Entsorgungsanlagen wären von der Stadt Grafing b.M. zu tragen.

 

Die Arbeiten im Bereich Trinkwasserdruckerhöhungsanlage und Abwasserpumpanlage sollen möglichst noch in diesem Jahr spätestens im Frühjahr 2019 ausgeführt werden.

 

Unter Berücksichtigung dieser geänderten Sachlage wurde das beauftragte Ingenieurbüro Roplan aus Rosenheim nochmals zur Fortschreibung der Wirtschaftlichkeitsvergleichsberechnung aufgefordert. Folgende Alternativen sind zu bewerten:

 

1.   Sanierung der Trinkwasserdruckerhöhungsanlage und Abwasserpumpanlage

- inkl. Versetzen des Schaltschranks

 

2.   Neubau der Abwasserpumpanlage

- inkl. Versetzen des Schaltschranks

- inkl. Sanierung Trinkwasserdruckerhöhungsanlage

 

3.   Neubau Freispiegelleitung für den Schmutzwasserkanal

- inkl. Sanierung Trinkwasserdruckerhöhungsanlage

- inkl. Neubau Schaltschrank für die Trinkwasserdruckerhöhungsanlage

- inkl. Rückbau der Abwasserpumpanlage

 

Ein Ausdruck der Präsentation ist Bestandteil dieser Niederschrift.

 


Nach Sachvortrag beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, wie folgt:

·      Die Abwasserpumpstation in Schammach stillzulegen.

·      Zur Abwasserbeseitigung von Schammach, Schammach I und Schammach II einen Freispiegelkanal bis zum Anschluss an den Kanal in Höhe des neuen Bauhofes zu errichten.

 

 

Anwesend 10

Die Ausschussmitglieder Herr Dr. Ernst Böhm und Herr Josef Pollinger haben den Sitzungssaal verlassen.