Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Neuerrichtung einer Ampelanlage in der Griesstraße;
Maßnahmenbeschluss

BezeichnungInhalt
Sitzung:20.03.2018   BWUA/042/2018 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Beschlussvorlage wurde mit der Ladung zur heutigen Sitzung in das Gremieninfo eingestellt. Vom Verwaltungsvertreter wurde das Wesentlichste nochmals kurz erläutert.

 

Mit Eröffnung der Ostumgehung wurde die Staatsstraße St 2080 im Bereich der Rosenheimer Straße und Griesstraße zur Ortsstraße herabgestuft.

 

Ortsstraßen sind gegenüber Staats- und Kreisstraßen aus verkehrlicher Sicht nachrangig. Die derzeitige Vorfahrtsregelung an der Einmündung Griesstraße und Glonner Straße wird deshalb durch die zuständige Verkehrsbehörde (Landratsamt Ebersberg) zu Gunsten der Verbindung Glonner Straße – Marktplatz geregelt. Die bestehende Fußgängerampel an dieser Stelle muss abgebaut werden, weil mit Änderung der Vorfahrt und Verbleib der Ampel ein Unfallschwerpunkt zu erwarten wäre (Verkehrsteilnehmer aus der Griesstraße hätten bei einer Grünphase nach nur wenigen Metern hinter der Ampel Vorfahrt zu achten).

 

Ursprünglich war vorgesehen, die Vorfahrt erst zu ändern, wenn abschließend über die Verkehrsregelung an der Kreuzung Rotter Straße/Marktplatz entschieden worden ist. Im Zuge des Neubaus des Kreisverkehrs Seeschneid mit Umleitung und höherer Verkehrsbelastung der überörtlichen Straßen (auch Glonner Straße) hat sich das Landratsamt Ebersberg dazu entschieden, die Vorfahrtsänderung im Vorfeld der Baumaßnahme im April vorzunehmen und die Ampel abzubauen.

 

Als Ersatz für die wegfallende Ampelanlage an der Glonner Straße wird eine neue Fußgängerampel in der Griesstraße vorgeschlagen, und zwar auf Höhe des öffentlichen Durchgangs zum Hans-Eham-Platz. Dieser Durchgang wird bereits heute u.a. von Bewohnern des Seniorenheims rege benutzt. Für eine zu errichtende Aufstellfläche und Sichtflächen müssten zwei Parkplätze bei der Bäckerei Hasi aufgelöst werden.

 

Ampel_Griesstr

 

 

Im Anschluss hinterfragte ein Ausschussmitglied, ob für die Neuerrichtung der Ampelanlage im Jahr 2018 Haushaltsmittel eingestellt wurden.

Vom Verwaltungsvertreter konnte die Frage während der Sitzung nicht beantwortet werden, es wurde aber zugesichert, die Antwort per E-Mail nachzureichen.

 

In der anschließenden Beratung wurde von einem Ausschussmitglied vorgeschlagen, anstelle einer neuen Ampelanlage in der Griesstraße einen Fußgängerüberweg zu errichten. Da auf Höhe des Kindergartens „Maria Stern“ bereits eine Ampelanlage existiert, fand es der Redner nicht sinnvoll, ein paar Meter weiter erneut eine Lichtsignalanlage zu errichten.

 

Ein weiteres Ausschussmitglied unterstütze wiederum die Haltung der Verwaltung und konnte den vorgeschlagenen Standort für eine neue Ampelanlage nur unterstützen, zumal es sich hierbei und die Verbindung zum Seniorenhaus handelt. Grundsätzlich stellte die Rednerin aber die Frage, ob man bei Änderung der Vorfahrt dann aufgrund des Verkehrsaufkommens überhaupt noch von der Griesstraße kommend in die Glonner Straße einbiegen kann.

 

Nachfolgend bezweifelte ein Redner, ob eine Ampelanlage auf Höhe des öffentlichen Durchgangs zum Hans-Eham-Platz von den Fußgängern aus der Glonner Straße kommend überhaupt angenommen wird. Laut Auffassung des Redners, geht dies völlig an den Bedürfnissen vorbei.

Ein weiteres Ausschussmitglied vertrat ebenfalls die Meinung, dass die Fußgänger von der Glonner Straße kommend nicht bis zur neuen geplanten Ampelanlage gehen werden und sprach sich aus diesem Grund gegen die Ampelanlage aus.

 

Von der Ersten Bürgermeisterin wurde in der weiteren Beratung davor gewarnt, die bestehende Ampelanlage ersatzlos abzubauen und plädierte beim Durchgang zum Hans-Eham-Platz eine neue Ampel aufzustellen. Es wurde weiter deutlich gemacht, dass es in der Verantwortung der Stadt liegt, für einen sicheren Überweg zu sorgen – ein Fußgängerüberweg an dieser Stelle ist nicht sicher.

 

Hinsichtlich der Vorfahrtsänderung wurden von einem Ausschussmitglied Befürchtungen dahingehend geäußert, dass dadurch mehr Verkehr im Bereich des Marktplatzes zu erwarten ist. Der Redner setzte sich dafür ein, auf Höhe des Rathauses einen Zebrastreifen zu errichten.

 


Nach Sachvortrag und ausgiebiger Diskussion beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss gegen 3 Stimmen, der Neuerrichtung einer Ampelanlage in der Griesstraße die Zustimmung zu erteilen.