Tagesordnungspunkt

TOP Ö 6: Verkehrsplanung und Straßenbau;
Regelung der Verkehrsführung zwischen Ebersberg und Grafing im Bereich der "Kapser Allee";
Information

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.12.2017   BWUA/039/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin berichtete von mehreren Besprechungen mit der Stadtverwaltung der Stadt Ebersberg hinsichtlich der Verkehrsregelung am sog. „Kapser Berg“ (Rosenheimer Straße in Ebersberg).

 

Die Problematik geht auf das Planfeststellungsverfahren für die B 304 neu (Südumgehung Ebersberg) zurück, bei der die Verbindungsstraße über Wiesham eine zentrale Bedeutung eingenommen hat. Nach langjährigen Auseinandersetzungen verständigten sich die Städte Ebersberg und Grafing darauf, dass diese Direktverbindung aufrechterhalten wird, jedoch so unattraktiv wie möglich gestaltet wird.

 

Der Planfeststellungsbeschluss für die B 304 neu führt dazu in der Begründung aus, dass diese Straße bis zur Realisierung der Ostumfahrung – bis dahin ist eine Anbindung der St 2080 an die B 304 neu vorgesehen – für den allgemeinen Fahrverkehr gesperrt wird. Nach Realisierung der Ostumfahrung und dem Wegfall der Anbindung ist jedoch der gemeindeverbindende Verkehr wieder möglich.

 

Nach Inbetriebnahme der B 304 neu im Dezember 2010 wurde nach Abstimmung der beiden Städte die Benutzung der „Kapser Allee“ auf den Anliegerverkehr beschränkt. Nach Übereinkunft der beiden Städte handelte es sich um eine Übergangsmaßnahme bis zur Umsetzung der Ostumfahrung. Nach der ausdrücklichen Erklärung der Stadt Ebersberg (26.09.2013) soll dann der Grenzverkehr wieder möglich sein. Bereits diese für die Übergangsphase nachvollziehbare Beschränkung hat für viel Aufregung in der Grafinger Bevölkerung gesorgt. Dabei wurde die spätere Öffnung stets zugesichert.

 

Die Stadt Ebersberg änderte dann – auch auf Drängen der Anlieger der Rosenheimer Straße in Ebersberg – seine Meinung. Auch nach Öffnung der Ostumfahrung hat die Stadt Ebersberg die Beibehaltung der „Anliegerregelung“ gefordert.

 

Zuletzt hat man sich mit der Stadt Ebersberg darauf verständigt, die Anliegerregelung vereinbarungsgemäß aufzugeben und damit die unbeschränkte Benutzung wieder zuzulassen. Die Stadt Grafing b.M. hat dabei zugesagt, in der Wasserburger Straße entsprechend der „Ebersberger Regelung“ in der dortigen Rosenheimer Straße verkehrsberuhigende Maßnahmen zu treffen („Tempo-30-Zone“). Das kommt den ohnehin bestehenden Bestrebungen der Verkehrsberuhigung in der Wasserburger Straße entgegen.