Tagesordnungspunkt

TOP Ö 8: Verkehrsplanung und Straßenbau;
Errichtung eines Verbindungsweges zwischen der Wasserburger Straße und der Münchener Straße;
a) Maßnahmenbeschluss
b) Abschluss eines Gestattungsvertrages mit der DB Netz AG
c) Antrag auf eisenbahnrechtliche Zulassung (§ 18 AEG)

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.12.2017   BWUA/039/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin erteilte dem Vertreter der Verwaltung das Wort. Dieser erläuterte folgende am 18.12.2017 zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Bei der Neubebauung der Grundstücke Fl.Nrn. 254 und 255 wurde von der Stadt die Errichtung einer Erschließungsstraße (im Lageplan grün dargestellt) gefordert, die im Westen am Bahngrundstück (Nähe Bahnübergang) endet. Dem liegt die Überlegung einer Querverbindung zwischen der Münchener Straße und der Wasserburger Straße für Fußgänger zu Grunde, die zu einer Verkürzung der Wegstrecke um ca. 100 m führt. Die Stichstraße wurde dann durch die Bauherren erstellt und wird auch als wichtige Abkürzung von der Bevölkerung als Durchgang benutzt.

 

 

Seit dem Jahr 2005 versucht die Stadt Grafing b.M., mit der Deutschen Bahn eine Einigung für den Bau dieser Fußwegeverbindung von der Wasserburger Straße zur Münchener Straße (und dann möglichst auch weiter bis zum Bahnhof Grafing-Stadt) zu finden.

 

Dieser Weg endet im Westen am Bahngrundstück Fl.Nr. 216 im Bereich des dortigen Bahnübergangs (Bahnstrecke Grafing-Wasserburg). Einer Fortführung des Wegs konnte die DB AG in den früheren Jahren aufgrund von damaligen Überlegungen für einen 2-gleisigen Streckenausbau leider nicht zustimmen. Nachdem aber ein (ungesicherter und unzulässiger) Fußgängerdurchgang in unmittelbarer Gleisnähe nicht mehr wirksam verhindert werden konnte, war aus Gründen der Verkehrssicherheit die Umsetzbarkeit eines gesicherten Fußweges nochmals zu prüfen.

 

Nunmehr wurde eine Lösung mit der DB Netz AG, I.NP-S-D MÜ(I), gefunden, die eine Umsetzung des Fußweges bis zum Haltepunkt Grafing-Stadt in Abschnitten erlaubt. Danach würde die Stadt Grafing b.M. jetzt in einem 1. Bauabschnitt über das Grundstück Fl.Nr. 216 der DB Netz AG bzw. den Grundstücken Fl.Nrn. 216/17, 216/18 und 291/2 des Freistaates Bayern einen asphaltierten Fußweg in einer Breite von 2 Meter errichten. Vor dort aus ist dann eine Querung der Fahrbahn möglich, da der Gehsteig auf der gegenüberliegenden Westseite hier nicht mehr durch ein Sperrgitter abgesichert ist. Der neu zu errichtende Fußweg wird mit einem Betonsteinpflaster befestigt und wird mit einem (Stabgitter-)Zaun übersteigungssicher gegenüber den Bahnanlagen abgegrenzt.

 

Die Realisierung des Wegs im weiteren Verlauf bis zum Bahnhof Grafing-Stadt ist derzeit noch nicht absehbar und vom Ausgang der Grundstücksverhandlungen abhängig.

 

Auf der Grundlage des vorbereiteten Gestattungsvertrags kann die Stadt Grafing b.M. dann die Planung des Gehwegs, die eisenbahnrechtliche Zulassung und letztendlich auch die Ermittlung der Kosten durchführen. Auf dieser Basis ist dann über die Durchführung der Baumaßnahme zu entscheiden.

 


Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss beschloss einstimmig, die Planung für den Bau eines Fußwegs vom östlichen Ende des „westlichen Stichweges der Wasserburger Straße“ (Fl.Nr. 255/4) bis zur Münchener Straße im Bereich des Bahngrundstücks Fl.Nr. 216 durchzuführen (Maßnahmenbeschluss).

 

Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss hatte Kenntnis vom Entwurf des Gestattungsvertrages vom 16.11.2016 zwischen der DB Netz AG und beschließt den Vertragsabschluss.

 

Auf der Grundlage der noch zu erstellenden Planung und dem Gestattungsvertrag ist die eisenbahnrechtliche Zulassung (§ 18 AEG) zu beantragen.