Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Barrierefreiheit in Grafing;
Beratung durch die Bayerische Architektenkammer

BezeichnungInhalt
Sitzung:23.01.2018   KUSS/011/2018 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilte dem Vertreter der Verwaltung, Herrn Bauer, das Wort.

Dieser erläuterte die folgende zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Der Stadtrat hatte sich bereits in seiner Sitzung vom 14.03.17 und 10.10.2017 mit der Barrierefreiheit in Grafing befasst. Bereits im März wurde folgender Beschluss gefasst:

 

Nach Sachvortrag und kurzer Aussprache beschloss der Stadtrat einstimmig, dem Antrag der CSU-Stadtratsfraktion zuzustimmen und unter Mithilfe von professioneller Beratung und einen ersten Maßnahmenplan zur Verbesserung der Barrierefreiheit, ergänzt um die Worte „im öffentlichen Raum“ zu erstellen. Das Ergebnis ist sodann dem zuständigen Ausschuss vorzustellen.

 

Nach einer ersten Besprechung am 02.08.2017 im Rathaus war Herr Gutjahr als Vertreter der Architektenkammer anwesend. Er ist Architekt und arbeitet seit ca. 10 Jahren für die Beratungsstelle für Barrierefreiheit der Architektenkammer Bayern.

 

Man vereinbarte für die interessierte Öffentlichkeit einen Spaziergang anzubieten, bei dem eine Achse zwischen Stadtbahnhof zum Marktplatz und zum Rathaus folgend, die fraglichen Punkte angesprochen werden sollten. Anschließend sollte der Weg zum Seniorenheim weitergeführt und nach einem Abstecher zur katholischen Kirche bei der Bücherei beendet werden.

 

Die Analyse des Ist-Zustands ist mit Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen. Insgesamt war aber schon bei der Besprechung klar, dass in Grafing schon viele Punkte abgearbeitet wurden, wie zum Beispiel die Querungshilfe am Marktplatz. Weitere Verbesserungsvorschläge waren: eine barrierefreie Toiletten, verbesserte Beschilderung etc.

 

Man wolle sich bei dem Stadtspaziergang vor allem auf die Innenstadt konzentrieren. In der Folge könnten man auch Bauprojekte oder gemeindeeigene Wohngebäude barrierefrei nachrüsten. Sinnvoll sei es auch, den Stadtplaner einzubinden. Es wäre möglich, das Projekt mit dem noch durchzuführenden ISEK zu verknüpfen und als Teilaspekt zu betrachten.

 

Der Stadtrundgang fand am Samstag, dem 04.11.2017 statt und sollte dann im nächsten Kulturausschuss besprochen werden. Zuletzt wäre die weitere Vorgehensweise zu beschließen. So könnte zum Beispiel ein Maßnahmenplan durch den Ausschuss erarbeitet werden. Die Verwaltung erhoffe sich für heute vom Gremium eine Art Prioritätenliste bzw. einen Beschluss für das weitere Vorgehen.

 

In der anschließenden Dsikussion wurden beispielsweise folgende wünschenswerte Änderungen vorgetragen, die vor allen Dingen Menschen (Fußgängern) mit eingeschränkter Bewegungsfähigkeit zu Gute kommen sollten:

 

  • Bankerl mit Lehne am Bahnhof
  • entsprechende Schilder austauschen
  • Ampelschaltung
  • zumindest ein sicherer Übergang Rotter Str / Lederergasse / Münchner Str. ( z.B. bei Gaststätte Mocca)
  • Reparatur Aufzug Tiefgarage Krikor
  • in die Lederergasse keine Autos raus, sondern nur einfahren
  • barrierefreier Bahnhof
  • Umbau Gartenstr./Marktplatz muss Barrierefreiheit beinhalten
  • Fußgänger-Leitsystem, angefangen schon in der Tiefgarage
  • vom Bahnhof aus die ganze Bahnhofstr. entlang gleichberechtigter Gehweg mit  widerstandsfreier Rollbahn 
  • Vorbild kommunale Gebäude (z.B. Eingangstüre Kasse nach innen zu öffnen, Entfluchtung Stadthalle, barrierefreie Umsetzung des Schulausbau)

 


Der Kultur- und Schul-, Sport- und Sozialausschuss beschloss einstimmig:

·         die Verwaltung prüft zunächst intern, was an Maßnahmen sofort und selbst umsetzbar ist und führt diese auch aus

·         für alle anderen (größeren) Maßnahmen wird ein externes Büro mit der Erstellung einer Prioritäten-Liste unter Einbeziehung der örtlich Aktiven und einer Kostenschätzung beauftragt.