Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Vertiefte Berufsorientierung;
Entscheidung über die Übernahe der Kosten

BezeichnungInhalt
Sitzung:12.12.2017   KUSS/010/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilte dem Vertreter der Verwaltung, Herrn Bauer, das Wort.

Dieser erläuterte die Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Bereits seit dem Schuljahr 2013/2014 findet einmal im Jahr die vertiefte Berufsorientierung Kirchseeon (BOK) durch das Berufsförderungswerk München  und das Berufsförderungswerk St. Zeno in Kooperation mit der Kreishandwerkerschaft Ebersberg, dem Schulamt Ebersberg und der Bundesagentur für Arbeit statt. 

 

Inzwischen hat sich die BOK erfolgreich positioniert, der erforderliche jährliche Antrag an die Kommunen zur Kostenbeteiligung beinhaltet für die Durchführung von BOK jedoch eine größere finanzielle Sicherheit. Der Landkreis Ebersberg bittet, eine grundsätzliche Entscheidung für die Finanzierung des Projekts zu überdenken. Ferner sichert dies eine Teilnahme der Gemeindeschüler, da kein Anspruch auf Teilnahme besteht.

 

Der Erfahrungsbericht zum Schuljahr 2016/2017 liegt vor und stellt sich wie folgt dar:

 

Das „Leuchtturmprojekt BOK hat sich im Landkreis etabliert, es wird bereits als fester Bestandteil unserer Bildungslandschaft wahrgenommen. Die seit Beginn gewonnenen Erfahrungswerte werden stetig in den Projektablauf integriert und der Unterricht praxisorientierter. Das zeigt sich vor allem bei den qualifizierenden Berufen wie Elektronik und IT. Ebenso können gerade die Berufsfelder, bzw. Berufe mit hohem Niveau für alle Schüler, unabhängig ihrer Schullaufbahn, in einem geschützten Umfeld geöffnet und ausprobiert werden. Dies stärkt die Schüler bei der Sicherheit für ihre Berufswahl. Das zeigt sich auch in der Berufsinfomesse, durch inzwischen gezieltere An-/Nachfragen der Schüler bei den Betrieben. 

 

Die Verbindung von BOK mit der individuellen Beratung unserer Bildungsträger (bfw/bbw/Kreishandwerk) hat die Anzahl der Ausbildungsabbrüche nachweislich reduziert. In der Kreishandwerkerschaft Ebersberg, wo die Abbrüche des Landkreises Ebersberg im Handwerk eingehen, liegt die Anzahl der Ausbildungsabbrüche bei ca. 10 Stück im Jahr, also unter dem bayernweiten Durchschnitt von ca. 30%. Wobei zu beachten ist, dass viele in ihrem Ausbildungsberuf bleiben und nur den Betrieb mit Hilfe der Kreishandwerkerschaft wechseln. 

 

Um das Angebot für unsere Mittelschüler weiter zu erhalten, bittet man um einen Grundsatzbeschluss zur Kostenübernahme. Als Berechnungsgrundlage dient der Erfahrungswert der Vorjahre von 200 € pro teilnehmendem Schüler. Ferner ist zu beachten, dass die Kosten jährlich je nach Teilnehmerzahl schwanken können.

 

2016 hat die Stadt Grafing beispielweise 4.400 EUR für 22 Schüler übernommen.

Der Betrag von 200.– EUR, aber auch die Anzahl der Schüler, könne sich nach oben verschieben.

 

In der anschließenden Diskussion wurde zwar die Sinnhaftigkeit des Projektes herausgestellt, die Kosten jedoch eher von staatlicher Seite zu tragen wären. Auch war man skeptisch, dass es bei den 200.– EUR/Teilnehmern bleiben werde.

 

Die Sitzungsleiterin schlug vor, dass man bei einer Steigerung von mehr als 10% wieder das zuständige Gremium befragen werde.

 

Ferner wurde noch dafür plädiert, dass man gegenüber den teilnehmenden Schülern diese Förderung als eine durch Steuergeld finanzierte Unterstützung kommunizieren möge und künftig bei der Regierung von Oberbayern eine (Teil-)Übernahme der Kosten anregen solle.

 


Der Kultur-, Sport-, Schul- und Sozialausschuss beschloss einstimmig als Sachaufwandsträger der Mittelschule, die Kosten am Projekt BOK entsprechend der teilnehmenden Schülerzahl zu übernehmen.

Im März des jeweiligen Jahres soll eine schriftliche Bestätigung der Kostenübernahme an den Projektträger erfolgen.