Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Dynamische P+R-Information;
Maßnahmenbeschluss zur Teilnahme am Pilotprojekt des MVV

BezeichnungInhalt
Sitzung:28.11.2017   BWUA/038/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin erteilte dem Vertreter der Verwaltung das Wort. Dieser erläuterte die am 20.11.2017 zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Der MVV München hat ein Pilotprojekt zur Umsetzung in 2018 vorgestellt, wonach in vier Städten und Gemeinden mir P+R-Parkplätzen Parkplatzdetektoren und Anzeigegeräte über freie Parkplätze installiert werden sollen.

 

Das Projekt wird zu ca. 70% staatlich gefördert.

 

Neben einer Verarbeitung der Kapazitätsdaten in der MVV-App besteht der Sinn für die Städte und Gemeinden hauptsächlich darin, den Autofahrern frühzeitig zu signalisieren, welche Parkplätze belegt sind und wo noch Kapazitäten frei sind. Damit könnten Suchfahrten vom Parkplatz Ost zum Parkplatz West bzw. das Parken auf den Randstreifen, vermieden werden. Auch in Grafing-Stadt macht eine solche Anzeige Sinn, damit bei Vollbelegung in Grafing-Bahnhof ggf. der P+R-Parkplatz Grafing-Stadt angefahren werden kann.

 

Insgesamt wären 4 Parkflächen anzuzeigen (West, Ost1, Ost2, Ost3/Mehrtagesparker). Für Informationstafeln sind ca. 5 Standorte vorgesehen, die alle an Kreis- oder Staatsstraßen liegen. Eine grundsätzliche Zustimmung des Straßenbauamtes Rosenheim und des Landrats­­amtes Ebersberg liegt vor, wobei die genauen Standorte noch zu klären sind.

 

Vorentwurf Übersichtskarte Standorte:

 

Standorte_P+R_Anzeige-1             Standorte_P+R_Anzeige-6

 

Der MVV München wird einen Fachprojektanten beauftragen, der – nachdem die teilnehmenden Städte und Gemeinden und die Ausstattungsvarianten feststehen – die Ausschreibung vornehmen und die Förderanträge stellen wird.

 

Der MVV hat zur ersten Kostenschätzung eine Bieteranfrage durchgeführt, wonach sich folgende maximale Kosten ergeben:

 

Kosten für Detektion: 40.000 EUR

Kosten für fünf Anzeigegeräte: 50.000 EUR

Hinzu kommen die Kosten für Tiefbaumaßnahmen, die erst nach Festlegung der Ausführung (Strom/Solar/Fundamentierung) und der Standorte konkret geschätzt werden können.

 

Der Eigenanteil für die Stadt beträgt je nach Höhe der Förderung 25–30% der Gesamtkosten. Die Betriebskosten in den nächsten 10 Jahren betragen geschätzt noch einmal den Betrag des Eigenanteils.

 

Im Anschluss daran erteilte die Sitzungsleiterin dem anwesenden Vertreter des MVV München Bereich Konzeption, Herrn Alfred Ismair, das Wort.

Dieser erläuterte das Pilotprojekt anhand einer Präsentation, die Bestandteil der Niederschrift ist.

 

In der anschließenden Diskussion wurde die Wichtigkeit des Vorhabens unterstrichen. Dieses würde sich schon alleine deshalb lohnen, weil man damit den Suchverkehr morgens für die letzten verbleibenden Parkplätze kanalisieren könne.

Demgegenüber wurde argumentiert, dass nur sehr wenige Parkplätze nach 7 Uhr morgens frei seien und deshalb der finanzielle Aufwand schwer vermittelbar wäre. Außerdem kämen weit mehr als die Hälfte der Pendler nicht aus Grafing, so dass hier der Landkreis gefordert wäre.

 

Herr Ismair wies noch darauf hin, dass eine gewerbliche Nutzung der Infotafeln als Werbefläche für private Unternehmen wegen der staatlichen Förderung nicht in Frage komme.

 


Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss beschloss gegen 4 Stimmen, dass sich die Stadt – vorbehaltlich einer Förderzusage – am Pilotprojekt des MVV München zur dynamischen P&R-Information in Grafing-Bahnhof beteiligt. Die geschätzten Installationskosten betragen ca. 110.000 EUR (abzüglich Förderung).