Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Sportstadion;
Weitere Nutzung des Stadionstüberls

BezeichnungInhalt
Sitzung:17.10.2017   KUSS/009/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilt dem Vertreter der Verwaltung das Wort.

Dieser erläutert die folgende zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Das Stadion beherbergt das so genannte Stadionstüberl, in dem die Sportler, besonders die Fußballer, versorgt wurden. Dieses war seit 2005 an Rosi Koch verpachtet. Der vorige Pächter, Herr Michalsky, hatte sich zuvor mit den Fußballern zerstritten und das Stüberl dann aufgegeben.

 

WP_20170710_10_42_24_Pro

 

Auf dem städtischen Gelände ist auch der Förderverein Fußballnachwuchs aktiv, der ebenfalls Getränke und Süßigkeiten während der Jugendspiele anbietet und einige Veranstaltungen auf dem Gelände bewirtet. Die anfangs aus einer Holzhütte bestehende Föf-Hütte wurde vor 2 Jahren mit Ziegeln neu gebaut. Der Verkauf wird von den Eltern organisiert.

 

Die Eheleute Koch haben einen Anbau an das Stüberl durchgeführt und aus einer Holz-Zeltkonstruktion einen Wintergarten an das Gebäude angebaut. Dieser wurde baurechtlich genehmigt und die Materialkosten von der Stadt übernommen. Nun haben die Kochs fristgerecht zum Jahresende gekündigt und es stellt sich die Frage nach einer weiteren Verpachtung des Stüberls.

 

WP_20170710_10_44_04_Pro

 

Die Neuverpachtung erscheint nicht nur aufgrund der Tatsache, dass es immer weniger Nachfrage gibt, schwierig. Gäste kommen nur im Sommer, bei Spielen der Erwachsenen und ein- oder zweimal in der Woche nach dem Training. Die Jugend wird, wie bereits aufgeführt, über die FÖf-Hütte versorgt. Im Winter ist gar nichts los.

 

Es gibt im näheren Umfeld insgesamt vier weitere Verköstigungsmöglichkeiten: im Freibad, in der TC-Tennisanlage, im Restaurant Aquarium und im EHC-Stüberl. Weiter sind während der Schulzeit die Mensa und der Pausenverkauf des Hausmeisters geöffnet. Der TSV würde sich für die Hallensaison auch eine Verkaufsmöglichkeit in der Dreifachturnhalle wünschen. Dies scheiterte bis jetzt vor allem an den Brandschutzvorschriften.

 

Großes Problem für eine Neuverpachtung wären die bestehenden Mängel an dem Pacht­objekt. Die Theke entspricht nicht den Hygieneanaforderungen, die Kühlung ist nur ein Provisorium. Es gibt keinen zweiten Fluchtweg. Der Brandschutz ist also auch hier nicht gewährleistet.

 

WP_20170710_10_42_35_Pro

 

Die Sanitäranlagen stammen noch aus den Anfangszeiten der Anlage und sind mindesten 50 Jahre alt. Vor einer Neuverpachtung müssten diese Anlagen samt den Installationen und Leitungen erneuert werden. Vor einer Neuverpachtung müsste das Gebäude also grundlegend saniert werden. Es ist zu überlegen, ob man es nicht durch einen Neubau ersetzen sollte.

 

WP_20170710_10_43_24_ProWP_20170710_10_45_54_Pro

 

 

Die Verwaltung beabsichtigt deshalb, das Stüberl vorerst nicht mehr zu verpachten. Dies rief allerdings die Verantwortlichen des TSV auf den Plan. Man benötigt einen Raum, in dem Besprechungen stattfinden könnten. Auch wäre ein zumindest verringertes Angebot bei den Spielen der Erwachsenen möglich. Deswegen besteht der Wunsch, gegen Erstattung der Unkosten von Strom und Wasser, das Stüberl weiter für Spielerbesprechungen und bei Spielen der Erwachsenen nutzen zu dürfen.   

Dabei dürfte die Kühlung nicht mehr betrieben werden. Für Getränke würden ein oder zwei Kühlschränke aufgestellt. Feste oder ähnliches würden nicht durchgeführt.

 

In der anschließenden Diskussion wurde vorgeschlagen, aufgrund der veralteten Infrastruktur dort keine offizielle Gaststätte mehr betreiben zu lassen, da die Renovierungskosten z.B. zur Erfüllung der hygienerechtlichen Vorschriften immens seien.

Die vorgelegte Lösung dagegen hielt man für sinnvoll.

 

Ausschussmitglied Dr. Fröhlich stellte nach der GeschO den Antrag, in den Beschluss eine Formulierung aufzunehmen, die einen Gastronomiebetrieb künftig bis auf weiteres ausschließe.

Über diesen Antrag ließ die Sitzungsleiterin abstimmen:

 

Beschluss:

Ja: 1  Nein: 11 

 

Der Kultur-, Schul-, Sport- und Sozialausschuss beschloss gegen 1 Stimme, dem Antrag nicht zuzustimmen.

 

Danach wurde noch argumentiert, dass es in einigen Jahren möglicherweise doch ein tragbares Konzept für einen Gastronomiebetrieb dort geben könnte (unter Umständen als Gemeinschaftsprojekt mehrerer Vereine), da es warme Speisen in der Nähe einfach nicht gäbe.

Man wolle aber auf jeden Fall verhindern, dass die Stadt häppchenweise vom TSV mit Kosten für einen Umbau o.ä. konfrontiert werde.

 

Beschluss:

Ja: 12  Nein: 0 

 

Der Kultur-, Schul-, Sport und Sozialausschuss beschloss einstimmig, dem TSV, nach der Aufgabe des Betriebs durch die Eheleute Koch, das Stadionstüberl zu überlassen. Die Nutzung für Spielerbesprechungen und während der Spiele der Erwachsenen wird auf Widerruf genehmigt. Geburtstagsfeiern oder Ähnliches werden nicht genehmigt. Der Betrieb endet spätestens um 23.00 Uhr. Behördliche Genehmigungen und Erlaubnisse sind durch den Verein einzuholen.