Tagesordnungspunkt

TOP Ö 9: Barrierefreiheit in Grafing;
Beratung durch die Bayerische Architektenkammer

BezeichnungInhalt
Sitzung:10.10.2017   StR/040/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin erläuterte die folgende zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Der Stadtrat hatte sich bereits in seiner Sitzung vom 14.03.217 unter Top 4 mit der Barrierefreiheit in Grafing befasst. Damals wurde folgender Beschluss gefasst:

 

Nach Sachvortrag und kurzer Aussprache beschloss der Stadtrat einstimmig, dem Antrag der CSU-Stadtratsfraktion zuzustimmen und unter Mithilfe von professioneller Beratung und einen ersten Maßnahmenplan zur Verbesserung der Barrierefreiheit, ergänzt um die Worte „im öffentlichen Raum“ zu erstellen. Das Ergebnis ist sodann dem zuständigen Ausschuss vorzustellen.

 

In der Folgezeit wurde Kontakt mit der Bayerischen Architektenkammer aufgenommen. Bei dem Gespräch am 02.08.2017 im Rathaus waren neben der 1. Bürgermeisterin auch Frau Dierauff und Herr Bauer sowie Herr Gutjahr von der Beratungsstelle Barrierefreiheit der Architektenkammer anwesend. Letzterer ist Architekt und hat seit ca. 10 Jahren Erfahrung in der Beratung in Sachen Barrierefreiheit.

 

Herr Gutjahr stellte kurz den von der Bayerischen Staatsregierung herausgegebenen Leitfaden vor und nannte die Orte Starnberg, Gauting, Freising, Ingolstadt und vor allem Pfaffen­hofen als Beispielgemeinden, die in Sachen Barrierefreiheit erfolgreiche Maßnahmen durchgeführt haben.

 

Laut dem Planer der Architektenkammer wäre es wichtig, eine Priorisierung von barrierefrei zu gestaltenden Wege-Achsen vorzunehmen: zum Beispiel den Weg vom Stadtbahnhof zum Marktplatz bzw. Rathaus oder den Weg zur Stadthalle bzw. zur Grundschule. Bei dem hohen Verkehrsaufkommen in Grafing wären vor allem Querungen der Straßen wichtig, die auch für Sehbehinderte oder Blinde sicht- und fühlbar sein müssen. Für Hörbehinderte wäre Hörhilfen, z.B. Kopfhörer für Veranstaltungen in der Stadthalle denkbar.

 

Die Analyse des Ist-Zustandes ist mit Beteiligung der Öffentlichkeit durchzuführen.  

Insgesamt sei aber in Grafing schon viel erledigt wie zum Beispiel die Querungshilfe am Marktplatz. Weitere Verbesserungsvorschläge waren: ein barrierefreier Stadtbus, Ausbau des Radwegenetzes, barrierefreie Toiletten etc.

 

Herr Gutjahr schlug vor, verschiedene Beispiele im Stadtrat vorzustellen und dann einen Stadtsparziergang für interessierte Stadträte und Bürger durchzuführen.

 

Er würde sich vor allem auf die Innenstadt konzentrieren. In der Folge könnten man auch Bauprojekte oder gemeindeeigene Wohngebäude barrierefrei nachrüsten. Sinnvoll sei es auch den Stadtplaner einzubinden. Es wäre möglich, das Projekt mit dem noch durchzuführenden ISEK zu verknüpfen und als Teilaspekt zu betrachten.

 

Der Stadtrundgang könnte dann am Samstag, den 04.11.17 um 09.30 Uhr durchgeführt werden. Die Aufforderung könnte über Grafing Aktuell oder auch einen Serienbrief bekannt gemacht werden.

 

Im Anschluss daran erteilte die Erste Bürgermeisterin dem anwesenden Herrn Gutjahr das Wort, der dem Gremium mittels einer Präsentation einige bereits umgesetzte Maßnahmen in anderen Kommunen vorstellte.

Die Präsentation wird Bestandteil dieser Niederschrift.

 

In der anschließenden Diskussion wurde argumentiert, dass man auch noch die „Barrieren im Kopf“ der Menschen abbauen müsse.

Grafing sei zwar keine Modell-Kommune, aber fest entschlossen, möglichst viel Barrierefreiheit anzubieten (z.B. Marktplatz, Internet uvm.).

Bei allen Überlegungen diesbezüglich solle der Seniorenbeirat und die Behindertenbeauftragte eingebunden werden.

Anfangen könnte man zum Beispiel mit den Ampel-Taktungen in Grafing oder auch beim Umbau der Wasserburger Str.