Tagesordnungspunkt

TOP Ö 5: Bauantrag zur Erweiterung des Wohnhauses und Erneuerung der Garage auf dem Grundstück Fl.Nr. 282/56 der Gemarkung Öxing (Bgm.-Schlederer-Straße 25)

BezeichnungInhalt
Sitzung:27.07.2017   BWUA/034/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Vom Verwaltungsvertreter wurden die Antragsunterlagen vorgestellt. Beantragt sind der Anbau eines Wohnraumes (erdgeschossig mit Dachterrasse) und der Neubau der Grenzgarage zur Südgrenze im Wege der Erneuerung.

 

Das Vorhaben liegt im unbeplanten Innenbereich und beurteilt sich nach § 34 BauGB. Es entspricht dabei dem Einfügungsbot, insbesondere in Bezug auf das Einfügungsmerkmal der Bauweise hinsichtlich der beantragten Grenzbebauung (Nordgrenze) zum Grundstück Fl.Nr. 282/57.

In der Umgebung besteht die offene Bauweise, bebaut mit Doppelhäusern. Diese Bebauungsform ist gekennzeichnet durch den wechselseitigen Verzicht auf die Abstandsflächen an der gemeinsamen Grundstücksgrenze. Ein seitlicher Versatz der Gebäude an der Grenze ist hier zulässig, soweit er wechselseitig verträglich und in aufeinander abgestimmter Weise erfolgt. Das gilt bei einem Grenzversatz, soweit dieser nicht mehr als die Hälfte der Grenzwandlänge ausmacht.  Allein schon wegen des auf dem Nachbargrundstück bereits bestehenden einseitigen Grenzanbaus, an den beinahe deckungsgleich angebaut wird, wird diesen Anforderungen fraglos entsprochen. Das gilt in gleicher Weise für die Dachterrasse.

 

Auch die an den Anbau anschließende aufgeständerte Terrasse (als Teil des Hauptgebäudes; vgl. BayVGH 05.01.2016) ist ebenfalls noch als verträglich anzusehen und wirkt nicht rücksichtlos. In Betracht zu nehmen ist hier nur der freistehende Gebäudeteil mit nur knapp 2,50 m. Dieser bleibt weit hinter dem Hälftemaß zurück. 

Mit dieser aufgeständerten Terrasse wird auch die Tiefe der hinteren Baugrenze überschritten. Da es sich aber um ein unwesentliches Gebäudeteil handelt (Bodenabstand nur 0,50 m), widerspricht es dem Einfügungsgebot nicht.

 

Durch den Anbau, der lediglich der Wohnraumerweiterung dient – entsteht kein zusätzlicher Stellplatzbedarf.

 


Nach Vorstellung der geplanten Baumaßnahme beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, dem Bauantrag zur Erweiterung des Wohnhauses und Erneuerung der Garage auf dem Grundstück Fl.Nr. 282/56 der Gemarkung Öxing, Bgm.-Schlederer-Straße 25, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.