Tagesordnungspunkt

TOP Ö 16: Bauantrag zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 9 Wohneinheiten (Haus 5) auf den Grundstücken Fl.Nrn. 551/0 und 551/18 der Gemarkung Grafing (Pfarrer-Aigner-Straße 7 und 7a)

BezeichnungInhalt
Sitzung:28.03.2017   BWUA/030/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Vom Vertreter der Verwaltung wurden die Antragsunterlagen vorgestellt und erläutert. Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des qualifizierten Bebauungsplanes „Aiblinger Straße“ und beurteilt sich ausschließlich nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes.

 

Beantragt wird die Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 9 Wohneinheiten (Haus 5). Der Baukörper soll 31 x 11 m betragen, diese Maße werden eingehalten. Die Balkone und Sichtschutzeinrichtungen halten die Festsetzungen ein.

 

Für die Realisierung des Vorhabens werden verschiedene Befreiungen beantragt:

 

Für die Balkone wird eine Ausnahme für eine Überschreitung der Baugrenze notwendig, die jedoch noch nicht beantragt wurde. Die Ausnahme kann erteilt werden, da die Tatbestandsvoraussetzungen des Ausnahmevorbehalts (max. ½ der Gebäudebreite und max. Tiefe von 1,50 m) beachtet werden.

 

Es wird eine insgesamte Verschiebung des Baukörpers um 1 m nach Osten beantragt, um das Einfahrtsbauwerk der Tiefgarage sowie die Rampe entsprechend platzieren zu können. Der Verschiebung kann zugestimmt werden. Die Verschiebung ist auch notwendig, um die aufgrund der Tiefgarageneinfahrt notwendige Verschiebung des Baukörpers 4 zu kompensieren. Einer Reduzierung der Wegebreiten für die privaten Wegeflächen wird nicht zugestimmt, die Wegefläche ist entsprechend zu verlegen.

 

Im Terrassengeschoss wird durch eine Auskragung des Terrassengeschosses die zulässige Grundfläche von 2/3 des darunterliegenden Geschosses um 2,19 m² überschritten. Der Befreiung kann zugestimmt werden.

 

Es wird eine Befreiung für die Anordnung von 2 oberirdischen Stellplätzen auf dem Grundstück beantragt. Der Bebauungsplan setzt Flächen für Stellplätze und Garagen fest, außerhalb dieser Flächen ist die Anlage von Stellplätzen nicht zulässig.

Mit dem Befreiungsantrag sollen jederzeit zugängliche Besucherstellplätze geschaffen werden, um eine ausschließlich der Wohnnutzung vorbehaltene Tiefgarage mit einer vom Standort her optimierten Zu- und Abfahrt zu ermöglichen. Diesem Antrag kann zugestimmt werden, die Befreiung wird unter der Maßgabe erteilt, dass die Stellplätze zu den Gebäuden hin eingegrünt werden. Gem. der Stellplatzberechnung sind 11 Besucherstellplätze notwendig, die dann nachgewiesen werden können.

 

Die OKFFB EG ist für das Gebäude mit 523,90 müNN festgesetzt. Im Bauantrag wird die Höhe mit 523,00 müNN angegeben, der festgesetzte Mindestabstand von 0,15 m zum anschließenden Gelände wird eingehalten. Für die Abweichung der Höhenlage (Überschreitung von 10 cm) kann eine Befreiung erteilt werden.

 

Es ist noch ein qualifizierter Freiflächengestaltungsplan vorzulegen.

 

Hinweis:

Für das Vorhaben entsteht folgender Stellplatzbedarf:

 

6 Wohneinheiten unter 100 m² Wohnfläche (1,5 Stpl./WE)             9,0 Stpl.

3 Wohneinheiten über 100 m² Wohnfläche (2 Stpl./WE)                 6,0 Stpl.

Davon für Besucher 10%                                                                 1,5 Stpl.

 

Fahrradstellplätze (1 Stpl./40 m² Wohnfläche)         749,71 m² WFl./40 m²            = 18,74 somit 19 Fahrradstellplätze.

Im Fahrradkeller sollen die Fahrradstellplätze untergebracht werden. Es wird ein Befreiungsantrag für die teilweise Ausbildung der Fahrradstellplätze als Doppelparker, also in 2 Ebenen, gestellt. Diesem Antrag kann zugestimmt werden, einer Befreiung von § 4 Abs. 7 der Stellplatzsatzung, auch hinsichtlich der notwendigen Anzahl oberirdischer Stellplätze, wird zugestimmt. Es sind aber mindestens 19 Fahrradstellplätze (ggf. auch über Doppelparksysteme) nachzuweisen.

 

Da die Baukörper 2, 3, 4, 5, 6, 7 und 11 über eine gemeinsame Tiefgarage verfügen, wurden die Stellplätze insgesamt berechnet. Die Fahrradstellplätze sind jedoch für jedes Gebäude gesondert nachzuweisen.

Die Stellplatzberechnung gem. der städt. Stellplatzsatzung bezieht sich auf die jeweilige Wohnfläche der Wohnungen. Ein genauer Stellplatznachweis ist noch zu führen.

 

Bislang sind in der Tiefgarage 96 Stellplätze nachgewiesen.

 

Stellplatzbedarf Gesamtanlage

Haus 2                 26,5 Stpl.           davon 2,65 Bes./Stpl.                 27 Fahrräder

Haus 3                 15,5 Stpl.           davon 1,55 Bes./Stpl.                 21 Fahrräder

Haus 4                   7,0 Stpl.           davon 0,7   Bes./Stpl.                 10 Fahrräder

Haus 5                15,0 Stpl.          davon 1,5  Bes./Stpl.                19 Fahrräder

Haus 6                 13,0 Stpl.           davon 1,3   Bes./Stpl.                 20 Fahrräder

Haus 7                 21,0 Stpl.           davon 2,1   Bes./Stpl.                 29 Fahrräder

Haus 11                 8,0 Stpl.           davon 0,8   Bes./Stpl.                 11 Fahrräder

Summe             106,0 Stpl.           10,6 gerundet 11 Bes.Stpl.       137 Fahrräder

 

Bislang sind in der Tiefgarage 96 Stellplätze nachgewiesen, der Stellplatznachweis ist – zusammen mit den zusätzlichen oberirdischen Stellplätzen – erbracht.

Die notwendigen Besucherstellplätze sind jederzeit zugänglich nachzuweisen. Derzeit sind für die Gesamtanlage 11 oberirdische Stellplätze vorgesehen. Die Stellplätze sind zuzuweisen.

 


Nach Vorstellung der geplanten Baumaßnahme beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, dem Bauantrag zur Errichtung eines Mehrfamilienhauses mit 9 Wohneinheiten (Haus 5) auf den Grundstücken Fl.Nrn. 551/0 und 551/18 der Gemarkung Grafing, Pfarrer-Aigner-Straße 7 und 7a, das gemeindliche Einvernehmen unter folgenden Maßgaben zu erteilen:

·      Die oberirdischen Stellplätze sind einzugrünen.

·      Ein qualifizierter Freiflächengestaltungsplan ist vorzulegen.