Tagesordnungspunkt

TOP Ö 12: Liegenschaften;
Umbau der Rathausgasse 1 und 1a zur Erweiterung der Verwaltung (Maßnahmenbeschluss)

BezeichnungInhalt
Sitzung:24.01.2017   BWUA/028/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Beschlussvorlage wurde mit der Ladung zur heutigen Sitzung in das Gremieninfo eingestellt. Vom Verwaltungsvertreter wurde der Inhalt der Vorlage erläutert.

 

Seit mehreren Jahren ist die Verwaltung auf insgesamt drei verschiedene Häuser verteilt. Neben dem Rathaus ist dies die Rathausgasse 1 mit der Kämmerei und dem Bereich Gleichstellung und Senioren. Im Keller befinden sich die Registratur der Kämmerei und der Serverraum. Im Dachgeschoss ist das Archiv mit dem darin befindlichen Büro des Herrn Schäfer untergebracht.

 

Die nebeneinander liegenden Gebäude Rathausgasse 1, 1a und 3 wurden Anfang der 1980er Jahre saniert. In der Rathausgasse 1 wurden Büroräume, in den weiteren Gebäuden Wohnungen eingerichtet. Es bestanden schon länger die Gedanken, die Verwaltung über die Rathausgasse 1a zu erweitern.

 

Unmittelbar nach der Schließung der Rotter Straße 8 wurden in einer freien Wohnung der Rathausgasse 1a im 1. OG das Büro des Alpenvereins und die Liedertafel untergebracht. Im Erdgeschoss wurde eine freie Einzimmerwohnung für die Veteranen und den Vdk nutzbar gemacht. Außerdem wird dieses Zimmer für Prüfungen (örtlich, überörtlich, Wirtschafts- und Steuerprüfungen) genutzt.

 

Die beiden anderen Wohnungen in dem Gebäude Rathausgasse 1a, eine im Erdgeschoss und eine im Obergeschoss, sind noch vermietet. Die Mieterin im Erdgeschoss, eine ältere Dame, spielt schon länger mit dem Gedanken, in ein Seniorenheim umzuziehen; ein genauer Zeitpunkt ist aber noch nicht absehbar. Deswegen soll die Erweiterung der Verwaltung in mehreren Bauabschnitten erfolgen.

 

Dazu kommt noch das 2. OG in der Griesstraße 27, in dem sich weitere Räume der Stadtverwaltung befinden, die allerdings nur noch mit zwei Personen besetzt sind. Die räumliche Aufteilung auf drei Gebäude führte schon immer zu Reibungsverlusten. Deshalb war langfristiges Ziel, die Verwaltung zumindest wieder auf zwei Gebäude zusammenzuführen.

 

In der Rathausgasse 1 sind ohnehin Umbauarbeiten notwendig, weil das Fenster der Kasse nicht den Brandschutzbestimmungen entspricht und die Funktionstüchtigkeit der Brandmeldeanlage nicht mehr gegeben ist. Durch eine Verlagerung des Kassenfensters wird eine neue Brandmeldeanlage überflüssig. Das Büro des Archivars im 2. OG liegt im gleichen Raum wie das Archiv. Dies ist aus klimatischen Gründen ungünstig. Herr Schäfer bittet seit langem um Abhilfe. Ein Durchbruch zur Wohnung in der Rathausgasse 1a ermöglicht ein abgetrenntes Büro für den Archivar. Daneben ist auch ein weiteres Büro möglich, in dem eine oder zwei Personen aus dem Gebäude der Griesstraße untergebracht werden könnten.

 

Im 1. Bauabschnitt kann auch im 1. OG der Kämmerei durch einen Durchbruch ins Nachbarbüro weiterer Büroraum entstehen. Insgesamt sind zwei Büros und ein Besprechungsraum möglich. Bisher werden Gespräche mit Mietern oder Antragstellern für sozial geförderte Wohnungen im Büro der Kämmerei, das mit mehreren Personen belegt ist, durchgeführt. Dies entspricht nicht dem Datenschutz. Ein Kopierzimmer ist nicht vorhanden, der Kopierer ist zwar an das Netzwerk angeschlossen, steht aber für jeden zugänglich im Gang. Der dazugewonnene Büroraum würde für einen zusätzlichen Mitarbeiter der Kämmerei zur Verfügung stehen.

 

Im EG ist neben dem Umbau der Kasse aus brandschutzrechtlichen Gründen ein Umbau des so genannten Prüferzimmers möglich. Dafür müssen nur geringfügige Mittel aufgewendet werden. Ein Anschluss an des Telefon und EDV-Netz und eine neuer Boden sind aber unbedingt notwendig.

 

Außer der Verminderung von Reibungsverlusten durch die Zusammenführung begründet auch der steigende Bedarf an Mitarbeitern und Räumen die Erweiterung. Die Kämmerei soll durch einen Mitarbeiter verstärkt werden. Die Bereiche Klimaschutz und Wirtschaftsförderung oder Stadtmarketing werden weiteren Personalbedarf begründen.

 

Nach einer ersten Kostenschätzung würden für den Umbau der Rathausgasse 1 und 1a Kosten in Höhe von 143.351,07 EUR anfallen.

 

 

Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss sah eine räumliche Erweiterung für die Verwaltung durchaus für notwendig an und befürwortete den Umbau der Gebäude Rathausgasse 1 und 1a.

 

Im Anschluss ging ein Ausschussmitglied noch kurz auf den Wunsch des Archivars nach einem abgetrennten Büro ein und konnte dies durchaus nachvollziehen. Der Redner vertrat aber die Meinung, dass es ausreichend sein müsste, im jetzigen Archiv hierfür einen Bereich räumlich abzutrennen.

 


Nach Sachvortrag wurde die Verwaltung vom Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig mit der Erweiterung der Stadtverwaltung in der Rathausgasse 1 beauftragt (Maßnahmenbeschluss).

Haushaltsmittel in Höhe von 175.000,– EUR sind unter der Haushaltsstelle 060.94001 in den Haushalt 2017 eingestellt.