Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport auf dem Grundstück Fl.Nr. 213/7 der Gemarkung Elkofen (Kreuzbergweg 2)

BezeichnungInhalt
Sitzung:24.01.2017   BWUA/028/2017 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Vom Verwaltungsvertreter wurden die Planunterlagen vorgestellt. Mit dem gegenständlichen Vorbescheid wird eine Entscheidung über folgende Einzelfragen beantragt (Art 71 BayBO):

 

1.   Ist das Bauvorhaben grundsätzlich planungsrechtlich zulässig?

2.   Ist die geplante Wohnnutzung zulässig?

3.   Ist das geplante Maß der Nutzung (zwei Vollgeschosse, Geschossfläche Neubau = 218 m²) zulässig?

4.   Ist die geplante Bauweise (Einfamilienhaus) zulässig?

5.   Ist die geplante Lage auf dem Grundstück zulässig?

6.   Ist die geplante Erschließung bauordnungsrechtlich zulässig?

7.   Ist die geplante Dachform (Satteldach) zulässig?

8.   Ist die geplante Dachneigung von 27 Grad zulässig?

 

Nach den Erläuterungen des Verwaltungsvertreters liegt das Vorhaben im unbeplanten Innenbereich. Die bauplanungsrechtliche Zulässigkeit beurteilt sich nach dem Einfügungsgebot (§ 34 BauGB). Die nähere Umgebungsbebauung entspricht dabei einem Allgemeinen Wohngebiet. Die geplante Wohnnutzung ist daher nach der Art der baulichen Nutzung allgemein zulässig (§ 34 Abs. 2 BauGB. i.V.m. § 4 Abs. 2 Nr. 1 BauNVO).

 

Das Gebäude mit den Grundmaßen 11,50 m x 9,46 m, einer Wandhöhe von 4,65 m bzw. talseitig 5,40 m und einer Firsthöhe von 8,25 m fügt sich hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung in die Umgebungsbebauung ein.

 

Hinsichtlich der zu überbauenden Grundstücksflächen und den im Verhältnis zur Umgebung verbleibenden Freiflächen werden die Grenzen des Einfügungsgebotes erreicht, aber nicht überschritten. Zwar ist die Umgebungsbebauung gekennzeichnet durch sehr großzügige Freiflächen und eine aufgelockerte Gebäudestellung. Da bei dieser Betrachtung die konkreten Grundstücksgrenzen unberücksichtigt bleiben, ist aber das absolute Verhältnis zu den Freiflächen noch gewahrt.

 

Hinsichtlich der Gebäudestellung ist ein vergleichbar geringer seitlicher Grenzabstand (seitliche faktische Baugrenze) auch auf dem Grundstück Fl.Nr. 181/3 vorzufinden. Auch insoweit fügt sich das Vorhaben noch ein.

 

Die Dachform und Neigung entsprechen den Festsetzungen der Dachgestaltungssatzung.

 

Die Gebäudeart (Einfamilienhaus) ist in der vorgefundenen offenen Bauweise zulässig (vgl. § 22 Abs. 2 BauGB).

 

Der geplante Carport hält den in der örtlichen Stellplatzsatzung geregelten Mindestabstand von 5 m zur öffentlichen Straßenfläche nicht ein. Da aber bereits auf benachbarten Grundstücken Gebäude mit verkürzten Grenzabstand vorhanden sind (Carport auf Fl.Nr. 213/4), besteht keine insoweit schutzwürdige Bebauungssituation und es kann die notwendige Ausnahme erteilt werden.

 

Hinweise:

Die auf dem zu bebauenden Grundstücksteil bestehenden notwendigen Stellplätze für das Bestandsgebäude Kreuzbergweg 2 (Fl.Nr. 213/3, Gemarkung Elkofen) müssen ersatzweise wieder geschaffen werden. Für das Bauvorhaben selbst sind mindestens 2 Stellplätze nachzuweisen.

 

Die Erschließung des Grundstücks ist mittlerweile gesichert. Durch Grundabtretungen aus den Grundstück Fl.Nr. 219/1 (Beurkundung vom 11.10.2016) steht nun auch die erschließende Gemeindestraße „Kreuzbergweg“ in einer für die rechtliche Erschließung ausreichenden Breite zur Verfügung. Die Leitungen der Trinkwasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsanlagen reichen im öffentlichen Straßengrund bis an das Baugrundstück heran.

 


Nach Vorstellung der geplanten Baumaßnahme beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, dem Antrag auf Vorbescheid zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Carport auf dem Grundstück Fl.Nr. 213/7 der Gemarkung Elkofen, Kreuzbergweg 2, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.