Tagesordnungspunkt

TOP Ö 4: Freizeit und Touristik; Einführung von Stadtführungen

BezeichnungInhalt
Sitzung:06.12.2016   StR/030/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilt dem anwesenden Vertreter der Verwaltung, Herrn Schäfer, das Wort.

Dieser erläutert die folgende zur Verfügung gestellte Beschlussvorlage:

 

Einführung organisierter Stadtführungen

Organisierte Führungen erfreuen sich seit geraumer Zeit nicht nur in den Metropolen, sondern auch in den mittleren und kleineren Städten Bayerns einer wachsenden Nachfrage. Die Interessenten solcher Angebote rekrutieren sich zum einen aus der ortsansässigen Bevölkerung sowie der Einwohnerschaft des näheren und weiteren Umlandes, zum anderen aus den diversen Touristen-Strömen, die Jahr für Jahr den bayerischen Raum durchziehen, um sich an dessen vielgestaltiger Natur und reicher Kultur zu erfreuen.

 

Die Stadt Ebersberg hat diesem Trend Rechnung getragen und im Frühjahr 2016 organisierte Stadtführungen eingeführt. Der erhoffte Erfolg stellte sich prompt ein, so dass seit Beginn des sich finanziell selbst tragenden Angebotes bereits über 120 Führungen abgehalten werden konnten.

 

Um beim Stadtmarketing gegenüber den Mitbewerbern in der Region nicht zurückzufallen, scheint es für die Stadt Grafing geboten, künftig gleichfalls sowohl für die Bewohner ihres unmittelbaren Einzugsbereiches als auch für Besucher und Gäste von Auswärts organisierte und insoweit jederzeit leicht abrufbare Stadtführungen vorzuhalten. Neben der klassischen Altstadtführung ist dabei an unterschiedlichste Themenführungen zu denken, in denen die Besonderheiten des Grafinger Gebietes herausgestellt werden, etwa an Rundgänge mit Titeln wie: „Altes Handwerk am Urtelbach“, „Aus der Geschichte der Grafinger Brauereien“, „Einzigartige Eiszerfallslandschaft im Dobel“ oder „Die Grafinger Kirchen – Kleinodien der Gotik, des Barock und Rokoko“.

 

Der Historiker, Journalist und PR-Fachmann Thomas Warg, der die Ebersberger Stadtführungen ins Werk gesetzt hat, hat sich auf Anfrage dazu bereit erklärt, auf der Basis seiner in Ebersberg gesammelten Erfahrungen auch für Grafing ein organisiertes Stadtführungsangebot zu entwickeln. Seine Aufgabe bestünde dabei darin, in Abstimmung mit dem Archiv- und Museumsleiter Bernhard Schäfer Führungskonzepte zu erarbeiten, ein Führungsdienst-Team aufzubauen und zu schulen, eine Organisationsstruktur zu entwickeln, Kooperationen mit anderen für das Aktionsfeld des Stadtmarketings einschlägigen Akteuren (Kulturträger, Gastronomie, Hotellerie, Einzelhandel, Tourismusverein, Werbering, …) herzustellen und durch Öffentlichkeitsarbeit für die Sache zu werben.

 

Die Kosten der Einführung der sich letztlich finanziell selbst tragenden organisierten Stadtführungen beliefen sich auf ein monatliches Honorar von 1.000 €. Als Laufzeit der Etablierung wäre eine Zeit von 5 Monaten zu veranschlagen. Die Einholung weiterer Angebote scheint nicht opportun, als sich aus Kenntnis der Szenerie heraus sagen lässt, dass sich kein Dienstleister finden wird, der über die Kombination aus organisatorischer Vorerfahrung und inhaltlichem Vorwissen verfügt, die eine derart rasche Verwirklichung des Vorhabens ermöglicht. Ein anderer Anbieter/eine andere Anbieterin müsste sich denn erst in die örtlichen Gegebenheiten einarbeiten, was erhebliche Mehrkosten nach sich ziehen würde.

In der anschließenden Diskussion teilt Herr Schäfer auf Nachfrage mit, dass er eng mit Herrn Warg zusammenarbeiten werde, da dieser Stadtführungen in Ebersberg bereits sehr erfolgreich etablieren konnte.

Man habe in Ebersberg inzwischen 18 Stadtführer/innen, die für eine ca. 2-stündige Stadtführung 20.- Euro pro Stunde erhielten.

Diese Kosten würden inzwischen durch die zahlreichen Anmeldungen getragen werden.

 


Der Stadtrat beschloss einstimmig die Einrichtung von organisierten Stadtführungen in Grafing.