Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Bauantrag zum Einbau eines Quergiebels zur Schaffung von zwei Kinderzimmern auf dem Grundstück Fl.Nr. 657/2 der Gemarkung Grafing (Glonner Straße 23)

BezeichnungInhalt
Sitzung:27.09.2016   BWUA/024/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Der Vertreter der Verwaltung stellte den Bauantrag vor. Beantragt ist der Anbau eines zusätzlichen Wohnraums im Obergeschoss durch einen aufgeständerten Anbau an der Westseite mit den Grundmaßen von 3,70 × 6 m.

 

Das Vorhaben liegt im bauplanungsrechtlichen Innenbereich. Die Zulässigkeit bestimmt sich nach den Vorschriften des § 34 BauGB.

 

Hinsichtlich der absoluten Grundfläche und den Grundmaßen entspricht das Bauvorhaben dem Einfügungsrahmen. Mangels Einheitlichkeit der Umgebungsbebauung ist die Gebäudeausrichtung (Firstausrichtung) hier nicht einfügungsrelevant und damit auch die Errichtung eines Zwerchgiebels zulässig.

 

Allein hinsichtlich der überbaubaren Grundstücksflächen können sich Einfügungshindernisse ergeben. So liegen die Gebäude an der Ostseite der Pflegerbäckstraße weitgehend in einer einheitlichen „Fluchtlinie“. Da es sich um eine faktische Baugrenze handelt, überschreitet der Anbau diesen Einfügungsrahmen. Hierfür kann aber eine Abweichung nach § 34 Abs. 3a BauGB erteilt werden, da es sich um die Erweiterung eines bestehenden Wohngebäudes handelt und die Abweichung städtebaulich vertretbar ist. Daraus ergeben sich zwar Folgewirkungen für das Einfügungsgebot künftiger Bauvorhaben, diese sind aber städtebaulich verträglich.

 

Hinweis:

Entlang der Westgrenze verläuft die dinglich gesicherte Zufahrt und Leitungstrasse für das hinterliegende Grundstück Glonner Straße 23a. Der Ausübungsbereich hat eine Breite von 4 m und wird vom Anbau nicht erfasst. Hinsichtlich des Zufahrtsrechtes unbedeutend ist der Überbau durch den Dachüberstand in einer Höhe von mehr als 4,50 m.

 

Die westliche Abstandsfläche erstreckt sich auf das Drittgrundstück Fl.Nr. 657/5. Hierfür ist die Abstandsflächenübernahme nachzuweisen bzw. eine Abweichung (Bauaufsichtsbehörde) notwendig.

 

Durch die Wohnraumerweiterung (ohne entstehen einer zusätzlichen Wohneinheit) entsteht kein zusätzlicher Stellplatzbedarf.

 


Nach Vorstellung der geplanten Baumaßnahme beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, dem Bauantrag zum Einbau eines Quergiebels zur Schaffung von zwei Kinderzimmern auf dem Grundstück Fl.Nr. 657/2 der Gemarkung Grafing, Glonner Straße 23, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.