Tagesordnungspunkt

TOP Ö 9: Straßen- und Wegebau;
Bau der Ostumfahrung Grafing (St 2080 neu);
Errichtung eines straßenbegleitenden Wirtschaftsweges zwischen der "Kapellenstraße" und dem "Weg zum Kasperlkreuz"

BezeichnungInhalt
Sitzung:21.06.2016   BWUA/022/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Beschlussvorlage wurde am 17.06.2016 in das Gremieninfo eingestellt. Von der Ersten Bürgermeisterin wurde das Wesentlichste kurz erklärt.

 

Der Stadtrat hat am 09.12.2014 (TOP 5) den Antrag der CSU-Fraktion vom 27.10.2014 behandelt. Unter anderem wurde dort über den Stand des am 08.02.2011 und 22.02.2011 beschlossenen Dialogverfahrens mit der staatlichen Straßenbauverwaltung zur Optimierung der „Ostumfahrung“ berichtet.

 

In dieser Sitzung wurden die ursprünglichen Überlegungen einer höhenfreien Fußgängerquerung (Über-/Unterführung) der „Ostumfahrung“ für die verbesserte Anbindung der Siedlung „Schönblick“ nochmals beraten und dann aber letztendlich verworfen. Stattdessen wurde der Vorschlag unterstützt, sich für einen straßenbegleitenden Geh- und Radweg (östlich der „Ostumfahrung“) zwischen der Rotter Straße und der Kapellenstraße einzusetzen. Über die Straßenüberführung an der Kapellenstraße ist dann ein höhenfreier Übergang für die Radfahrer/Fußgänger möglich, der gerade für den Schulweg eine Verbesserung darstellt.

 

Da bereits zwischen der Rosenheimer Straße und der Rotter Straße ein Wirtschaftsweg neben der Ostumfahrung entsteht und ebenfalls im nördlichen Abschnitt ab der Kapellenstraße bis zur „Unterführung Gsprait“, könnte damit auch diese Lücke (Rotter Straße – Kapellenstraße) in einem ansonsten durchgängigen Radweg von Aßling bis Ebersberg geschlossen werden.

 

Die Stadt konnte sich mittlerweile mit den Eigentümern der Grundstücke Fl.Nrn. 272, 273 und 274 der Gemarkung Grafing auf einen Grunderwerb für den Bau eines straßenbegleitenden Wirtschaftsweges (Länge ca. 300 m) zwischen der „Kapellenstraße“ und dem „Weg zum Kasperlkreuz“ verständigen. Für das dann nach Süden folgende Teilstück (Länge ca. 275 m) bis zur Rotter Straße sind die Verhandlungen leider noch nicht erfolgreich abgeschlossen.

 

Das nördliche Teilstück bleibt aber trotz der fehlenden Verbindung zur Rotter Straße für sich verkehrsbedeutsam. So wird der bisherige Feldweg von der Bgm.-Schlederer-Straße zum „Kasperlkreuz“ durch die Ostumfahrung abgeschnitten; mit dem beabsichtigten Begleitweg kann dieser beliebte Freizeitweg („Allee-Weg“ und auch Zugang zum „Schlittenberg“) dann über die Kapellenstraße wieder ordnungsgemäß genutzt werden.

 

Der beschriebene Wegeabschnitt ist aufgrund seiner zugedachten Verkehrsfunktion als ausgebauter Feldweg (Art. 54 Abs. 1 Satz 1 BayStrWG) geplant. Die Fahrbahnbreite beträgt 3 m mit beidseitigem Bankett von 0,50 m. Der Weg wird nicht asphaltiert, sondern erhält einen wassergebundenen Belag. Die Herstellung erfolgt damit in identischer Weise wie der Weg zwischen der Rosenheimer Straße und der Rotter Straße. Die Kosten werden mit ca. 35.000,– € brutto geschätzt (Grobkostenermittlung).

 

Der Weg kann erst nach entsprechendem Fortgang der Straßenbaumaßnahmen für die Ostumfahrung im Bereich der Straßenunterführung an der Kapellenstraße errichtet werden. Eine Umsetzung gleichzeitig mit der Ostumfahrung durch den Freistaat Bayern (Auftragsleistung) war leider nicht mehr möglich, da das Vergabeverfahren für die dortigen Bauleistungen bereits eingeleitet ist. Die Herstellung erfolgt jetzt durch die Stadt im Anschluss an die Straßenbauarbeiten, wobei die Fertigstellung des Wirtschaftswegs bis zur erwarteten Verkehrsübergabe der Ostumfahrung (Oktober 2017) sichergestellt werden kann.

 

Über diesen neu zu errichtenden Wirtschaftsweg werden auch die Grundstücke Fl.Nrn. 272, 273, 274 wieder günstig erreichbar sein. Diese Grundstücke werden bisher über den „Alleeweg“ bewirtschaftet, der aber künftig nicht mehr nutzbar ist. Der bisherige öffentliche Wegeabschnitt, der im Hangbereich quer über die Grundstücke zur Kapellenstraße führt und anstelle des „Alleeweges“ künftig die Feldzufahrt sicherzustellen hätte, existiert in der Natur nicht mehr. Die Wiederherstellung dieses Weges als künftige Feldweganbindung entfällt damit. Die straßenrechtliche Einziehung (Entwidmung) dieses Feldweges erfolgt gleichzeitig mit der Benutzbarkeit des neu herzustellenden Wirtschaftsweges (Art. 8 Abs. 6, Art. 6 Abs. 8 BayStrWG und VollzBek 1982 Nr. 5.4).

 


Nach Sachvortrag wurde vom Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig die Errichtung eines straßenbegleitenden Wirtschaftswegs zwischen der „Kapellenstraße“ und dem „Weg zum Kasperlkreuz“ (Allee-Weg) beschlossen. Der Weg wird an der Ostseite der künftigen Ostumfahrung im Ausbauzustand eines „ausgebauten Feldweges“ (Art. 54 Abs. 1 Satz 1 BayStrWG i.V.m. der Verordnung nach Art. 54 Abs. 6 BayStrWG) hergestellt.

 

Dieser Maßnahmenbeschluss erfolgt unter dem Vorbehalt des freihändigen Erwerbs der für den Wegebau notwendigen Grundstücksflächen.