Tagesordnungspunkt

TOP Ö 11: Straßenbau;
Ostumfahrung Grafing (St 2080 neu);
Antrag des Freistaates Bayern auf Änderung der Planfeststellung (2. Änderung) für die Errichtung einer Lärmschutzwand für das Anwesen "Am Gaschberg 1";
Beteiligung im Abstimmungsverfahren

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.04.2016   BWUA/021/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Vom Verwaltungsvertreter wurde der Tagesordnungspunkt ausgeführt.

Der Planfeststellungsbeschluss für die Ostumfahrung vom 22.12.2010 sieht für das Anwesen „Am Gaschberg 1“ passive Lärmschutzmaßnahmen vor (vgl. Nr. 3.5.2 des Beschlusses). Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Straßentrasse war dort ein wirksamer Schutz der Wohnbebauung – gerade der oberen Geschosse – durch aktive Schutzmaßnahmen unverhältnismäßig. Diese hätte aufgrund der notwendigen Höhe wiederum erhebliche Nachteile für die Belichtung und die Belüftung des Anwesens.

 

Im Klageverfahren verständigten sich die Eigentümer mit dem Staatlichen Bauamt darauf, abweichend vom Planfeststellungsbeschluss eine Lärmschutzwand zu errichten. Das hierfür notwendige Planänderungsverfahren ist die gegenständliche „2. Planänderung“.

 

Vorgesehen ist eine 35 m lange Lärmschutzwand auf der Ostseite der Ostumfahrung entlang des Anwesens „Am Gaschberg 1“. Die Wand verläuft unmittelbar hinter dem 2,75 m breiten Gehweg. Die Wand hat – bezugnehmend auf die Oberkante der Fahrbahn (Gradiente) eine Höhe von 3,50 m bis 5,50 m. Bezogen auf die Geländeoberfläche beträgt die Höhe sogar bis zu 6,90 m. Der obere Wandaufsatz von bis zu 3 m ist aus Silikatglas – also transparent.

 

Ergänzend wurde erklärt, dass die Straße „Am Gaschberg“ von der Stadt Grafing b.M. bereits anlässlich des Kanalbaus nach Süden verlegt wurde. Diese Straßenverlegung wurde auf Initiative der Stadt (in Abstimmung mit den Anwohnern) schon im Planfeststellungsverfahren erreicht, um die Belastungssituation für die Anwohner zu verbessern. Vormals verlief die Gemeindestraße unmittelbar an der Südseite des Anwesens. Diese Straßenverlegung schafft jetzt erst die Möglichkeit, um die Lärmschutzwand errichten zu können.

 

Die Planunterlagen wurden vorgestellt. In Anbetracht der Interessen der Anlieger des Anwesens „Am Gaschberg 1“ wurden die öffentlichen Belange des Landschaftsbildes, welche durch die Wand stärker belastet werden, zurückgestellt. Einwendungen bestehen nicht.

 


Nach Sachvortrag beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, zum Antrag des Freistaates Bayern auf Änderung der Planfeststellung (2. Änderung) für die Errichtung einer Lärmschutzwand für das Anwesen „Am Gaschberg 1“ keine Stellungnahme/Einwände abzugeben.

 

 

Anwesend 12

Das Ausschussmitglied Herr Josef Carpus ist erschienen.