Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Klimaschutzkonzept für die Stadt Grafing;
Vorstellung des zeitlichen Ablaufs

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.04.2016   EB/004/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin erteilt dem Vertreter der Verwaltung, Herrn Bauer, das Wort.

Dieser erläutert den Sachverhalt:

 

Die angedachte Einstellung eines geförderten Klimaschutzmanagers (65% Förderung für Personal- und Sachkosten) habe ein Klimaschutzkonzept als Voraussetzung.

 

Hierzu gäbe es zwei Möglichkeiten:

 

Möglichkeit 1

Ein gefördertes Klimaschutzkonzept, welches einen sehr umfangreichen Förderantrag bedingt. Dies muss bis spätestens 31. März 2016 beim Projektträger eingereicht  werden, die Bearbeitungszeit des Förderantrages beträgt fünf Monate.

Nach Bewilligung Förderantrag folgt Ausschreibung des Auftrages für die Erstellung des Klimaschutzkonzeptes. Eine Erstellungszeit von einem Jahr ist laut Förderrichtlinie legitim. Ein fertiges Klimaschutzkonzept gäbe es frühestens im September 2017. Die Kosten belaufen sich auf ca. 30.000 € (davon werden 65% gefördert).

 

Möglichkeit 2 (die derzeit von der Verwaltung in Betracht gezogen wird)

Die Energieagentur erstellt der Stadt Grafing in Kooperation mit der Hochschule Weihenstephan ein nicht gefördertes Klimaschutzkonzept. Die Energieagentur macht Projektkoordination, führt die fachliche Aufsicht, sorgt für die Einhaltung von Standards und übernimmt die endgültige Fertigstellung des Konzeptes. Einzelne Teile sollen von den dortigen Studenten erarbeitet werden. Der Start für das Projekt soll im März sein. Eine Fertigstellung des Klimaschutzkonzeptes ist im Juni terminiert, die Kosten liegen bei 9.500€

 

Von einzelnen Studenten in Weihenstephan werde bereits an 2 Konzepten gearbeitet, zum einem an dem Klimaschutzkonzept für die Stadt Grafing und zum anderen für den Landkreis an dem Meilensteinplan zur Umsetzung des Energienutzungsplanes

 

Zwingend zu beachten bei der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes seien folgende 7 Punkte:

Schritt 1: Energie- und THG—Bilanz

Schritt 2: Potenzial-Analyse

Schritt 3: Akteurs-Beteiligung

Schritt 4: Maßnahmenkatalog

Schritt 5: Verstetigungsstrategie

Schritt 6: Controlling-Konzept

Schritt 7: Kommunikationsstrategie

 

Unter Berücksichtigung dieser 7 Punkte werde das Klimaschutzkonzept wie folgt erstellt:

 

 

 


Klimaschutzkonzept Grafing

 

                1. Einleitung

                [Inhalt: Kreistagsbeschluss Landkreis Ebersberg

                Gründung der Energieagentur

                bis 2030 frei von fossilen Energieträgern

                Erstellung Klimaschutzkonzept analog zum Leitfaden (7 Schritte)

                Vorgehen und Zielsetzung]

 

                2.. Energie und THG/CO2 Bilanz

                Inhalt: Mittelwert von letzten Jahresdaten (3-5 Jahre)

                Anzahl Haushalte

                Anzahl Einwohner

                Informationen über Gewerbe (Anzahl, Art/Branche, Größe, Landwirtschaft)]

 

                a. Strom

                Gesamtstromverbrauch

        Öffentlich

        Privat

        Gewerbe

 

                b Wärme

                Inhalt: Ermittlung Wärmebedarf (Nah-/ oder Fernwärmeversorgung?

                BGA mit Wärmeversorgung? Gewerbe mit hohem Wärmeverbrauch?)

                Plan A: Liste über Häuser aus der BJ hervorgeht

                Plan B: Clusterbildung über Häuserbestand

                Vorgehensweise: Aufteilung der Häuser auf Cluster

                Ermittlung CO2:

                Ermittlung Heizungsbestand

                Gasversorger: Anschlüsse: Anzahl und Menge

                Über Register (Förderung) Anzahl der Pelletheizungen

        Öffentlich

        Privat

        Gewerbe

 

                3. Verkehr

                Inhalt: Zulassungszahlen mit Kraftstoff, Fahrzeugklasse

                Annahme über durchschnittliches Alter

                Spedition, Flug- und Schienenverkehr werden außen vor gelassen

                Busse? Infos zu deren Treibstoff? Erdgas?

                öffentlicher Verkehr im Gemeindegebiet

        Öffentlich

        Privat

        Gewerbe

        Überblick /Zusammenfassung IST-Zustand

 

                4. Potentialanalyse

 

                a. Potentialanalyse Strom

       Energieeinsparung

       Energieeffizienz

       Ablösung fossiler Brennstoffe durch EE / Ausbau EE

                b. Potentialanalyse Wärme

       Energieeinsparung

       Energieeffizienz

       Ablösung fossiler Brennstoffe durch EE / Ausbau EE

                c. Potentialanalyse Verkehr

       Reduzierung (PKW)

       Umstellung (E-Träger)

 

                5. Akteursbeteiligung

                a. Bürger

                b. Investoren

                c. Politik

                d. Energieversorger

 

                6. Maßnahmenkatalog

                a. Bereits durchgeführte Maßnahmen

                b. Neu entwickelte Klimaschutzmaßnahmen

       Strom

       Wärme

       Verkehr

 

                7. Verstetigungsstrategie

                a. Schaffung Stelle "Klimamanager"

                b. Zusammenarbeit mit dem Landkreis und der Energieagentur

                    Ebersberg

 

                8. Controlling Konzept

 

                9. Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit/Kommunikationsstrategie

 

Der große Unterschied zum Energienutzungsplan bestehe in der Berücksichtigung des Verkehrs (Nr.3).

 

Es wurde die Frage aufgeworfen, welche konkret entwickelten Projekte sich aus dem Energienutzungsplan für Grafing 2012 ergeben hätten und wozu man dann zusätzlich noch ein Klimaschutzkonzept brauche.Die Sitzungsleiterin erklärte, dass z.B. auf der Kläranlage eine PV-Anlage installiert wurde und das BHKW dort erneuert wurde, zudem sei das Klimaschutzkonzept die Voraussetzung für die Stelle des Klimaschutzmanagers, die bis zu 5 Jahre gefördert werden könne.Der Energienutzungsplan sei die Basis für das Klimaschutzkonzept plus die aktuellen Zahlen aus 2014.