Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Solarpotentialkataster Landkreis Ebersberg;
Vorstellung des Programms

BezeichnungInhalt
Sitzung:19.04.2016   EB/004/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin erteilt dem Vertreter der Verwaltung, Herrn Bauer, das Wort.

Dieser erläutert den Sachverhalt:

 

Entstehung des Solarpotenzialkatasters

 

Der Energienutzungsplan des Landkreises Ebersberg sagt aus:

Der Großteil gut geeigneten Dachflächen in der Region ist noch „oben ohne“. Entsprechend groß ist das Potenzial.

 

Zum Beispiel ermöglicht die Nutzung aller für die Photovoltaik geeigneten Flächen eine Deckung von 56% des Strombedarfs im Landkreis. Aktuell liegt der Anteil der solaren Stromerzeugung noch bei 10,2%. Bis 2021 ist das erklärte Ziel, diesen Anteil auf 20% zu verdoppeln.

 

Dieser Schritt ist ein wichtiger Baustein zur Umsetzung der Energiewende. Eine Umsetzung des Solarpotenzialkatasters erfolge  durch die finanzielle Beteiligung der Kommunen des Landkreises.

 

Ziel ist:

  • nachhaltige Steigerung des Anteils erneuerbarer Energien in der Region
  • Hilfe bei der konkreten Planung und Umsetzung eines Solarprojektes
  • Förderung der regionalen Wertschöpfung.

 

Durch eine Mitgliedschaft im Förderverein der Energieagentur Ebersberg e.V. haben lokale Unternehmen, Handwerker, Banken und Sparkassen die Möglichkeit, sich direkt im Kataster zu präsentieren.

 

Mit diesem Online-Tool ist genaue Analyse für jedes Haus möglich:

  • ob und wie ist ein Dach für die Nutzung von Sonnenenergie geeignet
  • kostenlos
  • zusätzlich Hinweise zu Planung und Bau einer eigenen Solaranlage
  • Links auf weiterführende Seiten

 

Die Analyseergebnisse basieren auf einem automatisierten Verfahren (Datenbasis der Laserscandaten ist das Jahr 2013):

  • die Ergebnisse dienen der ersten Information
  • ersetzen aber nicht die Fachberatung durch einen qualifizierten Installateur
  • erfolgen ohne Gewähr.

 

Team der Energieagentur unterstützt bei Fragen zum Solarpotenzialkataster auch, z.B. im Rahmen unserer Energie-Impuls-Beratung. Ermöglicht wurde die Umsetzung des Solarpotenzialkatasters durch die Beteiligung von 20 Kommunen des Landkreises.

 

www.solare-stadt.de/kreis-ebersberg/Solarpotenzialkataster

 


Das Online-Tool sehe konkret folgendermaßen aus:

 

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Mit diesem Tool könne nicht nur Photovoltaik, sondern auch der Nutzen einer Solarthermieanlage untersucht werden, denn auch das warme Wasser und die Wärme im Haus können durch die Sonne erzeugt werden.

 

Die Funktion einer Solarthermieanlage ist innovativ und trotzdem simpel:

  • Kollektor auf dem Dach oder an der Fassade
  • Absorber gefüllt mit einem Wärmeträgermedium
  • Wärmetransport bis zum Wärmetauscher im Haus
  • Abgabe von Wärme an das Waser im Wärmetauscher

 

Für einen Vier-Personen-Haushalt benötigt man 4–6 qm Kollektor-Fläche und einen Speicher von 90 l pro Person. Im Jahresdurchschnitt können so ca. 60% des Warmwasserbedarfs befriedigt werden. Auch Räume können über eine Solarthermieanlage erwärmt werden. Je nach Anlage schafft dies eine Solaranlage allein oder dient dem Hauptheizungssystem als Unterstützung.

 

In der anschließenden Diskussion wies Herr Gröbmayr noch darauf hin, dass eine Solarthermieanlage sinnvollerweise nur an der Südseite eines Hauses angebracht werden sollte, wohingegen bei Photovoltaikanlagen durch die technischen Neuerungen auf  diesem Gebiet die Himmelsrichtung inzwischen weitestgehend egal sei. Je höher der Anteil an Eigennutzung, desto sinnvoller und wirtschaftlicher sei eine Photovoltaikanlage.

 

Die Frage nach den Kosten für dieses Solarpotenzialkatasters wurde von Herrn Gröbmayr mit ca. 25.000.- bis 30.000 Euro angegeben.

Da in diesem Kataster auf entsprechende Handwerksbetrieb und Banken, die ihrerseits

Mitglied im Förderverein Energieagentur sind, verwiesen wird, betreibe man gleichzeitig

regionale Wirtschaftsförderung.