Tagesordnungspunkt

TOP Ö 12: Straßen- und Wegebau;
Erneuerung der Fußwegetreppe an der Rosenheimer Straße / Mühlenstraße;
Maßnahmenbeschluss

BezeichnungInhalt
Sitzung:26.01.2016   BWUA/018/2016 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Vor rund 10 Jahren wurde die Treppe des Fußweges an der Rosenheimer Straße (Ecke Mühlenstraße) zum Oelkofner Feld im Rahmen eines Erschließungsvertrags (Erschließung des Baugebietes Oelkofner Feld) neu errichtet.

 

Nachfolgend führte der Verwaltungsvertreter aus, dass die damals verlegten Betonblockstufen aufgrund der hohen Tausalzbelastung im Winter mittlerweile so stark angegriffen sind, dass die Verkehrssicherheit durch Abplatzungen und Beschädigungen nicht mehr gewährleistet ist. Die Treppe hat kein gleichmäßiges Steigungsverhältnis mehr, teilweise sind die Treppenkanten abgebrochen.

 

Erste Beschädigungen traten erst mehrere Jahre nach Ablauf der Gewährleistungsfristen auf, so dass keine Haftungsansprüche gegenüber den ausführenden Unternehmen bzw. dem Erschließungsträger mehr möglich waren. Es ist auch nicht die mangelhafte Ausführung des Werkes, sondern der verwendete Baustoff. Betonstufen genügen im öffentlichen Straßenraum aufgrund der hohen Belastung durch Streusalz nicht den notwendigen Anspruch an die Dauerhaftigkeit.

 

In der Vergangenheit unternommene Sanierungsversuche mit Beschichtungssystemen an anderer Stelle (Schule, etc.) erwiesen sich nicht als tauglich und führten lediglich zu einer kurzen Verlängerung der Lebensdauer.

 

Es wurden mehrere Varianten zur Instandsetzung der Treppenanlage untersucht:

  1. Betonsanierung/Beschichtung ist nicht möglich, da der Beton keine eigene Festigkeit mehr besitzt (Betongefüge ist durch Salzkorrosion schon zu stark zersetzt).
  2. Erneuerung mit Betonstufen wird nicht empfohlen, da Tausalz (trotz ggf. möglicher Beschichtungen) die Nutzungsdauer verringert und es wieder zu Abplatzungen kommen kann, diese müssten dann aufwendig saniert werden.
  3. Erneuerung mit Granitmassivstufen (Blockstufen): hohe Beständigkeit gegen Witterungseinflüsse und Tausalz.

 

Die Erneuerung ist bei einer Vergleichsbetrachtung unter Berücksichtigung künftiger Unterhaltungsaufwendungen die wirtschaftlichste und dauerhafteste Lösung. Eine Erneuerung mit Betonstufen kommt nicht in Betracht, da diese ebenfalls wieder durch das verwendete Tausalz im Winterdienst angegriffen werden. Deshalb wird von der Verwaltung vorgeschlagen, die Treppenanlage mit Granitblockstufen zu erneuern.

 

Weiterhin wurden Varianten zur Ausführung der Treppenanlage mit und ohne Schieberampe für Fahrräder untersucht.

Da kein Erfordernis für die jetzt vorhandene Breite von 2,50 m besteht, wird eine Verschmälerung auf eine Breite von 1,75 m vorgeschlagen sowie die Errichtung einer Schieberampe für Fahrräder. Diese Schieberampe ist so schmal auszuführen, dass eine missbräuchliche Nutzung für Kinderwägen und Rollstühlen schon technisch ausgeschlossen ist. Aufgrund des starken Gefälles ist eine rollstuhlgerechte Ausführung (Rampenneigung max. 6 %) ausgeschlossen. Die Mehrkosten für eine Schieberampe belaufen sich auf ca. 5.000,– € brutto gegenüber einer 1,75 m breiten Treppe aus Granitblockstufen. Angesichts der Vorteile in der Nutzbarkeit wird vorgeschlagen, die Schieberampe bei der Erneuerung mit zu errichten.

 

Für die ausreichende Beleuchtung der Treppe wird eine weitere Straßenlampe auf dem Mittelpodest der Treppe ergänzt.

 

Das günstigste Kostenangebot für die Maßnahme beläuft sich auf brutto 21.080,– €. Die Vergabe der Bauleistungen erfolgt nach Entscheidung für die Durchführung (Maßnahmenbeschluss) zur Ausführung ca. im März/April 2016. Die Zuständigkeit für die Vergabe der Bauleistungen liegt im Aufgabenbereich der laufenden Verwaltung (Art. 37 GO).

 


Nach Sachvortrag wurde vom Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig die Erneuerung der Treppenanlage von der Rosenheimer Straße zum Oelkofner Feld beschlossen. Die Treppe ist mit Granitblockstufen in einer reduzierten Breite von 1,75 m zzgl. einer Schieberampe für Fahrräder auszuführen und für die ausreichende Beleuchtung der Treppe ist eine weitere Straßenlampe auf dem Mittelpodest der Treppe anzubringen.

 

 

Anwesend 11

Das Ausschussmitglied Frau Regina Offenwanger hat den Sitzungssaal verlassen.