Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Neubau des städtischen Bauhofes auf dem Grundstück Fl.Nr. 573/0 der Gemarkung Grafing (Schammacher Feld)
a) Billigung des Bauentwurfes
b) Bauantrag

BezeichnungInhalt
Sitzung:15.12.2015   BWUA/017/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin entschuldigte sich eingangs dafür, dass die Beschlussvorlage nicht zeitgerecht in das Gremieninfo eingestellt wurde. Es wurde erklärt, dass die Beschlussvorlage von der Vertreterin des Bauamtes zeitgerecht fertig gestellt wurde. Der maßgebliche Bauentwurf beinhaltete jedoch eine deutliche Erhöhung der Kosten (ca. 2,8 Mio. €), die eine grundlegende Überarbeitung der Planung hinsichtlich Einsparungspotentiale notwendig gemacht hat. Die heute vorgestellte Planung ist also das Ergebnis der erst kurzfristig abgeschlossenen Überarbeitung und den dabei erreichten Kosteneinsparungen.

 

Im Folgenden begrüßte die Erste Bürgermeisterin den anwesenden Ingenieur Herrn Gehm. Zur Ausführung des Tagesordnungspunktes wurde das Wort im Anschluss an die Vertreterin des Bauamtes sowie an Herrn Gehm übergeben.

 

 

a) Billigung des Bauentwurfes

 

Die Vertreterin des Bauamtes verwies auf die Sitzung des Bau-, Werk- und Umweltausschusses vom 21.04.2015, in der die Entwurfsplanung zum Neubau des städtischen Bauhofes vorgestellt wurde und der Durchführungsbeschluss als Empfehlung an den Stadtrat gefasst wurde. Vom Stadtrat wurde dann in der Sitzung vom 05.05.2015 der Durchführungsbeschluss gefasst.

 

 

1. Ausgangssituation

 

Auszug aus dem Durchführungsbeschluss

 

Nach dem Grunderwerb für die potentiellen Standortflächen und für die Verbreiterung der Erschließung (Schammacher Weg) wurde am 10.07.2012 die Baulandausweisung für diesen Standort eingeleitet. Die hierfür notwendige 13. Änderung des Flächennutzungsplans (Genehmigung vom 16.03.2015) und der Erlass des Bebauungsplans „Sondergebiet Bau- und Wertstoffhof“ (Genehmigung 23.10.2014) sind mittlerweile abgeschlossen.

 

Für die Grundlagenermittlung und die Vorplanung für den oben genannten Bebauungsplan wurde von der Stadtverwaltung das Ingenieurbüro Gehm aus Vaterstetten beauftragt. Inhalt des Vertrags ist, dass im Falle einer Projektfortführung die Leistungen Stufe 2 bis 4 ab Entwurfsplanung als optional vereinbart gelten. Aufgrund dieser Vertragsvereinbarung wurde seitens der Verwaltung Ende 2014 mit Herrn Gehm Kontakt aufgenommen und die Projektfortführung bzw. Umsetzung besprochen.

 

  1. Auf Basis der Vorschläge der Leiter des Bauhofs und des Wasserwerks wurde ein erster Vorentwurf erstellt mit einer ersten Kostenschätzung von 2,1 Mio. €.
  2. Daraufhin wurde der Entwurf überarbeitet; und die geschätzten Baukosten konnten auf 1,72 Mio. € reduziert werden.
  3. Im Rahmen der weiteren Entwurfsplanung wurden unter Berücksichtigung der Wünsche der Stadträte, den Leitern des Bauhofs und Wasserwerks und der Bauhofmitarbeiter die räumlichen und baulichen Anforderungen abgestimmt.
  4. Nach der neuen Kostenberechnung wurde jedoch klar, dass nicht alle Bauwünsche erfüllt werden können. Einsparungspotential wurde bei folgenden Baudetails gefunden:

-      Montagegrube

-      Sektionaltore auf der Rückseite des Gebäudes

-      Größe der Kfz-Halle

-      zusätzliche Öffnung an der Giebelseite der Halle

-      keine vollständige Herstellung der Außenanlagen

-      Verzicht auf Asphaltierung an der Gebäudewestseite

 

 

2. Maßnahmenbeschreibung

 

2.1. Gebäudeplanung

 

A.           Bauhofgebäude

Gebäudedaten:          Grundfläche:                          613,00 qm

                                   Achsraster:                               5,50 Meter/5,00 Meter

                                   Breite:                                     16,00 Meter

                                   Länge:                                    38,41 Meter

 

Nutzung im Erdgeschoss:

-     Büroflächen für Bauhofleitung und Wasserwerk 60,00 qm

-     Werkstatt Wasserwerk

-     Lager- und Garagenraum Wasserwerk

-     Schreinerei 91,60 qm (vorher 69,50 qm)

-     Sozialräume:

- Umkleiden Damen und Herren

- WC-Anlagen und Duschen

- Aufenthaltsräume mit Küchenbereich

-     Sanitätsraum

-     Flure und Technik

 

Der Handlingbereich mit Lager (Achse 7–8) sowie der Bereich Garage/Lager Wasserwerk sind mit abgesenkter Raumtemperatur vorgesehen. Alle weiteren Räume im Erdgeschoss mit normaler Innentemperatur gemäß Arbeitsstättenrichtlinie (ASR).

 

Nutzung im Obergeschoss:

-     Lagerbereich für Nutzung mit Palettenregalen für Euro-Paletten

-     Kleinteillager Bauhof und Kleinteillager Wasserwerk

-     Zugang über Treppe aus Erdgeschoss und Kfz-Halle

-     Güter über Lastenaufzug und offener Lagerbereich in der Halle

 

Das Obergeschoss wird als Lagerbereich nicht beheizt. Außenwände und Dach sind gedämmt.

 

Dach:

-     Metalleindeckung mit Stehfalz auf tragender Trapezblechschale als robuste Konstruktion zur Montage einer PV-Anlage mit zugelassenem und durchdringungsfreiem Klemmsystem (KalZip oder gleichwertig)

-     Gesamte Dachfläche ist statisch für PV-Anlage geeignet

-     Belichtung mit Dachfenstern und RWA – nach Anforderung Brandschutzkonzept

 

Konstruktion und Tragwerk:

-     Tragwerk als Stahlbeton-Fertigteil-Skelett-Bauweise bestehend aus Stützen und Unterzügen auf Konsollagerung

-     Gründung der Stützen eingespannt in Köcherfundamenten in Verbindung mit Streifenfundamenten der Wände

-     Bodenplatte auf Kiestragschicht

-     Estrich auf Dämmung für Arbeitsbereiche

-     Deckentragwerk der Decke über Erdgeschoss in Stahlbetonbauweise (Nutzlast 10 KN/m²), Herstellung mittels Halbfertigteilbauweise (Filigranplatten) und Ortbetonergänzungen

-     FT-Unterzüge mit Konsolausklinkung – Auflagerung auf Konsolen der Randstützen

-     Dachtragwerk als Pultdach mit Brettschichtholzbinden aufgelagert auf Randstützen

-     Trapezblech Tragschale mit aufgesetzter Metalleindeckung (KalZip oder gleichwertig)

-     Metall-Sandwich-Fassade horizontal gespannt an FT-Stützen befestigt, Tor- und Fensteröffnungen mit Metallrahmen bzw. Rohrprofilen, Sockelbereich mit FT-Betonsandwichplatten

-     Trennwände Metall-Ständer-Bauweise (Trockenbauweise)

-     Brandwand zur Kfz-Halle Beton gemäß Brandschutzkonzept

 

Ausstattung: (Technische Ausrüstung siehe Fachplanungen)

-     Bodenbeläge Erdgeschoss: Feinsteinzeug in Fluren, Aufenthalts-, Sozialräumen und Bürobereichen, sowie Treppen, WC’s und Duschbereiche

-     Bodenplatte mit Beschichtung auf Estrich: Werkstatt und Schreinerei

-     Bodenplatte beschichtet: Garage, Lager Wasserwerk und Handlingbereich Achse 7–8

-     Bodenbeläge Obergeschoss: Betonplatte flügelgeglättet

-     Öffnungen Fenster und Türen: Fenster Kunststoffprofile, Türen Metallkonstruktion oder Sektionaltore in wärmegedämmter Bauart mit transparenten Einsatzfeldern

-     Wände: Anforderungen gemäß Brandschutzkonzept, Massivwände als Sichtbeton einfacher Standard, gestrichen, Flurbereiche mit Stoßschutz

-     Fassaden: Metall-Sandwich-Fassade 14 cm Dämmung, Anprallschutz vor stoßgefährdeten Bereichen wie Toranlagen

-     Decken: MF-Raster Decke mit Dämmung über den beheizten Räumen im Erdgeschoss, Stahlbeton Decke feuerbeständige Bauart oberseitig maschinell flügelgeglättet

-     Dach: Untersicht Trapezblech weiß beschichtet

-     Lastenaufzug: Traglast 750 kg in Stahlbetonschacht zur Bestückung der Lagerbereiche im Obergeschoss

-     WC-Anlagen und Duschbereiche: Boden Feinsteinzeug, Wände Fliesenbelag türhoch im Duschbereich und brüstungshoch im WC-Bereich

 

 

B.           Kfz-Halle

Gebäudedaten:          Fahrzeughalle:                       423,00 qm

                                   Lagerbereich                            44,70 qm

                                   zzgl. Überdachte Waschfläche

                                   Achsraster:                                 5,00 Meter

                                   Breite:                                       16,00 Meter

                                   Länge:                                      35,21 Meter

 

Nutzung im Erdgeschoss:

-     Kfz-Halle für Fahrzeuge des Baubetriebshofs

-     Werkstattbereich

-     Lagerraum für Arbeitsmaterialien

-     Offener Bühnenbereich mit Zugang über Treppe

 

Gesamter Hallenbereich mit abgesenkter Temperatur min. 5 Grad

 

Nutzung Bühnenbereich:

-     Lagerbereich für Nutzung Palettenregale

-     Kleinteillager Bauhof und Kleinteillager Wasserwerk

-     Zugang über Treppe aus Erdgeschoss und in Kfz-Halle

-     Güter über Lastenaufzug

 

Das Obergeschoss wird als Lagerbereich nicht beheizt. Außenwände und Dach gedämmt.

 

Dach:

-     Metalleindeckung mit Stehfalz auf tragender Trapezblechschale als robuste Konstruktion zur Montage einer PV-Anlage mit zugelassenem und durchdringungsfreiem Klemmsystem (KalZip oder gleichwertig).

-     Gesamte Dachfläche ist statisch für PV Anlage geeignet.

-     Belichtung mit Dachfenstern und RWA – nach Anforderung Brandschutzkonzept

 

Konstruktion und Tragwerk:

-     Tragwerk als Stahlbeton-Fertigteil-Skelett-Bauweise bestehend aus Stützen und Unterzügen auf Konsollagerung

-     Gründung der Stützen eingespannt in Köcherfundamenten in Verbindung mit Streifenfundamenten der Wände

-     Bodenbelag Asphalt (Asphaltbelag in der gesamten Halle)

-     Deckentragwerk der Decke über Erdgeschoss in Stahlbetonbauweise, Herstellung mittels Halbfertigteilbauweise (Filigranplatten)

-     Dachtragwerk aus Stahlbinden aufgelagert auf Stützen

-     Trapezblech Tragschale mit aufgesetzter Metalleindeckung

-     Metall Sandwich Fassade horizontal gespannt an FT-Stützen befestigt, Tor- und Fensteröffnungen mit Metallrahmen bzw. Rohrprofilen, Sockelbereich mit FT-Betonsandwichplatten

-     Trennwände Lagerbereich Stahlbeton

-     Brandwand zur Kfz-Halle Beton gemäß Brandschutzkonzept

 

Ausstattung: (Technische Ausrüstung siehe Fachplanungen)

-     Bodenplatte Kfz-Halle: Asphaltbeton in der gesamten Halle

-     Bodenplatte mit Beschichtung auf Estrich: Werkstatt und Schreinerei

-     Öffnungen Fenster und Türen: Fenster Kunststoffprofile mit Alu-Vorsatzschale, Türen Metallkonstruktion oder Sektionaltore in wärmegedämmter Bauart mit transparenten Einsatzfeldern

-     Wände: Anforderungen gemäß Brandschutzkonzept, Massivwände als Sichtbeton einfacher Standard, gestrichen, Flurbereiche mit Stoßschutz

-     Fassaden: Metall-Sandwich-Fassade 14 cm Dämmung, Anprallschutz vor stoßgefährdeten Bereichen wir Toranlagen

-     Decken: Stahlbeton Decke feuerbeständige Bauart oberseitig maschinell flügelgeglättet

-     Dach: Untersicht Trapezblech weiß beschichtet

-     Lastenaufzug: Traglast 750 kg in Stahlbetonschacht zur Bestückung der Lagerbereiche im Obergeschoss

-     WC-Anlagen und Duschbereiche: Boden Feinsteinzeug, Wände Fliesenbelag türhoch im Duschbereich und brüstungshoch im WC-Bereich

 

Außenbereiche:

Nach der Fachplanung zur Entwässerung ist eine herkömmlich Versickerung der Niederschlagswässer infolge geringen Abstands zum Grundwasser und dem Schutz des Biotops nicht möglich. Niederschläge sind in offenen Sickerbereichen und bei Herstellung des Wertstoffhofes in Rigolen zu versickern.

Regenwasser der hofseitigen Dachfläche kann nicht versickert werden und ist durch das Gebäude zur westlichen Seite und von dort in offenen Rinnen zu den Verdunstungsbereichen an der westlichen Grundstücksgrenze zu leiten.

Die Änderung in eine pultdachartige Dachform aus Gründen der Entwässerung wird empfohlen. Näheres siehe Außenanlagenplanung!

 

 

2.2. Elektroplanung

 

2.2.1    Die Planung bezieht sich auf den Neubau eines Bauhofs mit Kfz-Halle. Die elektrotechnischen Installationen und Anlagen werden entsprechend den Anforderungen einer Gewerbenutzung erstellt. Nachfolgende Erläuterungen/Beschreibungen und Planungsunterlagen beziehen sich auf die Gewerke Elektro- und Fernmeldetechnik, mit Grundlage Entwurfsplanung. Die Planung, Kostenberechnung sowie der Erläuterungsbericht beinhalten nicht die Installation des Wertstoffhofes. Die öffentliche Erschließung erfolgt durch Anbindung an das niederspannungsseitige Versorgungsnetz der Bayernwerke. Die Versorgung der Telekommunikationsanlagen erfolgt durch die Anbindung an das Telefonnetz der Deutschen Telekom.

 

2.2.2    Photovoltaikanlage (KG 442)

            Für den Eigenverbrauch soll eine Photovoltaikanlage vorgesehen werden. Der erzeugte Strom, welcher nicht im Gebäude verbraucht wird, soll in das örtliche Netz des Energieversorgungsunternehmens eingespeist werden. Die Leistung der PV-Anlage soll entsprechend der Berechnung EnEV dimensioniert werden. Hier ist eine Leistung von 23 kWp gefordert. Hierzu werden die entsprechenden Module auf der Südseite des Daches vorgesehen.

 

2.2.3    Niederspannungsschaltanlagen (KG 443)

Hausanschluss und Hauptschaltanlagen:

 

Der Elektroraum befindet sich im Erdgeschoss des Gebäudes an der Gebäudeaußenwand.

Im Elektroraum werden folgende Anlagen installiert:

-       Zähleranlagen

-       Wandlermessungen

-       Übergabeverteiler/NSVH

-       Bereichsverteileranlage Unterverteilung Bauhof

-       Bereichsverteileranlage Unterverteilung Kfz-Halle

 

            Zählerbereiche werden bei dem Gebäude wie folgt unterteilt:

-       Wandlermessung für Bauhof und Kfz-Halle

 

Abgehend von den Zähleranlagen werden sämtliche Unterverteileranlagen versorgt.

 

2.2.4    Niederspannungsinstallationsanlagen (KG 444)

Die komplette Installation erfolgt mit Kabel- und Leitungen im Bereich der Treppenhäuser, Flure, Sanitärbereiche, Sozialtrakt und Büros unter Putz (im Mauerwerk, in Trockenbauwänden bzw. in Betonwänden).

Alle anderen Bereiche im Bauhof sowie die komplette Kfz-Halle und das Obergeschoss werden als auf Putz Installation realisiert. Der Bereich Lager Maler wir in EX-Schutz ausgeführt.

 

Hauptkabeltrassen werden durch ausreichend dimensionierte Kabelrinnensysteme ausgebildet. In den Hauptkabeltrassen werden zur Trennung der Stark- und Fernmeldetechnischen Leitungsanlagen Trennstege ausgebildet. Die Geschosse werden über den Steigschächten erschlossen. Als Standard-Verlegesysteme werden Kabelrinnen, Kanäle und Verlegerohre eingesetzt. Die Kanäle werden dabei als Kunststoffkanäle und die Installationsrohre als Kunststoffrohre ausgeführt. Werden Rohre bei unter Putz Installationen eingesetzt, so werden diese ausschließlich als Kunststoffrohre realisiert.

 

Alle Kabel-, Leitungs- und Rohreinführungen ins Gebäude werden durch entsprechende Dichtpackungen und Durchführungen abgedichtet. Für Kabel und Leitungen findet ein genormtes Kabelmaterial in allen erforderlichen Querschnitten Einsatz. Die Verlegung der Haupt- und Steigleitungen erfolgt in Steigschächten und in den koordiniert vorgehaltenen Verlegesystemen. Als Leitungen werden Kunststoffmantelleitungen installiert. Schalter- und Steckdosen werden in einem Standardprogramm (z.B. Berker) eingesetzt. Wichtige Installationsgeräte und Komponenten der Beleuchtungsanlage werden vor dem Einbau durch den Bauherrn bemustert.

 

Generell wird darauf geachtet, sämtliche Flucht- und Rettungswege entsprechend des Brandschutzkonzeptes bzw. der Leitungsanlagenrichtlinie LAR frei von fremden Brandlasten zu halten. Bei Flurquerungen werden die Leitungsanlagen brandschutztechnisch gegenüber den übrigen Bereichen abgeschottet. Des Weiteren werden, soweit dies bauaufsichtlich notwendig ist, sämtliche Wand- und Deckendurchdringungen mit entsprechenden Brandschottungen verschlossen.

 

            Folgende Verteilerbereiche wurden gemäß Elektroplanung im Gebäude unterteilt:

-       Unterverteilerbereich Kfz-Halle

-       Unterverteilerbereich Bauhof

 

Für den späteren Neubau des Wertstoffhofes wird ein separater Abgang in der NSHV vorgesehen. Sämtliche Verteileranlagen werden mindestens als partiell typgeprüfte Schaltanlagen ausgeführt und entsprechend der zu verteilenden Last dimensioniert. Es werden ca. 20 % Platzreserve für spätere Erweiterungen vorgehalten. Die Türen werden abschließbar – mit Schwenkbügel für Profilhalbzylinder – ausgeführt. Innerhalb der Verteileranlagen erfolgt eine strenge Trennung der Licht- und Steckdosenstromkreise untereinander. Alle Steckdosen- und Lichtstromkreise werden durch Fehlerstromschutzschalter vorgesichert.

 

2.2.5    Beleuchtungsanlagen (KG 445)

Die Auslegung der Beleuchtungsanlage wird in Anlehnung an die DIN 12464 mit Ausrichtung auf Arbeitsstätten realisiert. Im Flur und im Treppenhaus, im Sanitärbereich, im Aufenthaltsraum sowie im Außenbereich werden LED-Leuchten vorgesehen. Alle restlichen Bereiche werden mit konventionellen Leuchten (Leuchtstoffmittel) ausgestattet. Alle Leuchten gemäß Bemusterungsliste in der Entwurfsplanung.

 

Folgende Beleuchtungsstärken werden mindestens realisiert:

-      Flure und Treppenhäuser               150 Lux

-      Büros                                               500 Lux

-      Lagerräume                                    200 Lux

-      Technikräume                                 200 Lux

-      Werkstätten                                     500 Lux

-      Kfz-Halle                                         250 Lux

 

Die Beleuchtungsstärken wurden vorab mit dem Nutzer abgestimmt und besprochen. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist keine Sicherheitsbeleuchtung gefordert.

 

2.2.6    Blitzschutz, Potenzialausgleich und Überspannungsschutz (KGR 446)

Eine Blitzschutzanlage ist gemäß Brandschutzgutachten derzeit nicht notwendig. Das Gebäude erhält eine Erderanlage. Zur Realisierung der Erderanlage wird ein Fundamenterder aus V4A unterhalb der Bodenplatte vorgesehen. Zusätzlich wird eine Potentialausgleichsleiter aus verzinktem Stahl in der Bodenplatte eingelegt. Die beiden Erdungssysteme werden über dem Höchstwasserstand verbunden. Mindestens in den Technikräumen, im Aufzugsschacht sowie im Bereich der Halle werden Anschlussfahnen des Erdersystems zur Ausbildung des Gebäudepotenzialausgleichs vorgesehen.

Die Realisierung des Potentialausgleichs erfolgt in Anlehnung an die DIN 18014.

 

2.2.7    Zeitdienstanlagen und Zutrittskontrollen (KG 453)

Für eine spätere Installation einer nachträglichen Zeiterfassung durch den Nutzer soll ein Datenanschluss im Eingangsbereich vorgesehen werden. Weitere Installationen sind nicht vorgesehen. Im Zuge der Planung wurden Türen festgelegt, welche mit einem elektronischen Schließzylinder ausgestattet werden sollen. Hierbei handelt es sich um ein Offlinesystem. In der Kostenberechnung soll ein entsprechender Kostenansatz aufgenommen werden. Der genaue Umfang sowie die technischen Details werden in den weiteren Planungsschritten festgelegt. Der Bauherr erwägt, alle Liegenschaften mit gleichem Schließsystem auszustatten.

 

2.2.8    Kommunikationsnetze (KG 457)

Das Telekommunikations- und Datennetz wird in strukturierter Verkabelung ausgeführt, so dass eine flexible Nutzung des gesamten Netzwerks für EDV oder Telefon ermöglicht wird. Derzeit sind Datennetze im Gebäude wie folgt vorgesehen:

-       Büro, gemäß Absprache mit dem Bauherrn

 

Im Abstellraum ist ein 19“-Datenschrank zur Aufnahme der Kabel installiert. In diesem Verteiler sind CAT 6 Patch Panels vorgesehen. Ebenso wird hier die Übergabedose der Telekom integriert. Weitere EDV-Installationen gemäß Planung.

 

2.2.9    Außenbeleuchtung (KG 540)

Die Beleuchtung des Einfahrtsbereiches wird mittels Mastleuchten mit LED-Strahler realisiert. Für die Erschließung des Wertstoffhofes sowie der Außenfläche werden Leerrohre DN 110 unterhalb der asphaltierten Fläche vorgesehen.

 

 

2.3. Heizung-, Sanitär- und Lüftungsplanung

 

2.3.1    Für das Dach ist derzeit ein Satteldach vorgesehen. Die Regenwasserableitung der Hofseite (Osten) erfolgt durch das Gebäude auf der Westseite. Eine Unterquerung des Gebäudes ist wegen des hohen Grundwasserstandes nicht möglich, da ansonsten nicht mehr nach den geltenden Regeln der Technik das Regenwasser ordnungsgemäß versickert werden kann. Die Technikzentrale befindet sich im Erdgeschoss. Die Sanitären Anlagen werden im „normalen“ Standard ausgeführt. Für die Heizungsanlage wurde folgender Umfang geplant: Wärmeerzeugung mittels Gas-Brennwertkessel, dezentrale, elektrische Trinkwassererwärmer, Wärmeübergabe in den Raum mittels Heizkörper in den Aufenthaltsräumen, alternativ kann hier auch eine Fußbodenheizung eingebaut werden, oder Umluft-Heizer in der Fahrzeughalle, Schreinerei und Lager (Garage Wasserwerk). Für die Lüftung wurde geplant, dass alle innenliegenden Räume über ein zentrales Lüftungsgerät mit hohem Wärmerückgewinnungsgrad (> 85%) kontrolliert be- und entlüftet werden.

 

2.3.2    Sanitäre Anlage (KG 410)

Die Schmutzwasserinstallation erfolgt ausschließlich in Kunststoffrohren. Formstücke werden mit Steckmuffen verbunden. Für die Wasserversorgung ist formstabiles Edelstahlrohr vorgesehen. Der Werkstoff Edelstahl wird bis zu den Entnahmestellen geführt. Die Sanitären Ausstattungsgegenstände und Armaturen werden entsprechend der Nutzung ausgesucht und sind der unteren Preiskategorie zugeordnet. Auf der Giebelseite der Fahrzeughalle ist ein Anschluss DN 20 für einen Hochdruckreiniger vorgesehen. Am Ende der Leitung wird eine Hygienespulstation vorgesehen, um eine Verkeimung der Leitungen zu verhindern. Die Dämmung der Sanitären Leitungen wird entsprechend der EnEV und der geltenden Normen ausgeführt.

 

2.3.3    Heizung (KG 420)

Die Wärmeerzeugung erfolgt über einen Gas-Brennwertkessel im Technikraum des Gebäudes mit einer Gesamtleistung von 85 kW. Im Technikraum kommt ein Heizungsverteiler zur Aufstellung. Das Temperaturniveau der einzelnen Heizkreise ist für eine max. Nutzung des Brennwerteffektes und damit max. Gesamtwirkungsgrad angepasst. Die Lüftungsgeräte verfügen NICHT über ein Nachheizregister. Die eingeblasene Frischluft wird über den integrierten Wärmetauscher vortemperiert und mit den Heizkörpern auf Raumtemperatur erwärmt. Die Warmwasserbereitung erfolgt über dezentrale Elektro-Boiler oder Durchlauferhitzer.

 

2.3.4    Lüftung (KG 430)

Für die kontrollierte Be- und Entlüftung der innenliegenden Räume ist ein Lüftungsgerät mit hocheffizienten, drehzahlregelbaren, direkt angetriebenen Ventilatoren, sowie einem Wärmetauscher mit einem Rückgewinnungsgrad von > 85 % vorgesehen. Die Außenluft wird auf der Westfassade (Garage/Lager Wasserwerk) angesaugt und durch eine waagrechte Verzugsleitung bis an das Lüftungsgerät gebracht. Nach der Aufbereitung der Außenluft im Lüftungsgerät wird über Zuluftkanäle die Luft in die Räume geblasen. Die Abluft wird dem Lüftungsgerät wieder zugeführt, um die enthaltene Wärme über den vorgesehenen Wärmetauscher weitestgehend zu entziehen. Danach wird die Fortluft über die Kanäle bis zu einem Wetterschutzgitter in der Westfassade (Garage/Lager Wasserwerk) ausgeblasen.

 

2.3.5    Technische Anlagen in Außenanlagen (KG 540)

Die Kanalleitungen (Schmutzwasser) außerhalb des Gebäudes werden entsprechend den gültigen Normen verlegt. Die Schmutzwasserleitungen innerhalb des Gebäudes werden unter der Bodenplatte gesammelt und in den Übergabeschacht geführt. Vom Übergabeschacht ist eine Hausanschlussleitung in den öffentlichen Kanal geplant. Das anfallende Wasser in der Fahrzeughalle und vom überdachten Waschplatz außerhalb der Fahrzeughalle wird über einen Schlammfang und Koaleszenzabscheider geführt. Die Regenentwässerung wird oberflächig abgeführt und wird im Außenanlagenplan dargestellt.

 

 

2.4. Außenanlagenplanung

 

2.4.1     Befestigte Flächen

Die Verkehrsflächen werden mit einem dreilagigen Asphaltbelag (Gesamtstärke 20 cm) ausgebildet. An der Westseite des Bauhofs wird zusätzlich als Feuerwehrumfahrung und -aufstellfläche ein Kiesstreifen angelegt. Die Stellplätze im Norden werden auch als Kiesfläche mit Randeinfassung angelegt.

 

2.4.2    Entwässerung

Aufgrund des geringen Grundwasserabstands muss die Entwässerung des Gebäudes und der Verkehrsflächen oberflächlich erfolgen. Das Dachwasser wird nach Westen über Rinnen im Belag zur Entwässerungsmulde geführt. Sämtliche Verkehrsflächen entwässern oberflächlich vom Gebäude weg in die umlaufenden Entwässerungsmulden.

 

2.4.3    Einfriedungen

Die Zufahrt wird mit einem zweiflügeligen Schiebetor (elektrisch betrieben) mit einer Durchfahrtsbreite von 12 Meter versehen. Entlang des Schammacher Wegs wird ein Doppelstabgitterzaun (Höhe 2 Meter) gebaut. Das übrige Gelände wird durch einen Maschendrahtzaun, Höhe 1,20 Meter, eingefriedet.

 

2.4.4     Ausgleichsfläche

Die Ausgleichsfläche (ca. 2.000 m²) wird entsprechend dem Grünordnungsplan bepflanzt und als extensive Wiese angelegt.

 

2.4.5     Grünflächen

Die übrigen Grünflächen werden entsprechend dem Grünordnungsplan bepflanzt und als Wiesen/Rasen angelegt. Die östliche Grünfläche mit Baumpflanzung wird ebenfalls schon angelegt, um das Baugrundstück zum Stadtgebiet hin einzugrünen.

 

 

3. Kostenübersicht

 

KG

Gewerk

GP (netto)

Kostenschätzung 2014

GP (netto)

Kostenberechnung Aktuell 2015

Differenz  (netto)

200

Herrichten und Erschließen

30.252,10 €

30.252,10 €

---

300

Bauwerk gesamt

839.783,19 €

1.013.598,30 €

173.815,20 €

 

Betriebsgebäude

519.836,98 €

667.074,81 €

147.237,83 €

 

Kfz-Halle

319.946,21 €

346.523,52 €

26.577,31 €

400

Technische

Anlagen

265.546,21 €

333.772,00 €

68.225,79 €

 

Betriebsgebäude

157.983,19 €

---

---

 

Kfz-Halle

107.563,02 €

---

---

500

Außenanlagen

129.573,10 €

208.165,00 €

78.591,90 €

600

Ausstattung

nicht berücksichtigt

nicht berücksichtigt

nicht berücksichtigt

700

Baunebenkosten

179.579,83 €

278.769,75 €

99.189,92 €

Gesamtsumme

1.444.734,40 €

1.864.557,18 €

419.822,70 €

MwSt.

274.499,53 €

354.265,80 €

79.766,27 €

GESAMTSUMME (brutto)

1.719.233,90 €

2.218.822,90 €

499.589,00 €

 

 

Unter Punkt 2.1 ist die Dachausführung als Pultdach vorgesehen:

 

Pultdach

 

 

Die Änderung der Dachform zugunsten eines Pultdaches ist bedingt durch die Entwässerungssituation. Das Dachflächenwasser ist zusammen mit dem Niederschlagswasser der Freiflächen westlich des Bauwerks der am westlichen Grundstücksrand liegenden Sickermulde zuzuführen und wird dort oberflächennah versickert. Das ist erforderlich, um den natürlichen Wasserkreislauf und damit die Funktionsfähigkeit der angrenzenden „Haidlinger Lacke“ (Feuchtbiotop) nicht zu beeinträchtigen.

 

Bei dem ursprünglich geplanten (und vom Bebauungsplan festgesetzten) Satteldach wäre es notwendig gewesen, die östliche Dachfläche über innenliegende Fallrohre auf die Gebäudewestseite zu führen. Neben dem Risiko von Undichtigkeiten wären hier auch Mehraufwendungen für die Leitungsdämmung (Schwitzwasser) notwendig geworden. Eine unterirdische Verlegung (Grundleitungen) scheidet aus Gründen des Gefälles aus. Mit dem Pultdach können dann die Regenfallrohre und Regenrinnen auf der Hofseite entfallen.

 

Gegenüber einem Satteldach können dadurch auch Kosten von ca. 45.000 Euro eingespart werden. Dazu kommen dann noch die Kosten der Sanitär- bzw. Entwässerungsplanung mit ca. 12.000 Euro. Diese Kosteneinsparungen, von gesamt 57.000 Euro, sind in der oben genannten Kostenberechnung bereits berücksichtigt.

 

 

In der anschließenden ausführlichen Beratung wurde von Herrn Dr. Böhm, Ausschussmitglied, der Vorschlag unterbreitet, den Neubau nicht in Einzelgewerken sondern durch Generalunternehmer mit Kostenobergrenze auszuschreiben. Der Redner ging davon aus, dass der Baukörper von einem Generalunternehmer deutlich günstiger errichtet werden kann.

 

Die Erste Bürgermeisterin erklärte, dass aufgrund der maßgeblichen vergaberechtlichen Vorschriften (§ 5 Abs. 2 VOB) die Verpflichtung zur Ausschreibung der Leistungen als Einzelgewerke erfolgen muss und eine Gesamtvergabe an Generalunternehmer hier nicht zulässig ist. Das Bauvorhaben und die weiteren Gesamtumstände weisen keine Besonderheiten auf, die eine Abweichung rechtfertigen würde.

 

Daraufhin schlug Herr Dr. Böhm vor, die rechtliche Zulässigkeit eigenständig zu überprüfen. Ferner wurde von Herrn Dr. Böhm der Antrag zur Geschäftsordnung gestellt, die Leistung des Bauhofneubaus, falls rechtlich zulässig, alternativ auch als Generalunternehmerleistung (alos Gesamtvergabe) mit einer Kostenobergrenze auszuschreiben.

 

Von der Sitzungsleiterin wurde hierüber zur Abstimmung aufgerufen.

 

Beschluss:

Ja: 12  Nein: 0

 

Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss beschloss einstimmig, dem Antrag des Herrn Dr. Böhm, die Leistung des Bauhofneubaus, falls rechtlich zulässig, alternativ auch als Gesamtvergabe (Generalunternehmer) mit einer Kostenobergrenze auszuschreiben, zu entsprechen.

 

 

Ein weiteres Ausschussmitglied ging nochmals auf den Antrag von Herrn Dr. Böhm ein und erklärte hierzu, dass der Bezirk Oberbayern größere Bauvorhaben ebenfalls als GU-Leistung ausschreibt und hierbei sehr gute Erfolge erzielt wurden.

 

Im Ausschuss wurde weiter darüber beraten, ob es nicht sinnvoller wäre, die Mehrkosten in Kauf zu nehmen und die Sektionaltore auf der Rückseite des Gebäudes mit einzubauen sowie die Fläche dementsprechend zu befestigen.

 

Aus dem Gremium (Herr Dr. Böhm) wurde der Vorschlag unterbreitet, die Leistungen als Eventualposition mit auszuschreiben. Hierzu entgegnete die Mitarbeiterin der Verwaltung, dass eine Leistungsbeschreibung eindeutig sein muss und Bedarfspositionen (Eventualpositionen, Wahlpositionen) unzulässig sind (§ 7 Abs. 1 Nr. 4 VOB/A).

 

Beschluss:

Ja: 12  Nein: 0

 

Nach ausführlicher Beratung beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, dem Stadtrat folgende Beschlussfassung zu empfehlen:

 

Der Bauentwurf (Entwurfsplanung) nebst Kostenschätzung vom 11.12.2015 zum Neubau des städtischen Bauhofes auf dem Grundstück Fl.Nr. 573/0 der Gemarkung Grafing wird gebilligt. Die Leistungsphase der Ausführungsplanung ist auf dieser Entscheidungsgrundlage durchzuführen.

 

Die Vergabe ist vorzubereiten, sobald die die Zulässigkeit einer Ausschreibung mit Gesamtvergabe (Generalunternehmer) festgestellt ist.

 

 

 

b) Bauantrag:

 

Beantragt wird von der Stadt Grafing b.M. die Errichtung eines Bauhofgebäudes mit Kfz-Halle und Freiflächen auf dem Grundstück Fl.Nr. 573 der Gemarkung Grafing. Das Vorhaben liegt im Geltungsbereich des qualifizierten Bebauungsplanes „Sondergebiet Bau- und Wertstoffhof“ und beurteilt sich ausschließlich nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes.

 

Beantragt ist die Errichtung eines Gebäudes mit den Maßen 73 x 16 Meter innerhalb des festgesetzten Bauraumes.

 

Abweichend vom Bebauungsplan ist jetzt ein Pultdach anstatt des festgesetzten Satteldaches vorgesehen. Der Grund für die Abweichung liegt darin, dass Dachflächenwasser über ein naturnahes Muldensystem zu versickern. Dieses Muldensystem liegt an der Westgrenze und sichert die ausreichende Wasserzufuhr für die „Haidlinger Lacke“ (südlich angrenzendes Biotop). Mit einem Pultdach kann eine Wasserzuführung zur Sickermulde ohne technischen Mehraufwand erreicht werden.

Die Änderung der Dachform weicht von den Festsetzungen des Bebauungsplanes (6,50 Meter) ab (Wandhöhe von 7 Meter). Der Dachüberstand an der Ostseite soll 2 Meter betragen (Festsetzung: 1 Meter).

 

Planungsgrundzüge werden durch diese Abweichungen, die vor allem Gestaltungsfestsetzungen betreffen, nicht berührt. Die Festsetzung als Satteldach entsprach den Überlegungen, hier eine regionaltypische Dachlandschaft entstehen zu lassen. Besondere ortplanerische Bedeutung wurde aber der Dachform im Bebauungsplanverfahren nicht beigemessen. Die Abweichungen sind städtebaulich vertretbar und mit den öffentlichen Belangen vereinbar; nachbarrechtliche Belange werden durch die Abweichung nicht betroffen.

 

Hinweis:

Stellplatzbedarf:

Der Bauhof ist entsprechend eines Handwerks- und Industriebetriebs zu beurteilen, es entsteht ein Stellplatzbedarf von 1 Stellplatz je 70 m² Nutzfläche bzw. je 3 Beschäftigte.

Im Bauhof sind derzeit 18 Beschäftigte untergebracht, somit werden 6 Stellplätze benötigt.

Der Bauhof hat eine Nutzfläche (ohne Parkfläche der Bauhof-Fahrzeuge) von 1.073 m² und benötigt daher 16 Stellplätze, die auf dem Grundstück nachzuweisen sind. Im Außenanlagenplan sind bisher nur 9 Stellplätze bezeichnet. Die weiteren 7 Abstellplätze werden auf den befestigten Freiflächen an der Westseite angeordnet; hierfür ist die Planzeichnung noch zu ergänzen.

 

Beschluss:

Ja: 12  Nein: 0

 

Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss beschloss einstimmig, den erforderlichen Befreiungen und damit dem Bauantrag zum Neubau eines städtischen Bauhofes auf dem Grundstück Fl.Nr. 573/0 der Gemarkung Grafing, Schammacher Feld, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.