Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Projekt Alpstore;
Bericht über den Ablauf des Projektes

BezeichnungInhalt
Sitzung:29.09.2015   EB/003/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin erteilt dem anwesenden Geschäftsführer der Fa. Rothmoser, Herrn Florian Rothmoser, das Wort.

 

Dieser erläutert anhand einer Präsentation, die Bestandteil der Niederschrift ist, den Ablauf des Projektes „Alpstore“.

In der anschließenden Diskussion wurde die Frage nach der von der Fa. Rothmoser durchgeführten  (Online-)Befragung aufgeworfen.

Herr Fl. Rothmoser verwies auf den versendeten Kundenbrief und auch auf die Homepage der Stadt Grafing, so dass im Endeffekt ca. 200 Grafinger Bürger/innen an der  Befragung teilnahmen, die zu einem statistisch signifikanten Ergebnis führt.

Herr Peter Rothmoser erläuterte, dass die Wärmespeicheranlage zusammen mit einer Partnerfirma betrieben werde. Dieser obliege z.B. das Börsenstromgeschäft, während die Fa. Rothmoser die genannte Anlage stelle.

Er führte aus, dass zu gewissen Zeiten an der Strombörse ein negativer Preis herrsche (man bekommt also für die Abnahme von Strom noch etwas bezahlt), dies wäre dann der Einstieg für diese Anlage zur Speicherung von Wärme.

 

Die Frage nach der Möglichkeit der Biogas-Zwischenspeicherung beantwortet Fl. Rothmoser mit dem Hinweis, dass die erzeugte Menge Biogas in etwa der verbrauchten Menge entspräche und somit nichts mehr zum Zwischenspeichern übrig bleibe.

Hierfür wären zusätzlich auch noch größere Investitionen sowie behördliche Genehmigungen notwendig.

 

Andere Projekte im Rahmen von alpstore seien derzeit für Grafing (noch) nicht relevant.

 

Durch die Größe der Anlage sei außerdem ein „Zurückspeisen“ bei Weitem noch nicht möglich.

Der Regelenergiemarkt ist bundesweit organisiert, d.h. bei Abruf werden auch bundesweit Anlagen zum Ausgleich der  Stromlast  ein- oder ausgeschaltet.

Der Abruf erfolgt über das Handynetz.

 

Über den Wirkungsgrad der Power-to-heat-Anlage könne mangels Laufzeit bzw. Erprobung noch nicht wirklich aussagekräftiges berichtet  werden.

 

Der Wärmespeicher wäre theoretisch auch in kleineren Ausführungen denkbar, jedoch erfordert der Regelenergiemarkt eine sofortige Verfügbarkeit des Speichers, was jedoch technisch sehr aufwendig sei.

 

Herr Peter Rothmoser berichtet davon, dass in Dänemark diese Technik schon sehr weit verbreitet sei. Dort werden isolierte Unterwasserbassins erbaut, über Freiflächenkollektoren erhitzt und stehen somit als Jahreszeitenspeicher zur Verfügung.

 

Stadtkämmerer Bauer verweist noch auf die Homepage des Alpstore-Projekts.