Tagesordnungspunkt

TOP Ö 11: Stadtwerke Grafing;
Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2015

BezeichnungInhalt
Sitzung:22.09.2015   BWUA/014/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Eingangs erklärte der Verwaltungsvertreter, dass aufgrund der Vielzahl von Tagesordnungspunkten in der Sitzung des Bau-, Werk- und Umweltausschusses am 28.07.2015 der Zwischenbericht für das erste Halbjahr 2015 der Stadtwerke Grafing nicht vorgelegt werden konnte.

 

Nachfolgend wurde dann der Zwischenbericht vom Vertreter der Verwaltung vorgestellt.

 

Die Werkleitung ist verpflichtet, dem Werkausschuss über den Ablauf des Wirtschaftsplanes zu unterrichten. In § 4 Abs. 7 der Betriebssatzung wurde diese Berichtszeit auf 6 Monate festgelegt. Mit dem Zwischenbericht soll Aufschluss über die Entwicklung der Erträge und Aufwendungen der Erfolgspläne und über die Abwicklung der Vermögenspläne gegeben werden. Nach den bisherigen Zahlen für das Wirtschaftsjahr 2015 sind die Erträge und Aufwendungen entsprechend dem Wirtschaftsplan eingetroffen.

 

Die für diesen Überblick aus der Buchhaltung ermittelten Zahlen beziehen sich auf den 17.08.2015. Es kam zu keinen Vorkommnissen, die den Wirtschaftsplan entscheidend zuwiderlaufen und eine Reaktion der Werkleitung und des Werkausschusses erfordert hätten. Die Darlehensaufnahme wurde erst nach der letzten Stadtratssitzung von der Rechtsaufsicht genehmigt und muss jetzt unbedingt in Angriff genommen werden.

 

 

1. Wasserversorgung

 

Die Erlöse liegen im Erfolgsplan mit Euro 828.482,– bei 83 % der Ansätze im Wirtschaftsplan von Euro 992.000,–. Die Aufwendungen betragen Euro 332.177,– und liegen deutlich unter den Erträgen. Die momentane Entwicklung des Erfolgsplans muss als zufriedenstellend angesehen werden. Der Wirtschaftsplan wurde im Erfolgsplan ausgeglichen geplant. Dieses Ziel bleibt weiterhin wahrscheinlich. Allerdings ist die Abschreibung noch nicht gebucht.

 

Im Vermögensplan wurden Investitionen in Höhe von Euro 715.835,– abgewickelt. Geplant sind Investitionen in Höhe von Euro 1.258.000,–. Die bereits 2014 mit Euro 650.000,– geplante Erneuerung der Wasserleitung in der Wasserburger Straße wurde in diesem Jahr durchgeführt. Insgesamt wurden also bis jetzt 56 % der Investitionen in Rechnung gestellt. Die Tilgungen liegen mit Euro 234.170,– bei 68 % der eingeplanten Tilgung in Höhe von Euro 340.000,–.

 

 

Wirtschaftspläne der Stadtwerke

2015

2015

 

Wasser

Ist

Erfolgsplan

Plan

17.08.2015

Erträge

992.000 €

828.482

Aufwendungen (mit Abschreibungen)

992.000 €

 332.177

Ergebnis

0,00 €

496.305 €

 

 

Ist

Vermögensplan

Plan

17.08.2015

Deckungsmittel

1.258.000 €

576.789 €

Investitionen und Tilgungen

1.258.000 €

950.005 €

Gesamtergebnis

0,00 €

-373.215 €

 

Bei den Deckungsmitteln im Vermögensplan wurde das im Wirtschaftsplan veranschlagte Darlehen in Höhe von Euro 1.268.000,– noch nicht aufgenommen, da bis zur letzten Stadtratssitzung noch keine Genehmigung durch die Rechtsaufsicht vorlag. Nun muss die Aufnahme unbedingt in Angriff genommen werden.

 

In dieser Genehmigung des Wirtschaftsplans durch die Rechtsaufsicht ging man ausführlich auf die finanzielle Situation der Stadtwerke ein. Positiv wurde dabei der ausgeglichene Erfolgsplan der beiden Sparten Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung gewertet. Die hohe Kreditfinanzierung, besonders im Bereich der Wasserversorgung wurde allerdings kritisch gesehen. Dieser sollte entgegengewirkt werden, was man mit der Änderung der Abschreibungsmethode auf Wiederbeschaffungswerte beim Anlagevermögen tun will.

 

Übersicht über die größten Investitionen:

Nr.          Titel / Haushaltstelle

2015 Plan

Ist 17.08.2015

Zähler

20.000 €

13.360 €

Umbau Zentrale in Aiterndorf (BWUA 21.10.2014/TOP 10)

125.505 €

87.000 €

Wasserleitung Wasserburger Straße

650.000 €

372.132 €

Wasserleitung Straußdorf

  50.000 €

110.924 €

Wasserleitung Dichau

0 €

-35.000 €

Summe

845.505 €

618.416 €

 

 

2. Abwasserbeseitigung

 

Bei der Abwasserbeseitigung liegen die Erlöse im Erfolgsplan im Wirtschaftsjahr 2015 zum 30.06.2015 bei Euro 948.271,– (Plan: Euro 1.520.000,–). Dies entspricht 62 % der geplanten Erträge. Anders als bei der Wasserversorgung setzen sich hier Erlöse nicht nur aus den Gebühreneinnahmen zusammen. Die Stadt leistet für die Straßenentwässerung ebenfalls einen Beitrag. Die Gebühren werden voraussichtlich ausreichen, um die Aufwendungen zu decken. Die Aufwendungen bleiben mit derzeit Euro 519.618,– bei 34 % der Ansätze des Wirtschaftsplanes. Deshalb besteht derzeit ein Überschuss von rund Euro 428.618,–. Allerdings ist die Abschreibung noch nicht gebucht.

 

Wirtschaftspläne der Stadtwerke

2015

2015

 

Abwasser

Ist

 

Plan

17.08.2015

Erträge

1.520.000 €

948.271 €

Aufwendungen

1.520.000 €

519.618 €

Ergebnis

4.000 €

428.653 €

 

Plan

Ist

17.18.2015

Deckungsmittel

2.309.200 €

 844.150 €

Investitionen und Tilgungen

2.309.200 €

 1.209.620 €

Ergebnis

0 €

 -365.470 €

 

 

Übersicht über die größten Investitionen:

Titel / Haushaltstelle

2015 Plan

Ist 17.08.2015

EDV

35.700 €

25.531 €

Kläranlage

453.000 €

  118.538 €

Messeinrichtungen

34.500 €

    18.540 €

Pumpwerke

0 €

  162.689 €

Kanal Straußdorf

400.000 €

  476.000 €

Kanal Dichau

750.000 €

  323.638 €

Summe

1.673.200 €

  1.124.936 €

 

Im Vermögensplan sind Investitionen in Höhe von Euro 1.209.620,– abgewickelt worden. Geplant waren Investitionen in Höhe von Euro 2.074.000,–. Umfangreiche Rechnungen werden in den nächsten Wochen noch erwartet. Die Tilgungsleistungen liegen bei Euro 155.789,–. Geplant sind Tilgungsausgaben in Höhe von Euro 235.000,–. Auch hier wurde das Darlehen von Euro 769.200,– noch nicht in Anspruch genommen. Dies muss aber unbedingt, in ausreichendem Umfang, nachgeholt werden.

 

Insgesamt war die Liquidität bei den Stadtwerken im Wirtschaftsjahr 2015 bisher nicht immer gegeben. Es ist dringend notwendig, die Kreditermächtigung in einem geringeren, als beantragten, aber notwendigen Umfang in Anspruch zu nehmen. Auch in diesem Jahr stehen umfangreiche Investitionen an. Trotzdem hofft die Verwaltung, die Kreditermächtigung nicht zu 100 % in Anspruch nehmen zu müssen.

 

Der Bau-, Werk- und Umweltausschuss nahm den Zwischenbericht der Stadtwerke Grafing b.M. für das erste Halbjahr 2015 zur Kenntnis.

 

In der anschließenden Beratung fragte ein Ausschussmitglied nach, wann es geplant ist, im Stadtrat der Stadt Grafing über die Änderung der Abschreibungsmethode auf der Grundlage von Wiederbeschaffungswerten und nicht auf der Grundlage der Anschaffungskosten und der daraus einhergehenden Gebührenerhöhung im Bereich Wasser zu beraten.

 

Der Verwaltungsvertreter erklärte daraufhin, dass der Kommunale Prüfungsverband bereits mit der Kalkulation beauftragt ist und diese demnächst angegangen wird. Weiter wurde erklärt, dass die Kalkulationsperiode zum 01.10.2016 ausläuft und eine Gebührenerhöhung erst zu diesem Zeitpunkt in Kraft treten kann. Abschließend wurde zugesichert, dem Stadtrat der Stadt Grafing im 1. Quartal 2016 einen Vorschlag zur geplanten Gebührenerhöhung vorzulegen.