Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Tourismusverein Grafing;
Vorstellung und Vorschläge zur Wirtschaftsförderung

BezeichnungInhalt
Sitzung:14.07.2015   AKWi/002/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Herr Staude stellte als Vertreter des Tourismusvereins seinen Verein und dessen Ziele und  Vorstellungen für die Stadt Grafing vor.

 

Der Tourismus-Verein Grafing e.V. im Ebersberger Land wurde am 05.11.1996 gegründet. Vereinszwecke sind Förderung und Entwicklung des Tourismus und die Steigerung der Attraktivität von Grafing und seiner Umgebung.

 

Der Verein betreibt eine Plattform zur Zimmervermittlung und fördert Privatinitiativen zur Ortsverschönerung. Außerdem schafft er durch seine Aktivitäten neue Arbeitsplätze und stärkt die regionale Wirtschaft.

 

Der Verein hat 80 Mitglieder. Er arbeitet mit einem Vorstand, einem Beirat und Arbeitskreisen. Er betreibt ein Geschäftszimmer in Grafing Bahnhof (im Bahnhof) mit einer 200,–€-Kraft. Zusammen mit dem Verkehrsbüro der Fa. Urscher vermittelt man ca. 35 private Zimmer mit ca. 150 Betten in DTV-zertifizierten Ferienwohnungen und Zimmern mit 2–4 Sternen. Insgesamt gibt es jährlich ca. 15.000 Übernachtungen im südl. Landkreis. Der Verein verfügt über ein jährliches Budget von ca. 10.000,– € und arbeitet mit Zuschüssen knapp kostendeckend.

 

Der Verein wirbt bundesweit mit Zeitungsanzeigen und beteiligt sich an regionalen und überregionalen Messen. Dies alles findet mit finanzieller Unterstützung des Landratsamtes statt. Der Verein vertritt dabei Grafing und den Landkreis.

 

Er kümmert sich gemeinsam mit ADFC und dem Landratsamt um zwei Fernradwege und das regionales Radwegenetz und ist Mitglied im „Runden Tisch Radfahren“ und dem „Runden Tisch Tourismus“. Weiter steuert der Verein die Projektgruppe  „Radwege im Lkrs. EBE“ und ist Mitglied im „Deutschen Tourismus-Verein“ sowie Mitglied im „Tourismus Oberbayern München e.V.“. Der Verein fördert dabei die Region „Münchner Umland“ und entwirft regelmäßig neue Prospekte und Radkarten und führt Schulungen und Informations-Abende durch.

 

Dann erläuterte Herr Staude die Vorschlägen des Tourismus-Verein Grafing e.V. für eine aktive städtische Wirtschaftsförderung: Angedacht sind Themenwochen mit den Schwerpunkten Kultur und Handel. Weiter möchte man mehr Einzelhandelsmärkte und attraktive Veranstaltungen für Einzelhandels-Kunden, Familien und Jugend mit einem Jahresplan, einem Werbekonzept, einen Flyer und einem passenden Internetauftritt.

 

Hilfe möchte man durch die Analyse der Aktivitäten in Ebersberg und anderer aktiver Städten. Personelle und finanzielle Stärkung der Marketingaktivitäten durch die Stadt und den Werbering sind dafür notwendig.  Den leer stehenden Einzelhandelsflächen muss der  Kampf durch aktive Mietersuche angesagt werden. Die Werbung für das erweiterte Gewerbegebiet II, zum Beispiel durch eine Werbetafel oder Info-Veranstaltungen, muss angegangen werden. Es sollte weitere Anreize und Beratungen für Ansiedlungen geben.

 

Die Veranstaltungshinweise an den Ortseingängen, der Stadtplan und Parkplatzplan sollten neu aufgestellt werden. Es sei bekannt, dass die Einkäufer nicht mehr als 80 m Fußläufigkeit für einen Einkauf akzeptieren. Es sollten Stellplätze für Wohnmobile geschaffen werden. Weitere Vorschläge wären eine Rad- u. Wanderkarte für Grafing mit Beschilderung, attraktive Brunnen und eine Begrünung mit  mehr Blumen.

 

Letztlich sollten die Ergebnisse der Treffen in einem Ergebnisprotokoll mit Erledigung der Aufgaben, Terminen u. Festlegung der Themen für das nächste Treffen verankert werden. Damit schloss Herr Staude seinen Vortrag.

 

In der anschließenden Diskussion wurden die Vorschläge als überwiwgend positiv bewertet. Zum Teil seien sie bereits früher im Arbeitskreis angesprochen worden. Dies gelte zum Beispiel für die Veranstaltungshinweise am Ortseingang.

 

Man kam wieder auf den Wunsch nach einem Wirtschaftsförderer zu sprechen und stellte fest, dass dieser mit Kosten von rund 50.000,– € zu Buche schlägt. Dies gilt sowohl für einen Mitarbeiter in der Verwaltung als auch für einem Freiberufler. Es wurde vorgeschlagen, dass sich Grafinger Betriebe zusammen mit der Stadt hier finanziell engagieren sollen. Der Bund der Selbständigen signalisierte Verständnis und bekräftigte, dass man den gewachsenen Gewerbestandort Grafing gegenüber den wachsenden Gewerbegebieten in Vaterstetteln, Poing und Ebersberg verteidigen müsse.    

 

Andre Stimmen hielten einen Wirtschaftsförderer für unbedingt notwendig. Allerdings müsste er sich selbst finanzieren. Auch der Städtetag würde eine Beschäftigung eines Wirtschaftsförderers empfehlen.

 

Die erste Bürgermeisterin stellte die Frage nach einem Arbeitsplatz (und natürlich auch nach der Finanzierung), der erst noch durch Umbaumaßnahmen in der Rathausgasse geschaffen werden muss. Leider gibt es für einen solchen Mitarbeiter keine Fördergelder.