Tagesordnungspunkt

TOP Ö 3: Sportförderung;
Antrag auf einen Zuschuss für die Jugendarbeit der Volleyballabteilung des TSV Grafing

BezeichnungInhalt
Sitzung:17.03.2015   KUSS/003/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Am 22.01.2015 reichte die Volleyballabteilung Grafing einen Antrag auf Zuschuss für die Jugendarbeit der Volleyballabteilung ein. Darin wird betont, nicht nur die Stadt mit der Mannschaft in der 2. Bundesliga in weiten Bereichen Deutschlands zu repräsentieren, sondern auch damit, ohne Legionäre (also Spieler von außerhalb Grafing) auszukommen. Dies funktioniert nur Dank der guten und erfolgreichen Jungendarbeit. Allerdings ist dies mit einem hohen finanziellen Aufwand verbunden.

 

Die Volleyballabteilung nutzt, wie auch die anderen Abteilungen des TSV, die städtischen Sportanlagen umsonst. Grundlage dafür ist ein notarieller Vertrag aus dem Jahre 1986, als sich der TSV dieses Recht durch die Übertragung des Stadthallengrundstücks, auf dem früher die alte Turnhalle stand, für 50 Jahre notariell gesichert hat.

 

Darin enthalten sind nicht nur die Hallennutzung durch den Verein, sondern auch sämtlicher Unterhalt und die Pflege der Anlage bis hin zu den Reinigungskosten. Weiter hat der Verein das Recht, das Catering in der Halle und, zumindest bei den Jugendspielen, auch auf dem Freigelände im Sportstadion, zu betreiben. Zuletzt werden ihm ein Raum für ein Büro im Sportstadion und der Gymnastikraum zur Verfügung gestellt.

 

Beschränkt werden diese Berechtigungen nur durch die Schulen, die ein vorrangiges Nutzungsrecht haben, welches aber um 15.30 Uhr endet. Insgesamt wendet die Stadt für das Sportstadion und die Dreifachturnhalle ca. 300.000,– € im Jahr an laufenden Ausgaben auf, wobei die Hälfte auf die Schule und die Hälfte auf den Verein gerechnet werden muss, weil sich diese die Hallennutzungszeiten zeitlich teilen. Dies bedeutet einen Anteil von ca. 150.000,– € für den TSV.

 

Daneben bekommt der Verein eine weitere Förderung pro Übungsleiterlizenz durch den Landkreis. Die Stadt verdoppelt diese noch. Im Jahr 2014 wurden an den gesamten TSV dafür 8.900,– € von der Stadt ausgezahlt. Ansonsten erhält der Verein keine jährlichen Zuschüsse.

 

Insgesamt leistet der Verein eine hervorragende Jugendarbeit und ist wichtiger Bestandteil des Grafinger Stadtlebens. Ein weiterer Zuschuss für die Abteilung Volleyball wäre ein Präzedenzfall, der Anträge anderer Abteilungen und Vereine nach sich ziehen könnte. Allerdings entlastet der Verein die Stadt bei der Jugendarbeit. Von Seiten der Volleyballabteilung denkt man an einen Zuschuss zwischen 500,– € und 1.000,– €.    

 

In der anschließenden Diskussion wurde die Arbeit der Volleyballabteilung als sehr positiv bewertet. Gerade die Bemühung um die Integration der Asylbewerber sei vorbildlich und einer Förderung wert. Allerdings würden in diesem Zusammenhang Mittel aus einem anderen Fördertopf gewährt.

 

Andere Mitglieder des Ausschusses sahen in der zusätzlichen Förderung des Spielbetriebs der Abteilung einen Präzendenzfall für andere Abteilungen des Vereins oder gar andere Vereine wie den EHC oder der Feuerwehr.

 

Es wurde vorgeschlagen, die Förderung durch eine teurere Werbung in der Informationsbroschüre des Vereins auszugleichen. Dadurch käme es nicht zu den geschilderten Problemen.

 

Daraufhin wurde der Antrag vom Antragsteller zurückgezogen.

 


Es erfolgte kein Beschluss