Tagesordnungspunkt

TOP Ö 6: Bauantrag zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle mit Hackschnitzelheizung und Lager für Hackgut auf dem Grundstück Fl.Nr. 104/0 der Gemarkung Öxing (Bergstraße 17)

BezeichnungInhalt
Sitzung:27.01.2015   BWUA/007/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Der Vertreter der Verwaltung stellte den Bauantrag vor. Antragsgegenstand ist die Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle mit Hackschnitzelheizung und Lager für Hackgut an der bestehenden Hofstelle des landwirtschaftlichen Betriebs. Die Halle soll in den Ausmaßen 32,60 x 15 Meter mit einem nördlichen Dachüberstand von 4,50 Meter im südlichen Bereich des Grundstücks errichtet werden. Eine bestehende Maschinenhalle soll ausweislich der Antragsunterlagen beseitigt werden.

 

Das Baugrundstück ist an 3 Seiten von Bebauung umgeben und ist deshalb Teil des Bebauungszusammenhangs. Anders als bei landwirtschaftlichen Gebäuden am Ortsrand, die selbst dem Außenbereich zugeordnet werden müssen, nimmt hier die Hofstelle und auch die zur Bebauung vorgesehene Fläche am Bebauungszusammenhang teil. Der westliche Grundstücksteil entlang der Bergstraße ist in der Tiefe der vorhandenen Bebauung damit durchgehend dem Innenbereich zuzuordnen. Das Bauvorhaben beurteilt sich damit nach den Vorschriften des § 34 BauGB.

 

Die Umgebungsbebauung entspricht, aufgrund des Nebeneinanders von Wohnbebauung, landwirtschaftlichen Betrieben und störenden Gewerbebetrieben (Kfz-Wieser) keinem der Baugebiete der BauNVO und ist deshalb als Gemengelage zu beurteilen. In der Gemengelage sind alle bereits vorhandenen Nutzungsarten allgemein zulässig, somit auch die beantragte Maschinen- und Lagerhalle.

 

In der landwirtschaftlichen Gemengelage (wie auch im Dorfgebiet) sind die typischen landwirtschaftlichen Störungen hinzunehmen. Ungeachtet dessen ist aber angesichts der Zweckbestimmung und Art der Ausführung nicht zu erwarten, dass unzumutbare Störungen der Umgebungsbebauung entstehen. Die Planung ist sogar erkennbar so ausgerichtet, dass sie auch gegenüber der Nachbarschaft den bestmöglichen Schutz vor Belästigungen bietet. So liegen die Zufahrten und Öffnungen am Gebäude auf der zur Wohnbebauung abgewandten Gebäudeseite. Eine Verletzung des Rücksichtnahmegebotes ist folglich nicht zu befürchten.

 

Das Vorhaben entspricht auch hinsichtlich des Maßes der baulichen Nutzung dem Einfügungsgebot. Die Wandhöhen von 6,30 Meter und die Firsthöhe von 9,50 Meter bleiben unterhalb der Bauhöhen des Hauptgebäudes (Hofgebäude) und entsprechen dem Einfügungsgebot.

 

Zugunsten des Vorhabens ist noch zu erwähnen, dass geländeangepasst geplant wurde. Die südlichen Außenwände betragen durch das dort steigende Gelände gerade einmal 3 Meter bzw. 5 Meter. Trotz der Baukörperlänge von über 32 Meter entsteht hier bei einem Grenzabstand von 8,50 Meter keine bedrängende oder erdrückende Wirkung.

 


Nach Vorstellung der geplanten Baumaßnahme beschloss der Bau-, Werk- und Umweltausschuss einstimmig, dem Bauantrag zur Errichtung einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle mit Hackschnitzelheizung und Lager für Hackgut auf dem Grundstück Fl.Nr. 104/0 der Gemarkung Öxing, Bergstraße 17, das gemeindliche Einvernehmen zu erteilen.

 

 

Anwesend 12

Das Ausschussmitglied Herr Dr. Karl-Heinz Fröhlich ist erschienen.