Tagesordnungspunkt

TOP Ö 1: Ideensammlung im Arbeitskreis Wirtschaftsförderung
Ansiedlung von Betrieben in Grafing
- Vortrag von Herrn Manfred Koch - Vortsandsmitglied Gewerbeverband Grafing

BezeichnungInhalt
Sitzung:20.01.2015   AKWi/001/2015 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Sitzungsleiterin übergab dem Anwesenden Manfred Koch vom Bund der Selbstständigen und dem Gewerbeverband Bayern das Wort. Dieser stellte die Ideensammlung seines Verbandes mit Hilfe einer Powerpoint-Präsentation vor. Ziel muss sein, die bestehenden Gewerbebetriebe zu halten und neue anzusiedeln. Letztendlich soll damit auch die Einnahme aus der Gewerbesteuer verbessert werden.

 

Für die Ansiedlung von Betrieben gibt es so genannte harte und weiche Faktoren. Zu den harten Faktoren gehören neben den Hebesätzen für die Gewerbesteuer, die verfügbaren Grundstücke, die Verkehrsanbindung, das Lohnniveau, die Qualifikation der möglichen Mitarbeiter und die Kundennähe. Zu den weichen Faktoren gehören vor allen Dingen das Freizeitangebot, die ärztliche Versorgung und die Schulen vor Ort. Damit ist Grafing gut ausgestattet.

 

Es stellt sich die Frage, welche Gewerbetreibenden die Stadt Grafing will. Darüber sollte man sich zuerst verständigen. Um dies in Erfahrung zu bringen, benötigt man, nach Meinung des Gewerbeverbandes, ein Informationscenter als Anlaufstelle für neue und bestehende Unternehmen. Dieses Informationscenter wäre mit einem qualifizierten Mitarbeiter/in (Wirtschaftsreferent/in)  zu besetzen und sollte bei Stadt Grafing als eigenständiges Referat angesiedelt werden. Eine Aufgabe wäre es dann, die „richtigen Unternehmen anzuwerben“.

Als Beispiel wurde hier Putzbrunn genannt, eine kleiner Gemeinde im Großraum München, die sich einen Wirtschaftsreferenten leistet. Man sollte des Wirtschaftsstandort Grafing präsentieren, Unternehmen in Grafing halten und neue gewinnen. Wichtige wäre die Vermarktung online zu unterstützen und vor allem, die Webseite auch zu pflegen. Unternehmen sollten  bei der Standort-Entscheidung unterstützt werden.

 

18.15: Herr Carpus erscheint.

 

Als negatives Beispiel verwies Her Koch auf die Daten der Internetseite SISBY, dem Auftritt der IHK, wo die Daten von Grafing auf dem Stand von 2001 sind und dazu wichtige Daten zur Infrastruktur fehlen. Allerdings wurde von Kreishandwerksmeister Johann Schwaiger eingebracht, dass auch die HWK über ein solches Portal verfügt, wo alle Betriebe des Landkreises aufgelistet sind.

 

Der Wirtschaftsreferent sollte über fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse (Studium bzw. Praxis) verfügen und Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge/Erfordernisse haben. Notwendig ist eine ausreichende soziale Kompetenz mit einem Mindestalter von ca. 40 Jahren. Er sollte gut vernetzt mit den örtlichen Betrieben, Behörden und Verbänden in Grafing und im Landkreis sein. Außerdem ist eine weitere Voraussetzung, dass diese Person kontaktfreudig und belastbar ist sowie über eine überzeugende Persönlichkeit verfügt. Er sollte erfahren sein bei der Erstellung und Durchführung von Präsentationen und dem Umgang mit den dafür erforderlichen Tools sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der anschließenden Diskussion wurde das Potential des in der Stadtverwaltung jetzt  zuständigen Mitarbeiters, Herrn Tristl, angesprochen, Allerdings kann dieser die Stelle nicht Vollzeit ausfüllen, wobei die Erste Bürgermeisterin eine Vollzeitstelle als sehr hoch bemessen ansah.

 

Andere Mitglieder des Arbeitskreises beklagten, dass die Diskussion über einen Wirtschaftsreferenten bereits seit 20 Jahren betrieben wird. Diese Aufgabe sei mit der bestehenden Verwaltung nicht lösbar. Ein Wirtschaftsstandort benötigt Betreuung. Nach einer Abfrage eines Meinungsbilds im Arbeitskreis mit dem daraus resultierenden Zuspruch zur Schaffung der Stelle eines Wirtschaftsreferenten versprach die Erste Bürgermeisterin, die Möglichkeiten mit der Erstellung des Stellenplans auszuloten.