Tagesordnungspunkt

TOP Ö 7: Städtische Liegenschaften;
Nutzung des 1. Obergeschosses des städt. Anwesens Lagerhausstr. 17 (Kiermeier-Lagerhaus)

BezeichnungInhalt
Sitzung:04.11.2014   StR/005/2014 
DokumenttypBezeichnungAktionen

Die Erste Bürgermeisterin erläutert noch einmal die Örtlichkeit Lagerhausstr. 17 und die  derzeitige dortige Nutzung.

Im Kiermaierlagerhaus befindet sich im ersten Stock ein großer Raum, der – seitdem die Stadt Besitzer des Gebäudes ist –, unausgebaut ist und leer steht. Ziel ist es, diesen Raum als multifunktionalen Raum auszubauen und mehreren Nutzern zur Verfügung zu stellen. Der Ausbau wird zum größten Teil in Eigenregie durch den Bauhof vorgenommen.

 

Am 25.09.2014 fand ein Ortstermin  im Kiermaier Lagerhaus mit folgenden  Beteiligten statt:  

 

Frau Obermayr,  Erste Bürgermeisterin

Frau Dr. Eglauer, Leitung und Geschäftsführung VHS

Herr Pfaff, Leitung Musikschule

Herr Henneberger, stellv. Leitung Musikschule

Herr AI-Kass , Jugendbeauftragter

Herr Meyerhofer , Stadtverwaltung

Frau Angerer, Stadtverwaltung , Techn . Bauamt

 

ln erster Linie meldet der Jugendpfleger Herr AI-Kass Bedarf an für Workshops, Ferienbetreuung, Nachhilfe, Bewerbungstrainings, Beratungen, Jugendkulturveranstaltungen, aber auch als Treffpunkt für die Jugend incl. der Vermietung für private Feiern etc.

 

Parallel sehen auch VHS und Musikschule Bedarf.

Wobei die VHS vor allem Räume für Gesundheitskurse benötigt. Diese sind aber nur bedingt im 1. OG möglich, da die geforderten Umkleiden, Lagerräume und Lehrerräume aus Platzgründen nicht geschaffen werden können. Durchaus erscheinen aber Kurse in Zusammenarbeit zwischen Chaxter und Musikschule bzw. dem Chaxter und der Jungen VHS machbar.

 

Es sollte ebenfalls möglich sein, dass der Raum von Bürgern oder z.B. Eltern-Kind-Gruppen etc. gemietet werden kann. Für die Nutzung muss dann unter Regie der Stadt ein Belegungssystem geschaffen werden.

 

Nach Besichtigung des bereits ausgebauten Raumes im 2.Obergeschoss, der derzeit  durch  die  Stadtkappelle,  dem  Spielmannszug und dem  Alpenverein genutzt wird, steht auch hier die Frage zur Debatte,  ob dieser Raum nicht in den freien Zeiten (z.B. am Vormittag) durch andere Gruppen oder Einrichtungen genutzt werden kann.

Hier wird das techn. Bauamt  in Absprache mit Frau Obermayr Kontakt mit den Ansprechpartnern der drei Vereine aufnehmen.

 

Um eine Nutzung der Räume planen zu können, haben VHS, Musikschule und Jugendpflege  einen Wunsch-Belegungsplan erstellt, um evtl. Schnittstellen zu filtern.

Die Jugendpflege meldete einen Bedarf an von Mittwoch–Freitag zwischen 08.00 Uhr und 23.00 Uhr, sowie samstags von 18.00–23.00 Uhr.

Die VHS hat einen täglichen Bedarf (außer samstags) von ca. 08.00–12.00 Uhr und 18.00–22.00 Uhr.

Unmittelbar vor dieser Sitzung hat die Musikschule mitgeteilt, dass sie zwar keine konkreten Belegungszeiten nennen kann, aber die besagten Räume durchaus als zusätzliche Ausweichräume erwünschen würde.

 

Unabhängig von der künftigen Nutzung wird noch das 1. und 2.OG baurechtlich zu würdigen sein, da eine entspr. Baugenehmigung und auch der Brandschutznachweis hierfür noch nicht vorliegen.

Auch die geplante Vermietung des Chaxters an private Nutzer für Feiern o.Ä. wird baurechtlich zu prüfen sein. Problematisch könnte auch die Stellplatzsituation sein.

 

Zwischenzeitlich hat sich eine Situation ergeben, die die Nutzung des Kirmaier-Lagerhauses durch VHS und Musikschule möglicherweise als hinfällig erscheinen lassen (siehe TOP nichtöffentliche Sitzung).

Abzuändern ist auf jeden Fall dann ein Beschluss des Stadtrates vom 02.02.10, in dem die Nutzung des 1. OG nur der Musikschule zugeschlagen wurde.

 

In der anschließenden Diskussion wurden sowohl Argumente für die Nennung der Jugendpflege als beispielhafte Nutzerin der Räumlichkeiten vorgebracht als auch dagegen.

So können Teile des Gremiums den erhöhten Bedarf der Jugendpflege an den Räumlichkeiten durch die beschriebenen Jugendangebote nachvollziehen, andere hingegen  nicht.

 


Der Stadtrat beschließt gegen 10 Stimmen, den Ausbau des 1. OG des städt. Anwesens Lagerhausstr. 17 so zu planen und umzusetzen, dass eine multifunktionale Nutzung (u.a. durch die Jugendpflege) möglich ist.

Insoweit wird der Beschluss des Stadtrates vom 02.02.10 unter TOP 2 abgeändert.